Fotoalbum selber machen

vom 31.07.2009, 23:00 Uhr

Ich hatte vor ein Fotoalbum für meinen Freund zu machen. Nun habe ich mir schon einige Seiten im Internet angeschaut und die Preise variieren für ein kleines Fotobuch zwischen 8 und 13€. Es gibt natürlich auch verschiedene Möglichkeiten dieses herzustellen. Entweder man macht dies über das Internet und lässt es sich dann per Post zukommen (+Versand) oder man kauft sich so ein Buch in einem Fotogeschäft und gestaltet es selbst. Momentan tendiere ich eher zur zweiten Variante, da ich irgendwie bedenken bei sollchen Onlinefotoalben hab, aber da ich eigentlich nicht wirklich kreativ bin, traue ich mir gar nicht zu so ein Album selbst zu erstellen.

Ich habe mit diesen Fotoalben im Internet nun überhaupt keine Erfahrungen und weiß natürlich auch nicht ob die Fotoalben, die man im Internet bestellt wirklich nachher genauso aussehen wie man sie davor im Internet bestellt hat. Daher wollte ich fragen ob jemand Erfahrungen damit gemacht hat so ein Fotoalbum zu erstellen und wie sie euch dann gefallen haben als ihr sie in der Hand hattet. Und denkt ihr überhaupt, dass so ein Fotoalbum bei dem eigenen Freund als Geschenk zum Geburtstag gut ankommt?

Benutzeravatar

» lisachen » Beiträge: 355 » Talkpoints: -0,67 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Meine Mutter hat auch einmal so mehr aus Neugier ein Fotobuch im Programm eines Anbieters per Computer zusammengestellt und sich schicken lassen.

Also insgesamt ist es schon recht aufwändig, das ganze zu erstellen, man kann ja den Hintergrund der Seiten (sogar für jede einzelne Seite) extra bestimmen, die Ausrichtung der Fotos, den Text etc..

Worauf du, falls du nun ein Fotobuch im Computer machst unbedingt achten solltest, ist: das du die Fotos möglichst nicht zu sehr in der Mitte einer Doppelseite, sondern eher am Rand positionieren solltest, weil ein Foto sonst beim Aufklappen des Buches "verschwindet", schlecht sichtbar wird oder einfach hinge"patzt" wirkt (weil du es ja zum Öffnen nicht "brutal" komplett durchdrücken solltest).

Ansonsten hat meine Mutter aber jetzt immer wieder beispielsweise nach Reisen, bei denen sie viele Fotos geschossen hatte, neue Fotobücher als Andenken zusammengestellt und ist sehr begeistert davon.

Schön ist eben auch, dass man den Einband selbst gestalten kann. Also so richtig auch mit "Buchtitel" und Cover, wenn du das denn magst.

Benutzeravatar

» Cloudx » Beiträge: 21 » Talkpoints: 0,10 »


Meiner Erfahrung nach sind diese Fotoalben sehr schöne Geschenke. Aber ich meine die selber gemachten.

Einer Freundin habe ich nach einer Geburtstagsfeier das Geschenk gemacht. Während der Feier fotografierte ich ziemlich viel. Dann ließ ich die Bilder entwickeln und kaufte ein schönes Fotoalbum. Diese war wie so eine Art starkes Ringbuch. Da habe ich dann die Fotos eingeklebt, teilweise ein bisschen überlappend, habe bestimmte Ecken an Bilder weggeschnitten usw. Das sah echt gut aus. Dann habe ich, da das Album schwarze Seiten hatte, mit einem weißen und silbernen Buntstift (es gehen auch Eddings) verschieden Sprüchle dazugeschrieben. Das Album war dann ein sehr persönliches Geschenk und meine Freundin hat sich total darüber gefreut!

Meinem Freund habe ich mal eine Art Fotokalender gemacht. Davon war er auch ganz begeistert. Also ich glaube, du solltest das Album selber gestalten und ihn überraschen. Im Internet kann es ja heutzutage jeder machen.

» Carmili » Beiträge: 539 » Talkpoints: 0,62 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Nutzt ihr für Fotobücher Onlinedienste oder eine Fotobuchsoftware?
Ich arbeite noch mit der „alten Version“ der Photo Book Software der Firma aquasoft und erläutere hier mal meine Erfahrungen und Wünsche.

Warum ich keinen Onlinedienst mehr nutzen mag:
Wer ein Fotobuch für die eigene Familie oder als Geschenk erzeugt, nutzt oftmals einen Onlinedienst. Sollen die Daten in eigener Hand bleiben oder das Buch sogar inklusive einer eigenen ISBN veröffentlichen werden, greift man meiner Meinung nach generell besser zu einem Fotobuchprogramm. Das Produkt erwarb ich in der Version 5 und testete die Demoversion 6, die der Hersteller zum kostenlosen Download anbietet.

Warum eine Fotobuchsoftware meines Erachtens Sinn machen kann? Zum einen muss bei einer geplanten Veröffentlichung ein druckfähiges PDF erzeugt werden. Onlinedienste geben ein PDF nicht an den Ersteller zurück, schließlich leiten diese das vorbereitete Buch direkt an ihren eigenen Druckdienstleister weiter. Zum anderen kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass ein Fotobuch, das bei einem Onlineanbieter über mehrere Monate hinterlegt war, von einem Tag auf den anderen ohne Vorankündigung verloren war, da der Dienstanbieter seinen Subunternehmer und somit die Software wechselte.

Um diesem Problem dauerhaft zu entgehen, erwarb ich also die Fotobuchsoftware Photo Book der Firma aquasoft. Diese stellt, ähnlich den Onlinediensten, eine Oberfläche für das Erstellen des eigenen Fotobuchs bereit. Neben der Auswahl eigener Bilder können Layoutvorgaben, Symbole, Schriften und Hintergrundfarben ausgewählt werden. Es bot also erst einmal alles, was ich mir wünschte.

Kosten:
Im Vergleich zu Onlinediensten steht die einmalige Anschaffung der Software, die je nach Ausstattung mit der hier vorgestellten 50 € Version zu Buche schlägt, die PRO-Version kostet 100 €. Die kostenlose Demoversion fügt Wasserzeichen in das fertige Produkt ein, bietet jedoch eine gute Möglichkeit, sich mit der Materie zu beschäftigen. Bereits mit Erwerb der Basisversion können alle benötigten Funktionen verwendet werden, um ein professionelles Fotobuch zu erzeugen. Dazu kommen die Kosten der Druckerei, wobei aquasoft zumindest drei Druckereien beispielhaft als Dienstleister benennt, was ich sehr hilfreich fand.

Je nach Umfang kommen weitere Kosten auf einen zu. Bedacht werden sollte wohl, dass die Anschaffungskosten der Software einmalig sind. Der Vorteil, alle Daten in eigener Hand zu behalten und die Qualität der Erzeugnisse vollständig selbst zu beeinflussen, dürfte sich bereits beim zweiten oder spätestens dritten Fotobuch amortisieren.

Meine Vorüberlegungen und Aufwand:
Wie zeitintensiv das Erstellen eines Fotobuches ist, hängt von den Vorbereitungen ab. Viele Druckereien bestehen auf eine Anlieferung der vollständigen PDF-Datei, wobei Schriften einzubetten sind und enthaltene Grafiken eine Auflösung von 300 dpi (Dots per Inch) haben müssen. Zudem arbeiten Druckereien häufig mit dem CMYK-Farbprofil, während ein Monitor das RGB-Farbprofil nutzt. Entsprechend sollten die Grafiken im CMYK-Profil in das eigene Buch eingebunden werden. Dies dürfte auch bei Onlinediensten gelten, wobei einige Druckereien sogar Grafiken mit weniger als 300 dpi entgegennehmen, was zu einem Qualitätsverlust führen kann. Werden RGB-Bilder in einer Druckerei ohne Anpassung mit einem CMYK-Profil verarbeitet, wird es bezüglich Helligkeit, Farben und Kontrast Abweichungen geben.


Vorbereitungen zur Fotobucherzeugung:
Für eine gute Qualität ist es meines Erfahrung nach also unumgänglich alle Bilder mindestens mit 300 dpi bereitzustellen, egal, ob ein Fotobuch Online oder Offline erstellt werden soll. Die Fotobuchsoftware Photo Book speichert Bilder beispielsweise nicht im Dokument selbst ab, sondern merkt sich entsprechende Pfade und Namensangaben. Wird nachträglich die Ordnerstruktur der Bilder verschoben, bleibt ein bereits erstelltes Fotobuch also plötzlich leer. Eine automatische Suchfunktion bietet Photo Book leider auch in der Version 6 nicht an.

Die Angabe einzubindender Dateien, bzw. Ordner erfolgt in Photo Book über die linksseitige Ordnerstruktur. Wer Elemente wie Sprechblasen, automatische Seitennummerierung oder Pfeile, Smileys und viele weitere Symbole zuordnen mag, kann diese aus einer Vielzahl mitgelieferter Symbole auswählen. Die einzelnen Seiten lassen sich einfarbig, mit Farbverläufen oder unterschiedlichsten Mustern aufpeppen, um den einheitlichen weißen Hintergrund zu ersetzen.

Wer vorgefertigten einheitlichen Vorgaben folgen möchte, kann für jede Seite im Buch eine der Layoutvorlagen wählen. Effekte und Textstile sind zusätzlich auswählbar, wobei bei Photo Book ein Suchfeld im unteren linken Bereich die Auswahl erleichtert. So sind eigene Fotos in Briefmarkenoptik oder Serifschriften, Scriptschriften oder serifenlose Schriften möglich.

Bereits zu Beginn der Fotobucherstellung ist zu überlegen, welche Druckerei die Daten verarbeiten soll, denn Änderungen am Projekt und somit am Buchformat führen zur Neuberechnung des gesamten Fotobuches, was wiederum eine Neupositionierung der Grafiken notwendig macht. Dies wird aber auch bei anderer Fotobuchsoftware gelten. Zwar übernimmt Photo Book diese Aufgabe automatisch, jedoch ist das Ergebnis immer zu prüfen, um auch weiterhin benötigte Abstände zum Rand einzuhalten und zu prüfen, ob eingebettete Fotos noch passend ausgeschnitten oder gestreckt sind.

Die im Vorfeld zu definierenden Projektangaben betreffen den Buchtyp (Hardcover, Softcover, vernähte oder einzelne Seiten), die Seitenanzahl und somit die notwendige Buchrückenbreite. Sie betreffen auch den für den Druck notwendigen Beschnitt sowohl des Einbandes, als auch der einzelnen Seiten. Wird ein Buch an den Druck gegeben und erst dann die Papierstärke angepasst, hat dies Auswirkungen auf den Buchrücken, da das Fotobuch insgesamt »dicker« wird.

Handelsübliches Büropapier mit 80 g ist für den beidseitigen Fotodruck aufgrund der zu geringen Opazität (zu hohen Durchscheinbarkeit) und geringen Papierstärke ungeeignet. Für einfache Fotobücher reicht sicherlich 120 g Papier. Für hochwertige Fotobücher, denen der Betrachter schon beim Umblättern die Qualität anmerkt, sollten wohl 135 g und höher gewählt werden. Somit kann bei Verwendung einer eigenen Software zur Fotobucherzeugung schon allein die Dicke des Endproduktes (Buches) sehr genau abgeschätzt werden. Bei einem Onlinedienst sind diese Angaben im Vorfeld schwer zu recherchieren.

Die Umsetzung:
Nachdem all diese Vorüberlegungen getroffen sind, kann die eigentliche Gestaltung des Fotobuches beginnen. Schnell sind Grafiken in das Photo Book hineingezogen. Per rechtem Mausklick können die Fotos in die jeweilige Bildgröße eingepasst oder zugeschnitten werden. Das Zuschneiden erfolgt in Photo Book, indem das Bild über ein Plus- oder Minus-Symbol solange verändert wird, bis der gewünschte Ausschnitt im sichtbaren Bereich dargestellt ist.

Wenn ein Bild in das Photo Book eingefügt wird, drängt es den Ersteller oftmals, sogleich einen Beschreibungstext zuzufügen. Sobald jedoch das Textfeld ausgewählt wird, verliert Photo Book den Fokus auf das zuletzt ausgewählte Bild. Mit Einfügen des nächsten Bildes beginnt die Bildauswahl immer beim allerersten Bild des Ordners, nicht an der letzten Position, was bei diesem Fotobuchprogramm die Arbeit etwas erschwert.

Zum Veröffentlichen wird im Photo Book auf der linken Seite der Eintrag mit der Bezeichnung »Ausgabe« ausgewählt. Sofort wird eine weitere Menüstruktur eingeblendet, die Angaben zu Einstellungen zulässt, wobei die Version 6 nicht nur PDF und JPEG anbietet, sondern auch einen Softproof mit geringerer Auflösung. Dies führt zu einer kleineren Datei, die einfacher per Mail versendet werden kann, sofern das Werk in der Familie oder im Freundeskreis zur Ansicht am Bildschirm weitergegeben werden soll. Druckereien können generell auch sehr große Dateien entgegennehmen.

Bei der Ausgabe werden in den Projekteinstellungen hinterlegte Parameter übernommen. Hier ist neben dem Dateinamen anzugeben, ob der Einband in eine extra Datei auszugeben ist. Diese Option wird von manchen Druckereien benötigt und ist entsprechend auch im Nachhinein noch zu klären.

Was ich mir wünschen würde:
Auch wenn Photo Book einen Softproof ermöglicht, fehlen mir genauere Informationen, z.B. ob bei der Einstellung 300 dpi auch Bilder mit geringer Auflösung automatisch auf 300 dpi geändert werden. Weiterhin wäre die direkte Ausgabe an Beispieldruckereien inkl. Voreinstellungen z.B. der Farbprofile hilfreich, um allen die Arbeit zu erleichtern, die sich nicht mit Parameter einer Druckerei beschäftigen möchten. Das Preflight sollte somit meines Erachtens zumindest folgende Punkte umfassen, die in der kleinen Checkliste vorgeschlagen sind:
A) Prüfung der Auflösung: Sind Ihre Bilder hochauflösend (mind. 300 dpi)?
B) Farbe: Sind Druckdaten in CMYK angelegt
C) Ist das Farbprofil eingebettet?
D) Sind Transparenzen richtig angelegt?
E) Sind weiße Objekte auf *Überdrucken* angelegt?
F) Sind alle Linien größer als die notwendigen 0,25 pt angelegt?
G) Sind alle Schriften vollständig eingebettet? (Achtung bei Veröffentlichung außerhalb des eigenen Bekanntenkreises sind die Lizenzbedingungen der Fonts zu beachten!

Mein Fazit:
Wer sein Fotobuch selbst mittels Fotobuch-Software erstellt, behält alle Parameter und seine Daten in der Hand, inklusive aller Einstellungen, die der Qualität des Ergebnisses dienen. Das Nutzen von Onlinediensten erspart hingegen die teils umfangreiche Einarbeitung, um den Bedürfnissen einer Druckerei gerecht zu werden. Meine Frage an Euch: Welche Software setzt ihr ein und warum?

Benutzeravatar

» Stefan-Wichmann » Beiträge: 35 » Talkpoints: 9,21 »



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^