Wann würdet ihr euch selbst eine Kaufsperre auferlegen?

vom 19.11.2019, 11:04 Uhr

Früher hatte ich mir tatsächlich alle paar Monate oder Jahre mal eine Kaufsperre auferlegt. Das betraf verschiedene Bereiche wie Bücher, Kosmetik und Kleidung. Teilweise habe ich da wirklich sehr viel gekauft und auch oft unüberlegt, so dass sich die Sachen bei mir häuften, ohne dass ich sie benutzt habe. An die Kaufsperren konnte ich mich aber dennoch nie so richtig halten.

Mittlerweile ist das ganz anders bei mir. Ich kaufe mir mittlerweile verhältnismäßig sehr selten Kleidung und Kosmetik. Bücher kaufe ich nach wie vor sehr viel, aber ich lese eben auch sehr viel, so dass das auch kein Problem für mich ist. Das ist ja mein Hobby. Von daher lege ich mir selbst keine Kaufsperren mehr auf. Wie ist das bei euch und in welchen Bereichen würdet ihr das tun?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 34336 » Talkpoints: 0,15 » Auszeichnung für 34000 Beiträge



Ich kaufe nur Dinge, die ich brauche oder meine zu brauchen, immerhin würde man auch mit deutlich weniger auskommen. Ich denke vorher darüber nach und wäge ab, weswegen ich auch nichts habe, was ich nicht benutze. Deswegen möchte ich mir keine Kaufsperre einlegen. So eine Sperre würde ich mir nur auferlegen, wenn ich weniger Geld zur Verfügung habe oder merken würde, dass das Ganze ungesunde Ausmaße annimmt und ich süchtig werde. Ansonsten finde ich aber, dass man das kaufen kann, was einem gut tut, wenn man das Geld dafür hat.

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» Ramones » Beiträge: 45458 » Talkpoints: 69,88 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Ich war nie eine große "Shopperin" und bin auch dank der Corona-Beschränkungen in den letzten Monaten sehr schön davon weggekommen, Dinge zu kaufen, weil ich das Gefühl hatte, dass es von mir verlangt wird. Wenn "Shoppen" auf einmal zum Gesundheitsrisiko wird und entweder so gut wie gar nicht oder nur unter strengen Auflagen funktioniert, kommt man doch ins Nachdenken, ob Konsum wirklich ein Lebensziel sein kann und sollte.

Ich meine, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorgaben sind klar und wurden im letzten Jahr auch so bestätigt. Ich als Normalbürgerin existiere, um Mehrwert zu schaffen und diverse Waren- und Finanzkreisläufe am Leben zu erhalten. Das befriedigt mich ehrlich gesagt weniger denn je. Das heißt zwar nicht, dass ich jetzt unter die mega-nachhaltigen Öko-Hipster gegangen bin, aber ich denke mir einfach: Geld, das ich spare, brauche ich nicht zu verdienen, und Verzicht ist effizienter als nach alternativen Konsummöglichkeiten zu suchen oder sich die Einkäufe mühsam schönzureden.

» Gerbera » Beiträge: 9805 » Talkpoints: 2,27 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich habe auch ein Jahr mit Konsumverzicht hinter mir. Es gab natürlich deutlich weniger Gelegenheiten in den Geschäften Geld auszugeben aber es gab auch deutlich weniger Anlässe, für die ich meinen Konsum mit "ich brauche X für Y" rechtfertigen konnte. Keine Hochzeiten und keine Familienfest, für die ich dringend mal wieder ein neues festliches Outfit "gebraucht" habe, keine Urlaube, für die die Garderobe oder die Freizeitartikel dringend ergänzt werden "müssen" und für die meisten geschäftlichen Termine musste ich nicht mal eine Hose tragen.

Ich möchte das eigentlich auch so beibehalten, wenn auch nicht so radikal, weil es hoffentlich wieder mehr Anlässe geben wird und dogmatischer Verzicht auf etwas eh nicht mein Ding ist und nur dafür sorgt, dass ich genau die Sachen, auf die ich verzichte, unbedingt haben möchte, auch wenn sie mich vorher gar nicht so sehr interessiert haben.

Bei Büchern macht für mich regelmäßiges aussortieren mehr Sinn als keine Bücher mehr zu kaufen bzw. mitzunehmen. Bei Büchern aus dem öffentlichen Bücherregal, Verschenk Börsen oder Flohmärkten kann man ja nicht sagen man wartet damit bis nächsten Monat. Deshalb schaue ich regelmäßig was ich behalten möchte, was mich tatsächlich interessiert und was ich wieder zurück in das öffentliche Bücherregal stellen oder an Freunde weitergeben möchte.

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» Cloudy24 » Beiträge: 26239 » Talkpoints: 154,85 » Auszeichnung für 26000 Beiträge



Definiere den Begriff früher? Welches Alter ist da bei dir gemeint? Denn ich kann mir schon vorstellen, dass du da eine Zeit meinst, wo du dein erstes eigenes Geld hattest und eben frei verfügen konntest. Das ist ein Alter, wo man dann auch schon mal Dinge kauft, die man nicht braucht. Ähnlich was da vor 20 bis 25 Jahren, wenn man zum ersten Mal ein Handy sein eigen nannte. Die ersten zwei bis drei Monate waren die Rechnungen entsprechend hoch. Danach hatte man sich daran gewohnt es benutzt, wenn es nötig war.

Dazu muss man sich aber nicht unbedingt eine Kaufsperre auferlegen, wenn meist kommt die Vernunft doch von allein durch. Wenn ich daran denke, wo oft meine Tochter noch vor zwei Jahren mit neuen Schuhen vom Einkaufsbummel mit der Freundin kam und heute nur noch welche gekauft werden, wenn es nötig ist. Man wird mit der Zeit einfach vernünftiger und überlegt mehr, ob man das wirklich braucht, was man gerade sieht oder ob es unnötig ist.

» Punktedieb » Beiträge: 17005 » Talkpoints: 24,44 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


Eine Kaufsperre muss ich mir nicht auferlegen, da ich sowieso nicht zu unüberlegten Einkäufen tendiere. Alles in allem kaufe ich sogar eher zu wenig als zu viel, das heißt, dass ich sogar dann noch eine ausgeleierte Jeans trage, wenn sie nach Jahren schon mal ersetzt werden könnte. Da wäre ein Neukauf einer Hose kein übertriebener Luxus mehr, und trotzdem schiebe ich das Vorhaben eine Weile vor mir her, bis ich mich endlich dazu überwinden kann.

Generell ist es so, dass mir das Einkaufen nie großen Spaß gemacht hat. Ich kaufe halt Sachen dann, wenn ich sie unbedingt brauche. Zu unüberlegten Spontankäufen kommt es so gut wie nie bei mir, weil ich in meiner Freizeit meistens andere Aktivitäten lieber mache. Sogar dann wenn ich mir beispielsweise vornehme, mir am Nachmittag endlich mal wieder neue Schuhe zu kaufen - am Abend habe ich es dann wieder nicht gemacht.

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» lascar » Beiträge: 3253 » Talkpoints: 600,50 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


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