Wart ihr schon bei der psychologischen Beratung der Uni?

vom 20.03.2019, 08:05 Uhr

Soweit ich weiß hat ja jede Uni eine eigene psychologische Beratung, die man im Bedarfsfall aufsuchen kann. Ich habe zwar studiert, habe das Angebot aber nie angenommen, weil ich keinen Grund dazu gesehen habe. Ich bespreche Probleme lieber mit den engsten Angehörigen und suche so eine Lösung und vertraue mich nicht gerne Fremden an.

Ich habe gelesen, dass sich die psychologische Studienberatung immer mehr Beliebtheit erfreuen soll und dass immer mehr Studierende diese eben aufsuchen. Habt ihr persönlich mal das Angebot in Anspruch genommen? Wie gut ist die Hilfe durch die Berater vor Ort? Habt ihr euch gut unterstützt und beraten gefühlt oder gibt es eurer Ansicht nach bessere Möglichkeiten?

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» Täubchen » Beiträge: 31073 » Talkpoints: 0,51 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Es ist immer eine ziemliche Hemmschwelle sich psychologische Beratung zu suchen. Egal ob auf der Uni oder in Sozialeinrichtungen. Auf der Uni kann es sicherlich hilfreich sein, wenn es um Themen wie Uniabbruch, Schwierigkeiten mit Komillitonen oder Präsentationsangst geht. Für massive psychische Probleme sind sie wahrscheinlich weniger spezialisiert. Doch können sie es erkennen und an entsprechende Stellen weitervermitteln.

Mit einer schweren Depression oder Persönlichkeitsstörung würde ich vielleicht nicht gerade die psychologische Beratung der Uni als erstes Aufsuchen. Wobei es schon als Ressource angesehen werden kann, dass Menschen mit solchen Störungsbildern sich überhaupt Hilfe suchen.

An unserer Uni hatten wir meistens so Gruppenprogramme. Eher schon in Richtung Bewerbungstraining und Präsentationstechniken. Wenn ich so etwas mache, dann würde ich das auch eher im Einzelsetting machen. Ich habe soviel mit Menschen zu tun, da habe ich lieber diese Stunde als Wellness für die Psyche. Das ist übrigens ein guter Sichtweise. Wenn man Hemmungen hat schiebt man ein wenig diese Vorurteile weg, sondern sieht es als Seelische Massage an. Eine richtige Massage kann ja auch manchmal ziemlich weh tun, wenn da was ordentlich gelöst werden muss.

War jetzt nicht auf der Uni in psychologischer Beratung. Hatte mir jedoch mal ein paar Psychotherapiestunde gegönnt. Als ich vor einer schwierigen Entscheidung stand und eine externe Sichtweise brauchte, die nicht von meinem Freundeskreis stammt. Hatte Glück, dass ich gleich auf Anhieb auf eine gute Therapeutin traf. Die hat mir in ein paar Stunden sehr geholfen, das ganze im richtigen Blickwinkel zu sehen.

Da ich selbst aus dem psychosozialen Feld komme, ist es mit mir sicherlich nicht einfach zu arbeiten. Kenne ja die Ansätze und Methoden. Doch wie gesagt, oft ist man einfach Betriebsblind und da hilft jemand von außen. Ist einfach nichts dabei nur würde ich mir gut überlegen wo ich hingehe und welches Setting einfach zu mir passt.

» TinaPe » Beiträge: 389 » Talkpoints: 70,19 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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