Wer und was raubt euch alles eure Lebensfreude?

vom 06.05.2020, 13:15 Uhr

Toxische Beziehungen können dazu führen, dass es einem nicht gut geht und dass man wesentlich weniger Lebensfreude hat, als man eigentlich haben könnte. Von daher ist es nur sinnvoll, sich von solchen Menschen zu trennen, die einem nicht gut tun beziehungsweise den Kontakt abzubrechen.

Doch natürlich können nicht nur Menschen einem Lebensfreude rauben, sondern auch Krankheiten, Vorfälle, Dinge oder was auch immer. Wer und was raubt euch alles Lebensfreude und inwiefern könnt ihr euch davon trennen oder auch nicht?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 34188 » Talkpoints: 8,10 » Auszeichnung für 34000 Beiträge



Schwerpunktmäßig würde ich für mich selbst sagen: die Schilddrüse. Oder die Hormone im Allgemeinen. Wenn da etwas nicht stimmt oder auch die ganz normalen, natürlichen, "gesunden" zyklusbedingten Schwankungen ihre Runden drehen, schwankt meine Laune auch. Und oft bin ich dann grundlos niedergeschlagen, unmotiviert und generell grätzig. Das nervt mich selber auch unendlich, und oft kann ich wirklich die Uhr danach stellen bzw. merke an meiner Laune, dass ich mal wieder die Tabletten neu einstellen lassen muss.

Äußere Umstände spielen bei mir dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Wenn mein Körper es zulässt, bin ich bei Dauerregen, im Wartezimmer beim Arzt oder im Stau Richtung Salzburg allerbester Dinge; wenn es mal wieder hakt, sitze ich mit Leichenbittermiene vor meinen leckeren Eisbecher im Urlaub in der Sonne, während zu meinen Füßen ein Wurf glücklicher Hündchen spielt. Bildlich gesprochen.

Und an der Beziehungsfront und was die sonstigen Sozialkontakte angeht, habe ich gründlich aufgeräumt und verbringe meine Zeit mit Leuten, die mir guttun oder mindestens egal sind. Unvermeidliche anstrengende Kontakte habe ich so arrangiert, dass ich gut damit leben kann und halte mir die Option offen, sie noch weiter zu reduzieren.

» Gerbera » Beiträge: 9180 » Talkpoints: 3,87 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Ich muss sagen, dass es nur meine Mutter ist, die mich so richtig nach unten ziehen kann. Jedoch halte ich die Kontakte möglichst gering und mache das auch eigentlich eher für die Kinder. Selber hätte ich wahrscheinlich irgendwann einfach den Kontakt abgebrochen. Mit der Variante sich nicht ständig zu sehen ist sie aber schon deutlich angenehmer und freundlicher geworden.

Ansonsten räume ich immer wieder in meinem Leben auf, lasse Menschen, die mir in irgendeiner Form schaden nicht in meiner Nähe zu. Diesen Egoismus musste ich mir erarbeiten, aber nun kann ich das gut vertreten, wenn ich das so mache. Ich bin sonst nicht so leicht aus der Bahn zu werfen und versuche immer die positiven Dinge im Leben zu sehen, weswegen mir sonst nichts die Lebensfreude nehmen kann.

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» Ramones » Beiträge: 42799 » Talkpoints: 75,12 » Auszeichnung für 42000 Beiträge



Ob meine Erkrankungen mir Lebensfreude rauben, kann ich nicht so genau sagen. Sie rauben mir Lebensqualität, das ist klar. In einem Schub geht es mir schlecht und ich brauche Hilfe, aber ob sie mir die Freude am Leben rauben? Ich denke nicht, denn sobald ein Schub beendet ist, bin ich auch gleich wieder gut drauf und gehe Dinge an, die mir Freude machen.

Depressive Phasen rauben ganz klar Lebensfreude. Sie rauben vor allem Energie. Aber ich weiß auch, dass sie irgendwann vorübergehen und dann ist die "Lebensfreude" auch wieder da. Eigentlich sind die meisten Dinge, die mir "Lebensfreude" rauben könnten eher Energieräuber oder sie mischen sich in die Lebensqualität ein. Aber die Lebensfreude an sich rauben sie mir nicht unbedingt, auch wenn ich schlechte Tage habe.

Toxische Personen schmeiße ich konsequent aus meinem Freundeskreis raus. Sie sind nur unnötige Energieräuber und ziehen mich runter. Sie können auch Freude durch ihre Art rauben. Also toxische Personen können die Lebensfreude auch einschränken, besonders wenn man sie im direkten Umfeld hat und man dauernd Kontakt zu ihnen hat. Aber dann sollte man entscheiden, ob der dicke Kontakt wirklich notwendig ist oder ob ein geplanter Anruf in der Woche ausreicht.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 11403 » Talkpoints: 29,66 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Ich glaube, dass man hier auch ein wenig differenzieren muss, um was es geht. Bei einigen Leuten hier kann ich mir nicht vorstellen, dass ihnen das beschriebene wirklich die Lebensfreude ist, sondern einfach Sachen, die im Leben vielleicht nicht so angenehm sind und dementsprechend eben auch mal anstrengend sind. Das sind dann Phasen, durch die man sich auch einfach mal durchbeißen muss.

Mir hat aber eine Zeit lang wirklich mein Job im wahrsten Sinne des Wortes die Lebensfreude geraubt. Es gab auf der Arbeit nur noch Stress, es war eine absolut schlechte Stimmung (durchgängig) und man ist schon immer mit einem sehr schlechten Gefühl zur Arbeit gegangen. Dementsprechend bin ich sehr viel glücklicher, dass ich es gewagt habe den Arbeitgeber zu wechseln und mich in ein neues Berufsfeld zu trauen, da ich merke, wie viel glücklicher ich bin und wie viel besser ich auch nachts wieder schlafen kann, weil ich keine Angst mehr vor dem nächsten Arbeitstag haben muss.

» Hufeisen » Beiträge: 5341 » Talkpoints: 83,83 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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