Was ist das Laster in eurer Branche?

vom 22.04.2019, 09:15 Uhr

Laut einer Studie soll Rauchen ein Laster der Pflegekräfte sein und besonders dort ziemlich verbreitet sein. Sicherlich gibt es auch in anderen Branchen bzw. in anderen Berufen gewisse Laster, die man vermehrt beobachten kann. Wie sind eure Beobachtungen zu diesem Thema? Welche Laster sind in eurem Beruf bzw. in eurer Branche ziemlich verbreitet? Oder habt ihr da keine eindeutigen Beobachtungen und Erfahrungen machen können? Seid ihr selbst beruflich bedingt von gewissen Lastern betroffen? Welche Laster sind das?

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Also ich wüsste jetzt nicht, dass es in meiner Branche irgendwie in besonderes Laster gibt. Was mir aber viel mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist die Studie, dass wohl bei den Pflegekräften das Rauchen ein bevorzugtes Laster sein soll. Das sind ja tolle Zukunftsaussichten. Das bestärkt mich nur in meiner Hoffnung, bis zum letzten Atemzug so Fit wie möglich sein zu wollen.

Ich selber bin Nichtraucher, habe noch nie in meinem Leben geraucht, nicht mal ausprobiert. Obwohl ich aus einer Raucher-Familie stamme, Vater immer geraucht, Mutter Gelegenheitsraucher und auch meiner Schwester hat schon sehr früh damit angefangen, bin ich was das angeht absolut frei davon. Ich fand das immer schon sehr abstoßend und Ekelig, vom Kosten-Nutzen-Faktor ganz zu schweigen. Wenn ich mir dann jetzt vorstellen müsste, dass so ein Pfleger oder Pflegerin mich dann später mal betreuen soll, dreht sich mir der Magen um.

Ich finde es so nicht sehr angenehm einen Raucher wahrzunehmen, der grade aus der Raucherecke wieder reinkommt. Ich finde das Stinkt wie die Pest und ich würde es als nicht sehr angenehm empfindet, von so einer Person dann betreut zu werden.

» Kodi » Beiträge: 421 » Talkpoints: 14,45 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Vor etlichen Jahren bin ich mal in einer psychosomatischen Klinik als Patient gewesen. Mir war damals aufgefallen, dass das Pflegepersonal und die Therapeuten ebenfalls sehr stark dem Zigarettenkonsum ergeben waren. Es hatte in der Klinik so einen Raucherpavillon gegeben, der massiv vom eigenen Personal genutzt wurde.

Auch in meiner Abteilung wird relativ viel geraucht, wobei es glücklicherweise ein Rauchverbot im Gebäude gibt. Die Raucher gehen regelmäßig zum Rauchen ins Freie und stempeln dafür auch aus, sodass sie sozusagen in ihrer Freizeit rauchen.

Bei meinem allerersten Arbeitgeber Anfang der Neunzigerjahre war es übrigens noch Usus gewesen, im Büro zu rauchen. Ich hatte damals zwei Raucher im Büro sitzen, die regelmäßig das Zimmer zugequalmt hatten. Und mein damaliger Chef hatte sein Einzelbüro zur regelrechten Nebelkammer umfunktioniert. Da bin ich wirklich froh, dass es hier inzwischen bessere Nichtraucherschutzgesetze gibt.

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» lascar » Beiträge: 1775 » Talkpoints: 393,30 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Das mit den rauchenden Pflegekräften ist mir auch schon aufgefallen, selbst auf einer thoraxchirurgischen Station. Ich bin da mit Pneumothorax gelandet, es gibt natürlich auch unfallbedingte Verletzungen der Lunge und ähnliche Geschichten, aber die meisten Patienten haben halt irgendeine Form von Lungenkrebs. Man sollte eigentlich meinen, dass Menschen, die täglich sehen, was für Folgen das Rauchen hat, die Lust an der Zigarette ziemlich schnell vergeht.

In meiner Branche regiert wahrscheinlich die typische Droge vieler Schreibtischarbeiter - der gute alte Kaffee. Ich gehe aber davon aus, dass je nach Job und Druck, den man hat, auch andere aufputschende Drogen benutzt werden. Ich habe das selber noch nie mitbekommen, aber man hört eben immer wieder mal, dass bestimmte Substanzen in der kreativen Branche beliebt sind.

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» Cloudy24 » Beiträge: 23693 » Talkpoints: 31,98 » Auszeichnung für 23000 Beiträge



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