Wer weiß eurer Meinung nach zu viel über euch?

vom 16.04.2019, 13:25 Uhr

Ich bin eigentlich sehr vorsichtig gegenüber anderen Menschen, so dass ich auch nicht so schnell Vertrauen fasse. Und auch wenn ich jemanden näher kennenlerne, dann bedeutet es für mich nicht unbedingt, dass die Person gleich alles über mich wissen muss. Man kann sich ja auch so verstehen, ohne dass eine Person gleich alles über einen weiß. Dennoch gibt es einige Personen, bei denen ich es nun bereue, dass ich ihnen doch so viel über mich erzählt habe.

Mit diesen Personen habe ich allesamt keinen Kontakt mehr, so dass ich es blöd finde, dass sie eben einige sehr private Dinge über mich wissen - wobei ich aber weiß, dass sie diese nicht gegen mich verwenden würden und es sich um Sachen handelt, die mir auch nicht schaden würden, wenn sie jeder wüsste. Es muss aber einfach nicht sein, wie ich finde. Wer weiß eurer Meinung nach zu viel über euch?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 33809 » Talkpoints: 166,21 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



In dieser Hinsicht bin ich sehr pflegeleicht. Ich erzähle Menschen grundsätzlich nur die Dinge über mich, die ruhig jeder wissen darf. Ich unterstelle allen Mitmenschen pauschal, dass diese Informationen weitertratschen und überlege mir daher doppelt und dreifach was ich sage. Es hat einige Streitereien und Kontaktabbrüche gegeben, aber ich habe nie bereut, gewisse Informationen weitergegeben zu haben.

Man kann solche Situationen vermeiden, in dem man sich eben vorher überlegt was man sagt und warum man das sagt. Ich wirke zwar auf manche Menschen extrovertiert und sehr offen, aber dass bei allem was ich sage Kalkül hinter steckt, darauf kommen die wenigsten.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: -0,26 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Ich bin auch eher privat und diskret unterwegs und breite nicht vor jedem meine mäßig spannende Lebensgeschichte aus. Aber wenn jemand "zu viel weiß", impliziert das für mich Erpressbarkeit, und damit kann ich wahrhaftig nicht dienen.

Bei mir gibt es nur die üblichen kleineren Ungeschicklichkeiten und Peinlichkeiten, bei denen ich nichts dagegen gehabt hätte, wenn die niemand mitbekommen hätte. Aber ich kann auch davon ausgehen, dass die allermeisten Freunde und Bekannten genug mit ihrem eigenen Leben zu tun haben, als dass sie sich groß über das meinige Gedanken machen.

Ich halte es generell für kindisch und egozentrisch zu glauben, dass ich im Leben der allermeisten Menschen mehr bin als bestenfalls eine wiederkehrende Nebenfigur und dass sich kaum jemand für mein Tun und Treiben wirklich derart interessiert, dass er sich Fakten dazu dauerhaft merkt. Das tue ich umgekehrt ja auch nicht, zumal da es im Regelfall sowieso nichts auszuschlachten gibt.

» Gerbera » Beiträge: 8999 » Talkpoints: 1,17 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ich bin auch sehr vorsichtig und bei dem Nachdenken über die Frage muss ich sagen, dass mir niemand einfällt, bei dem ich das Gefühl hätte, dass die Person einfach zu viel über mich wüsste. Sicher gibt es auch bei mir Freundschaften, die zerbrochen sind oder sich auseinander gelebt haben. Da ich aber eher zu misstrauisch bin als zu offen, mache ich mir da keine großen Sorgen.

» Barbara Ann » Beiträge: 28347 » Talkpoints: 32,79 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Im ersten Moment habe ich mich von der Frage auch nicht angesprochen gefühlt, weil meine spontane Assoziation auch wieder viel zu weit gegangen ist im Sinne einer Agententätigkeit oder mehrer dunkler Geheimnisse, die niemals ein Mensch auch nur wissen darf. :wink: Wenn man aber genauer nachdenkt, gibt es sicher in jedermanns Umfeld irgendwo in der Peripherie Menschen, die mehr über einen wissen, als es einem heute lieb ist.

Das wären zum Beispiel zerbrochene Freundschaften, wo der dazugehörige Mensch noch die die blödesten Dinge weiß, man aber mit der Person so zerstritten ist, dass man kaum ein Hallo auf der Straße rauspressen könnte. In diesem Punkt setze ich aber auf die Wechselseitigkeit des Wissens und gehe davon aus, dass dort genauso Schweigen über manche Dinge bewahrt wird, wie ich es tue. Eine andere Spezies von Mensch sind Exfreunde und ihre neuen Partnerinnen. Wie sagte eine ehemalige Freundin von mir mal: Im Bett wird immer viel ausgeplaudert.

Ich gehe davon aus, dass die neuen langjährigen Freundinnen meiner Exfreunde mich sehr viel besser kennen und viel mehr über mich wissen, als mir lieb ist, denn ich habe das selbst umgekehrt auch schon erlebt, wie viel Menschen in einer neuen Beziehung über den Ex noch erzählen.

» Verbena » Beiträge: 4058 » Talkpoints: 0,85 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Sicherlich gibt es Menschen, die viel über einen wissen und mit denen man keinen Kontakt mehr hat. Exfreunde beispielsweise und von denen würde man sich oft bestimmt wünschen sie würden weniger über einen wissen. Mir ist das egal. Ich bin vollkommen mit dem im Reinen, was ich anderen Menschen erzähle und wenn da irgendwer etwas davon weitererzählt ist es mir egal. Es gibt nur 2 Menschen in meinen Leben, die wirklich alles wissen. Mein bester Freund und mein Mann. Die halten da auch still und erzählen nichts weiter, weil ich auch alles von ihnen weiß und man sich gegenseitig vertraut. So etwas hat den Vorteil, dass man auch über alles reden kann, was einen bewegt.

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» Ramones » Beiträge: 42068 » Talkpoints: 17,66 » Auszeichnung für 42000 Beiträge


Ich kenne eigentlich niemanden, der zu viel von mir weiß. Ich gebe nicht allzu viel von mir preis, was irgendwie Problem behaftet ist. Und alles andere können die Leute ruhig wissen. Ich habe keine versteckten Leichen im Keller. Menschen, die ich nicht so gut kenne, wie zum Beispiel Arbeitskollegen, erzähle ich nicht allzu viele private Dinge, zumindest keine, die zu intim sind.

Ich mag es nicht, wenn Leute zu schnell distanzlos werden und mir schon beim ersten Treffen von den Problemen mit ihren Eltern oder mit ihren jeweiligen Freunden erzählen. Auch ihre tiefsten Gefühle möchte ich eigentlich gar nicht wissen. In solchen Fällen gehe ich immer auf Abstand.

» blümchen » Beiträge: 964 » Talkpoints: 65,03 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Man lernt ja aus Fehlern und ich glaube, dass man im Laufe seines Lebens immer vorsichtiger damit wird anderen Menschen etwas privates anzuvertrauen. Es gibt ja häufig die Situationen in denen private Dinge wieder gegen jemanden verwendet werden können.

Leider ist es ja auch häufig der Fall und bei privaten Angelegenheiten habe ich zwei langjährige Freunde, die mir alles anvertrauen und denen ich auch gern alles anvertraue. Ich habe bei ihnen auch nicht das Gefühl, dass sie jemals etwas gegen mich verwenden würden, da sie mir gegenüber auch sehr offen sind. Private Informationen haben auch viel mit Vertrauen zu tun und wenn dies nur einseitig geschieht, sollte man vorsichtig sein.

Meiner Mutter vertraue ich definitiv alles an. Es gab da aber auch schon ein paar Diskussionen, was sie nicht hätte weiter erzählen sollen, sodass sie definitiv weiß was ok ist und was nicht (das war aber auch eher so als ich noch jünger war). Meine Mutter hat immer ein offenes Ohr für mich und ich für sie. Ihr vertraue ich auch zu 100 Prozent. Es kommt hat auch definitiv auf die Leite an und was man ihnen anvertrauen möchte.

» Ela123 » Beiträge: 540 » Talkpoints: 21,39 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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