Viel oder wenig Geld in die Ernährung investieren

vom 12.09.2021, 22:43 Uhr

Jeder setzt seine Prioritäten anders und investiert dementsprechend auch sein Geld anders. Für eine Freundin von mir ist es zum Beispiel wichtig, dass sie sich sehr gesund ernährt und sie kauft sehr gerne regional und “Bio” ein und investiert dann auch sehr viel Zeit in die Zubereitung der Mahlzeiten, wobei man auch bedenken muss, dass sie viele Sachen nicht verträgt. Dementsprechend gibt sie im Monat mehr Geld für ihre Ernährung aus als ich es tue, da ich aufgrund von Zeitmangel oft auch nur einfache Sachen koche und es dann auch nicht immer extrem gesund sein muss, solange es einfach geht und schmeckt. :lol:

Meine eigene Ernährung liegt mir also, in finanzieller Sicht, nicht so sehr am Herzen. Für mich sind auch die Eigenmarken von verschiedenen Discountern in Ordnung und ich schmecke bei fast allen Sachen auch keinen Unterschied, weshalb ich dafür nicht mehr Geld ausgeben möchte. Ich vertrage fast alle Sachen und muss deshalb nicht immer auf die Zusatzstoffe achten, wenn es um meine eigene Ernährung geht.

Wie ist bei euch das Verhältnis? Wie viel Geld gebt ihr für eure Ernährung aus und ist es in euren Augen sehr viel Geld oder macht es einen geringen Anteil aus? Kauft ihr gerne für euch Sachen, die etwas teurer sind oder eher die einfachen Produkte?

» Hufeisen » Beiträge: 5772 » Talkpoints: 19,22 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich gebe eigentlich recht viel für Ernährung aus. Okay, laktosefreie oder noch lieber vegane Ersatzprodukte sind teilweise deutlich teurer, für einen Joghurt zahlt man dann mal locker 3 Euro. Aber das ist es mir persönlich auch wert, weil eine entsprechend angepasste Ernährung mir auch dabei hilft, mich halbwegs gesund zu ernähren und mich gut zu fühlen. Dann investiere ich ehrlich gesagt lieber etwas mehr Geld und mache manchmal auch Abstriche bei manchen Dingen.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 11799 » Talkpoints: 49,01 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Ich gebe relativ wenig Geld für die Ernährung aus. Das heißt aber nicht, dass ich mich ungesund ernähre. Man kann auch einfach und trotzdem schmackhaft kochen. Auch Bio muss nicht teuer sein. Mittlerweile haben doch Aldi und Co. viele Bio-Artikel. Mit Bio-Karotten, Bio-Ingwer, Koriander vom Balkon, Pepperoni, sonstigem regionalem Gemüse der Saison, zum Beispiel Stangensellerie, Basmatireis, geräuchertem Alnatura-Tofu (gibt es auch bei Amazon, sehr zu empfehlen), Knoblauch, Sesamöl ist ein gutes, chinesisch schmeckendes Essen billiger und einfacher zu machen als ein Schnitzel oder so was. Ich koche immer in großen Mengen und friere das dann ein.

Da ich auch Laktose in größeren Mengen nicht vertrage, nehme ich Hafermilch, weil es geschmacklich am neutralsten ist. Das schlägt preislich auch nicht so zu Buche, dass ich viel davon merke. Fair-Trade Bananen sind beim Lidl auch nicht sehr teuer und ergeben in Honig gebraten eine tolle und einfache Nachspeise, Kaiserschmarrn ist auch lecker und billiger und einfacher herzustellen als irgendeine Creme-Nachspeise. Als Brotbelag gibt es zum Beispiel laktosefreien Frischkäse mit Kräutern vom Balkon oder selbst gekeimten Sprossen. Das ist viel günstiger als Wurst oder Schnittkäse.

Bei mit kostet ein Mittagessen (ohne Nachspeise) pro Person oft weniger als einen Euro. Gestern gab es zum Beispiel Kartoffeln (2,5 kg für 0,85 Euro), Spinat und Bio-Spiegelei. Ein Ei kostet 30 Cent, die Kartoffeln kann man praktisch vernachlässigen und der Spinat pro Portion vielleicht 40 Cent. Für eines meiner Kinder, das vegan ist, hätte ich statt dem Ei vielleicht einen Linsenbratling oder so was gebraten.

Manchmal habe ich einen unbändigen Appetit auf Rinderleber. Die kaufe ich immer beim Edeka für unter einem Euro pro Portion. Dazu Äpfel, die ja jetzt im Herbst auch billiger werden, und Zwiebeln. Die Kosten für den Reis dazu liegen im Centbereich pro Portion. Wenn man beim Essen sparen muss, kann man sich trotzdem gut und gesund ernähren und braucht keine exotischen, trendigen Salat- oder Gemüsesorten zu kaufen. Sauerkraut und Rote Bete sind auch gesund.

» blümchen » Beiträge: 3155 » Talkpoints: 70,06 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich finde bei einem großen Teil der Lebensmittel in Discountern oder Supermärkten den Preis für die gebotene Qualität viel zu schlecht. Auch EU-Bio kommt mir wegen der wenig zielführenden Regeln nicht ins Haus. Das heißt aber nicht, dass ich viel mehr Geld für Lebensmittel ausgebe. Häufig ist es weniger.

Ich kaufe zum Beispiel abwechselnd ein Rindervorderviertel und ein Hinterviertel. Die Färsen stehen etwa zehn Kilometer entfernt ganzjährig draußen, der Schlachthof ist etwa zehn Minuten Fahrt entfernt und klein. Das Kilogramm i kostet halb so viel wie im Discounter und das Fleisch ist einfach nur toll. Und obwohl ich weniger bezahle, bekommt der Landwirt mehr.

Unser Obst und Gemüse liefert ein Hof, der sogar noch näher liegt als die Rinderweide. Ich nehme Saisonware als Kiste zum Festpreis. Das ist zertifiziert nach Bioland und kostet weniger als konventionelle Großmarktware. Und wieder spare ich, obwohl die Hofbetreiber mehr haben.

Wildschwein bestelle ich beim Jäger vor. Ich zahle 50 Cent pro Kilogramm plus die Trichinenuntersuchung. Reh ist mit vier Euro teurer, aber im Discounter zahle ich mehr für Fleisch. Ich wohne übrigens nicht auf dem Land, sondern in einer Großstadt mit einer halben Million Einwohner in einem Ballungsraum mit über sieben Millionen Menschen. Das geht trotzdem.

» cooper75 » Beiträge: 12219 » Talkpoints: 642,54 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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