Wie pflegt ihr die Zähne eurer Hunde?

vom 22.01.2022, 15:36 Uhr

Wir hatten einen Schäferhund, als ich ein Kind war. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern die Zähne unseres Hasso jemals geputzt hätten. Er hatte nie etwas an denen Zähnen, obwohl er nicht gerade Hund gerecht ernährt wurde. So bekam er zum Beispiel auch immer eine Kugel Eis, wenn wir uns ein Eis kaufen durften.

Meine Schwägerin putzt die Zähne ihrer Hunde und lässt vom Tierarzt regelmäßig das Gebiss überprüfen. Wie pflegt ihr die Zähne eurer Hunde? Putzt ihr sie mit einer Art Zahnbürste? Reichen bestimmte Kauspielzeuge, um sie zu pflegen? Hat euer Hund schon einmal Karies oder Paradentose gehabt?

» blümchen » Beiträge: 4100 » Talkpoints: 13,95 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Ich habe inzwischen meine dritte Hündin. Und meine Hunde hatten nie Probleme mit den Zähnen. Meine letzte Hündin Lucy ist mit 14,5 Jahren auch recht alt geworden und meine jetzige ist auch schon acht Jahre alt. Trotz des hohen Alters hatte Lucy nie Zahnprobleme. Dabei habe ich sie erst mit sieben Jahren bekommen und zumindest die unmittelbare Vorbesitzerin hat Lucy auch schlecht ernährt mit Pizza, Spaghetti Bolognese und derlei Dingen.

Ich achte sehr auf die Zähne, putze sie aber nicht, denn ich denke, das ist überflüssiger Stress für beide Seiten und an die wichtigen Stellen käme man eh nicht heran. Ich regle das über das Futter und mir scheint, das die Ergebnisse mir Recht geben. Der Tierarzt findet jedenfalls auch kein bisschen Zahnstein und hat an den Zähnen nichts zu meckern.

Ich mache aus dem Futter kein Dogma, Ausnahmen sind erlaubt. Aber ich passe etwa auf, dass möglichst wenig Zucker gefüttert wird. Und Trockenfutter finde ich besser als Nassfutter. Ich glaube aber, dass die harten Kau-Leckerchen dann den Großteil der Zahnpflege ausmachen.

Ich füttere also relativ viel möglichst dicke Ochsenziemer, Nackensehne, getrocknete Unterbeine, Rinderohren etc. Zwei bis drei Mal pro Woche bekommt Trixie mindestens solche Dinge. Ich lege dabei wert darauf, dass die Sachen wirklich hart sind, sodass der Hund mehr arbeiten muss als er wirklich zu fressen bekommt. Außerdem soll wirklich an dem Leckerchen gearbeitet werden, vor allem auch mit den hinteren Backenzähnen.

Gar nichts halte ich von diesen weichen, gummiartigen Denta-Sticks, die der Hund in Nullkommanix aufgefressen hat. Die bekommt Trixie manchmal, weil sie die unheimlich gerne futtert, aber nicht für die Zahnpflege. Die sind viel zu weich, um irgendwas bewirken zu können. Für genauso einen Mumpitz halte ich diese Dentasticks in Form von Zahnbürsten.

Meine Arbeit bei der Zahnpflege besteht also darin, dass ich harte, größere möglichst naturbelassene Kauartikel besorge, die Trixie gerne frisst und wo sie lange und intensiv mit beschäftigt ist. Und dass ich das sonstige Futter genügend reduziere, damit der Hund nicht zur wandelnden Tonne wird. Den Rest macht der Hund begeistert selbst.

Ich hatte mir auch schon Spielzeug angesehen, dass angeblich gut für die Zähne sein soll. Aber zum einen gingen die laut den Erfahrungsberichten oft schnell kaputt oder sie wurden nicht angenommen vom Hund. Deshalb haben wir zumindest für die Zähne kein besonderes Spielzeug.

» SonjaB » Beiträge: 2529 » Talkpoints: 48,54 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Hier leben seit fast vierzig Jahren nur Hunde mit einem normal geformten Gebiss. Die kommen Dank Sport und Spaziergängen mehrfach pro Tag vor Anstrengung heftig ins Speicheln, das ist eine ideale Zahnpflege und beugt Problemen effektiv vor.

Dazu gibt es viel Frischfutter am Stück, das radiert und massiert, weil es viel Kauarbeit erfordert. Gern greife ich zu Peesenfleisch. Diese Aufhängung des Penis beim Bullen ist extrem zäh und quasi Kaugummi. Dazu gibt es simple Baumwolltaue zum Herumkauen. Da hat Zahnstein keine Chance und damit tritt auch keine Parodontose auf. Karies hatten wir auch nie.

Wenn es mal Anlass für einen Zahnarztbesuch gibt, dann weil die Fangzähne im Sport abgebrochen oder abgeschliffen sind. Hätte ich allerdings ein Exemplar, das für Zahnprobleme anfällig ist, würde ich tatsächlich zusätzlich putzen und entstehenden Zahnstein frühzeitig entfernen. Dann geht das nämlich ohne Narkose auf dem Küchentisch.

» cooper75 » Beiträge: 12515 » Talkpoints: 331,76 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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