Welche Umstände machen das USA-Wahlergebnis so knapp?

vom 07.11.2020, 21:13 Uhr

Heute, am frühen Abend, verkündeten die Nachrichten den Sieger der US-Wahlen, Joe Biden. Die Auszählungen der meisten Staaten sind nun durch und der Wahlsieger steht ziemlich sicher fest - auch wenn Trump das Ergebnis immer noch nicht akzeptieren und anerkennen möchte.

Mich hat dennoch erstaunt wie knapp doch das Ergebnis letztendlich geworden ist. Ich, als Ausstehende, hätte mir nicht vorstellen können Trump zu wählen. Man hört jedoch, dass tatsächlich für viele die Wahl lediglich eine zwischen Pest und Cholera war. Man las in Schlagzeilen, dass die Wahl oft keine für Biden sondern gegen Trump war. Und andererseits hört und liest man ja auch weiterhin sogar von vielen Trump-Anhängern und wie diese nun in den Aufstand für ihren noch amtierenden Präsidenten gehen.

An welchen Umständen liegt es eurer Meinung nach, dass die Wahlen so knapp sind? Hat man mit Biden (einem 77jährigen Politiker) den falschen Wahlgegner gewählt?

» EngelmitHerz » Beiträge: 2578 » Talkpoints: 17,18 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Für den Wahlausgang gibt es wahrscheinlich viele Gründe. Zum Beispiel, dass die Wahlbeteiligung extrem hoch war. Es hat wohl noch nie ein Präsident elect so viele Stimmen bekommen wie Biden, obwohl es Präsidenten gab, die einen wesentlich größeren Vorsprung vor dem Gegner hatten.

Natürlich war das eine Wahl gegen Trump. Ich kenne gleich mehrere Leute, deren Antwort auf die Frage wen sie wählen werden bzw. gewählt haben "the other one" war. Weil es halt wirklich egal war, die hätte jeden oder jede genommen solange es nicht Trump ist.

Ich weiß nicht ob Biden der falsche Kandidat war, man kann das gleiche Szenario schließlich nicht mit einem anderen genauso nochmal durchspielen. Ich meine, im Vergleich zu Obama wirkt er halt schon wie der nette Onkel und hat nicht unbedingt viel Charisma. Aber andererseits hat man dadurch vielleicht die Stimmen von gemäßigten Republikanern bekommen, für die ein anderer Kandidat zu "links" gewesen wäre. "Links" ist man in den USA ja schon wenn man wie Bernie Sanders in der SPD besser aufgehoben wäre als in der CDU.

Wobei das Ergebnis jetzt aber gar nicht mehr so knapp aussieht. AP meldet 290 zu 214 und es sind nur noch drei Staaten offen. Ich glaube das sah am Anfang einfach deshalb deutlich knapper aus weil in den meisten Staaten die Briefwahlstimmen ernst nach den persönlich abgegebenen ausgezählt werden.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25750 » Talkpoints: 36,51 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


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