Welche Herausforderungen sucht ihr euch bewusst?

vom 15.03.2019, 19:05 Uhr

Im Alltag begegnet man ja immer wieder irgendwelchen Herausforderungen und muss schwierige Situationen meistern. Manche Herausforderungen sucht man sich ja aber auch bewusst - weil man selbst daran wachsen und neue Erfahrungen sammeln möchte. Manchmal braucht man ja etwas Neues und sucht daher neue, spannende Aufgaben, die einen fordern und mit denen man dann auch etwas Abwechslung hat.

Manche wechseln beruflich ins Ausland, weil sie diese Herausforderung möchten. Doch auch außerhalb des Berufslebens kann man sich natürlich bewusst irgendwelche Herausforderungen suchen. Wie ist das bei euch? Welche Herausforderungen sucht ihr bewusst und weshalb? Ist das schon einmal schiefgegangen bei euch?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31279 » Talkpoints: 226,82 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Ich muss sagen, dass ich der Mensch bin, der es sich gerne in seiner "Schale" bequem macht und froh ist, wenn alles seinen Gang geht und läuft. Ich brauche nicht ständig neue Herausforderungen, da grade das scheitern an Herausforderungen mich immer irgendwie stresst und es mir dann meist viel schlechter geht, während ich versuche die Herausforderung zu meistern und es den Erfolg am Ende meist doch nicht wert ist. Darum bin ich eigentlich ganz froh, wenn mein Leben so läuft wie es läuft und ich nicht immer extra Drama habe - so bin ich auch ganz glücklich. ;-)

Der einzige Bereich, in dem ich mir gerne neue Ziele und Herausforderungen setze, ist der Reitsport. Dort bin ich ganz froh darüber, wenn ich mir mit meinen Pferden immer neue Ziele stecken und darauf hinarbeiten kann. Der wesentliche Unterschied zum Berufsleben besteht aber darin, dass ich dadurch nicht pleite gehen kann, wenn mal etwas nicht klappt, und ich nicht Gefahr laufe am Ende auf der Straße zu sitzen, im Ausland, ohne Krankenversicherung. Herausforderung also gerne, aber nicht mit hohem Risiko.

» Hufeisen » Beiträge: 5178 » Talkpoints: 64,08 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Ich suche mir keine Herausforderungen, das macht das Leben schon von ganz alleine. Wenn man vorne und hinten verwöhnt und bequem sein Wohlstandsleben pflegt, kann ich schon verstehen, dass man auf den Selbstoptimierungs-Zug aufspringt und versucht, sich auf alle möglichen Arten zu "verbessern" und sein Selbstwertgefühl dadurch zu steigern, dass man sich an "Herausforderungen" aller Art versucht. Für mich fühlt sich das alles irgendwie steril und künstlich an.

Ich finde auch, dass gerade die Leute, die behaupten, etwas Spannendes und Risikoreiches zu machen, sich am wenigsten Sorgen machen müssen, dass etwas nach hinten losgeht. Da wird ein kreuzbraver, biederer, von der EU und den Eltern geförderter "Auslandsaufenthalt", für gewöhnlich auch nicht gerade beim Opiumfelder Abbrennen im ländlichen Afghanistan, sondern an einer ebenfalls kreuzbraven Uni in der westlichen Welt als DIE Herausforderung schlechthin dargestellt, während andere Leute vor der Herausforderung Obdachlosigkeit oder Transplantation oder Alkoholentzug stehen und sich wünschen würden, aktiv nach Herausforderungen suchen zu müssen weil alles viel zu glatt geht.

» Gerbera » Beiträge: 7794 » Talkpoints: 8,67 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich wüsste nicht, warum ich mir selbst gezielt Herausforderungen suchen sollte, weil sie eben Herausforderungen sind. Wenn ich mir bestimmte Ziele suche, dann weil sie mich interessieren und ich sie gerne erreichen würde und nicht, weil ich jetzt unbedingt eine Herausforderung brauche, die ich meistern muss. Wer sucht sich denn nur eine Herausforderung, weil er eine Herausforderung braucht? Da muss einem ja extrem langweilig sein, wenn man so denkt.

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» Täubchen » Beiträge: 31908 » Talkpoints: 10,10 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



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