Welche Punkte am Älterwerden könnt ihr genießen?

vom 12.08.2019, 11:17 Uhr

Viele Leute haben ja panische Angst davor, älter zu werden. Sie fürchten sich davor, nicht mehr so gut auszusehen, gesundheitliche Probleme zu bekommen und mitzukriegen, wie ältere Verwandte und Freunde sterben oder wie sie nach und nach nicht mehr gebraucht werden. Es gibt jedoch auch Menschen, die sich zwar nicht unbedingt darauf freuen, älter zu werden, viele Punkte daran jedoch genießen können.

Es gibt vieles, das sich im Alter ändert - nicht nur das Aussehen und der gesundheitliche Zustand, sondern auch der Charakter. Manche schätzen es sehr, dann einen gefestigten Charakter zu haben oder mehr Zeit für sich, wenn die Kinder nach und nach ausziehen. Welche Punkte am Älterwerden könnt ihr persönlich genießen und weshalb?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31829 » Talkpoints: 175,86 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Ich schätze es besonders einen Platz im Leben gefunden zu haben. Einen Mann an meiner Seite, ein Kind an unserer Seite, das ist für mich erst mal mein Leben und das wichtigste.

Auch eine Ausbildung und ein Studium abgeschlossen zu haben sind sehr beruhigend. Ich bin auch kein Mensch, der nun Angst davor hat den Job sein Leben lang machen zu müssen, sondern ich sehe es eher als Basis, die ich habe und die ich immer wieder nutzen kann.

Ich bin suche nicht mehr aktiv nach irgendwas. Ich genieße es, nicht auf der Suche "sein zu müssen" wie manche Singles. Ich genieße es ein Kind zu haben und keine Angst davor haben zu müssen (gerade als Frau) älter zu werden und die Familiengründung zu verpassen.

Ich bin einfach ruhiger und gelassener geworden. Auch wenn ich natürlich weiß, dass etwas schief gehen kann, man kann den Job verlieren und eine Ehe kann schief gehen, aber aktuell bin ich sehr glücklich und aus der Position raus kann ich gut daran arbeiten, dass es so bleibt, ausruhen sollte man sich auf so wass nie.

» Maysen » Beiträge: 220 » Talkpoints: 1,01 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Es kommt darauf an, was man unter "Älterwerden" versteht, sprich, der Pubertät allmählich zu entwachsen oder als Rentner auf die 70 oder 80 zuzugehen und zu merken, wie sich eine Körperfunktion nach der anderen allmählich verabschiedet, der Freundeskreis anfängt, sich auszudünnen und die Liste der verordneten Medikamente steigt. Ich will nicht abstreiten, dass man auch beim Älterwerden jenseits der 70 noch genug zum "Genießen" findet, aber so weit bin ich noch nicht. Ich kann gerade mal das angehende Mittelalter beurteilen.

Und ich finde durchaus, dass die Vorteile noch überwiegen. Der ganze alberne Gruppenzwang aus der Jugend fällt weg, man hat mehr Geld und muss niemandem mehr Rede und Antwort stehen. Ich bin mehr mit mir selber im Reinen denn je. Auch wenn es noch viele Baustellen gibt, so machen sie das Leben doch auch interessanter, und für mich wirkt es mehr als befreiend, dass ich im Großen und Ganzen nur für mich selber verantwortlich bin.

Meine Eltern kann ich nicht mehr "enttäuschen", ich kann anziehen, mich geben, essen und toll finden, was ich will und die Nachbarn tratschen sowieso. All das konnte ich mit 20 theoretisch zwar auch, aber da habe ich mich entweder noch nicht getraut oder bin gar nicht auf die Idee gekommen, Entscheidungen ohne Rücksprache mit allen und jedem zu treffen.

Auch spielt mir im Speziellen die Tatsache sehr in die Karten, dass sich die Leute von Jahr zu Jahr weniger dafür interessieren, wann ich denn endlich einen gesunden Wurf in die Welt setze. Allmählich wurde es schon etwas lästig, Fragen abwimmeln zu müssen, ob schon etwas "unterwegs" sei. Aber mit der Zeit wirst du als unfruchtbar abgetan und folglich uninteressant und kannst noch ungenierter machen, was du willst. Das genieße ich durchaus.

» Gerbera » Beiträge: 8118 » Talkpoints: 0,91 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Gerbera hat geschrieben:Und ich finde durchaus, dass die Vorteile noch überwiegen. Der ganze alberne Gruppenzwang aus der Jugend fällt weg, man hat mehr Geld und muss niemandem mehr Rede und Antwort stehen. Ich bin mehr mit mir selber im Reinen denn je. Auch wenn es noch viele Baustellen gibt, so machen sie das Leben doch auch interessanter, und für mich wirkt es mehr als befreiend, dass ich im Großen und Ganzen nur für mich selber verantwortlich bin.

Das sehe ich genauso. Das ist doch das Beste daran, dass man älter wird und erwachsen ist. Man ist für eigene Taten verantwortlich und muss nicht mehr "erzogen" werden. Man stellt eigene Regeln auf, die man zu Hause befolgt und ist nicht mehr von Strafe und Belohnung der Eltern abhängig.

Noch besser ist es, dass man irgendwann weiß, wer man ist und was man möchte und daher weniger anfällig für Gruppenzwang durch Gleichaltrige ist (zumindest sollte das im Normalfall der Fall sein). Man ist selbstbewusst genug ohne sich von anderen großartig beeinflussen zu lassen und hat seinen eigenen Kopf.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



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