Überweisung zum Facharzt, obwohl keine Praxisgebühr mehr?
Seit Anfang diesen Jahres muss man ja keine Praxisgebühren mehr zahlen. Aber muss man, wenn man einen Facharzt besuchen will denn eine Überweisung vom Hausarzt haben oder kann man ohne diese Überweisung zum Facharzt gehen? Wie ist das, wenn ich ohne Überweisung zum Facharzt gehe, kann er mich dann abweisen oder ist eine Überweisung seit dem die Praxisgebühr weggefallen ist, nicht mehr nötig?
Ich habe letztens mit einem Mitarbeiter meiner Krankenkasse telefoniert, der mich darüber aufklärte, dass man seit diesem Jahr, aufgrund der wegfallenden Praxisgebühr, jederzeit einen Facharzt aufsuchen kann, auch ohne eine Überweisung.
Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es Fachärzte gibt, die auf eine Überweisung bestehen. Zum Beispiel wenn es um eine Mitbehandlung oder eine Weiterbehandlung geht. Ich würde deshalb einfach mal bei dem Facharzt anrufen zu dem man möchte und fragen, ob es reicht, wenn man sein Krankenversichertenkärtchen mitbringt.
Ich war eigentlich immer der Meinung, dass die Praxisgebühr mit einer Überweisung nichts zu tun hat. Auch wenn es jetzt keine Praxisgebühr mehr gibt muss man sich eine Überweisung vom Hausarzt holen, wenn man zu einem entsprechenden Facharzt gehen will. So zumindest mein Kenntnisstand. Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Ich bin selten mal beim Arzt und so kann es sein, dass ich hier Mist erzähle.
Bei uns machen das die Fachärzte unterschiedlich und somit sollte man vorher schon fragen, wie es vom jeweiligen Facharzt gewünscht wird. Ich selbst bin gelegentlich bei meiner Orthopädin zur Behandlung und dort wird keine Überweisung mehr verlangt. Andere Fachärzte bestehen darauf, dass erst mal der Hausarzt konsultiert wird, damit dort entschieden wird, ob der Besuch beim Facharzt überhaupt nötig ist.
Eine Überweisung vom Hausarzt für den Besuch eines Facharztes ist inzwischen nicht notwendig. Selbstverständlich kann man sich aber dennoch eine Überweisung aushändigen lassen und damit zum Facharzt gehen, man braucht sie aber nicht mehr unbedingt.
Ich würde aber dennoch den Weg mit der Überweisung gehen, da auf diese Art der Hausarzt per Kurzbrief auf dem Laufenden gehalten wird, was beim Patienten gemacht und letztlich diagnostiziert wurde. Ohne Überweisung kriegt der Hausarzt nämlich höchstens den Facharztbesuch mit, ohne darüber in Kenntnis gesetzt zu werden, was da überhaupt gemacht, ob was herausgefunden wurde und wie die weitere Therapieplanung aussieht. So ist man dann als Hausarzt mehr oder minder auf die Informationen vom Patienten angewiesen, ich bezweifle allerdings, dass die meisten genau beschreiben können, was mit ihnen gemacht wurde. Telefonate, die man diesbezüglich führen würde, kosten Unmengen an Zeit, das dürfte klar sein. Insofern schadet es nicht, sich eine Überweisung ausstellen zu lassen, um damit zum Facharzt zu gehen.
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