Definition und Funktion von Antikörpern im Blut
X soll auf Antikörper im Blut getestet werden, weil festgestellt werden soll, ob sie schon die Röteln hatte. Wie funktioniert eigentlich so ein Antikörpertest und vor allem, wie funktionieren die Antikörper im Blut. Warum kann man beispielsweise die Röteln und viele andere Krankheiten nur einmal bekommen? Was machen die Antikörper im Blut, damit man die Krankheiten nicht mehr bekommen kann? Wie definiert man "Antikörper im Blut"?
In einen menschlichen Körper können Bakterien oder Viren eindringen, also Fremdstoffe, die dort nicht hingehören oder sogar Schaden anrichten können. Auf jeder Viruszelle sitzen Proteine, die eine ganz bestimmte Form haben, die Antigene. Wenn der Körper diese Feinde entdeckt, bilden die weißen Blutkörperchen die Antikörper, die die genau entgegengesetzte Form der Antigene besitzen. Das ist wie bei einem 3-D-Puzzle, die beiden Teile müssen exakt zueinander passen. Diese Antikörper heften sich an die Antigene und machen die Viren so unschädlich.
Bei einer Impfung werden dem Patienten kleine Mengen der schädlichen Viren gespritzt, so dass der Körper Antikörper bildet. Bei einem späterem, echten Angriff durch die Viren erkrankt man, weil der Körper nicht schnell genug Antikörper bilden kann. Bei der kleinen Menge durch eine Impfung sind aber schnell genügend Antikörper vorhanden. Bei der Impfung mit Totimpfstoff ist der Erreger sogar schon inaktiv, wird aber von den weißen Blutkörperchen dennoch als Bedrohung angesehen.
Nach einer Impfung oder auch einer einmaligen Erkrankung verwandeln sich einige weiße Blutkörperchen in sogenannte Gedächtniszellen. Sie speichern das Wissen über die Form des Antigens. So ist bei einer erneuten Infektion mit dem selbem Erreger die Reaktion des Körpers viel schneller und es kommt zu einem geschwächten Verlauf der Krankheit oder zu gar keinem Ausbruch. Röteln basieren auf einem einzigen Virus, der immer gleich aussieht. Daher reicht eine Erkrankung oder Impfung für einen lebenslangen Schutz. Die Grippeviren hingegen sind zum einen mehrere und zum anderen sehr wandlungsfähig, d.h. dass die Antikörper aus einem Jahr nicht auf die Antigene der Grippe des nächsten Jahres passen müssen.
Bei einem Test auf Antikörper wird dem Patienten Blut abgenommen, dass dann im Labor mit dem Erreger infiziert wird. An der Reaktion des Blutes lässt sich ablesen, ob Gedächtniszellen vorhanden waren, die den Erreger schnell bekämpft haben oder ob das Blut zum ersten Mal auf diesen Erreger getroffen ist.
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