Mögt ihr diese ganz winzigen Hunderassen?

vom 08.12.2012, 13:53 Uhr

Hunderassen gibt es ja in allen Größen und Formen und jeder Tierfreund hat theoretisch die breite Auswahl. Mich würde interessieren, wie ihr zu diesen ganz winzigen Taschenhunden wie Chihuahuas, Rehpinscher oder Yorkshire Terriern steht. Hund ist Hund, egal welche Größe? Oder sind diese Rassen eben für Stadtwohnungen ideal und haben schon daher ihre Daseinsberechtigung? Oder betrachtet ihr die Winzlinge eher als "Spielzeug"denn als richtige Hunde und Familienmitglieder?

Ich selber mag Hunde generell gern, stehe aber den oben genannten Minirassen eher skeptisch gegenüber. Meiner Erfahrung nach werden diese Tierchen oft nicht so erzogen und gehalten wie "normalgroße" Hunde. Weil sie so klein und niedlich sind, dürfen sie bei Frauchen und Herrchen oft machen was sie wollen und werden zu unerträglichen Kläffern. Eine Dame bei mir im Viertel diskutiert(!) beispielsweise täglich mit ihrem winzigen Malteserchen, weil der Kleine nicht mehr laufen will und sich einfach hinsetzt. Das finde ich oft lächerlich, wenn der Mini Pinscher sozusagen die Leine in der Hand hat.

Außerdem wirken die Tierchen für mich oft sehr gestresst und nervös, wenn sie in ihren Taschen und Mäntelchen durch die Stadt bugsiert werden oder neben ihren Haltern her wuseln. Da frage ich mich, ob man dem Hund so wirklich ein Artgerechtes Leben bieten kann, wenn ihn jede Katze in die Flucht schlagen kann und das Tier kaum noch den Boden berührt. Bei den ganz kleinen besteht doch bestimmt auch Verletzungsgefahr, weil sie einfach übersehen werden. Wenn ich mir selber einen Hund zulegen würde, würde ich etwa Kniehöhe anstreben.

» Gerbera » Beiträge: 11303 » Talkpoints: 45,45 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Mein Hund ist in der Größe eines Jack Russel Terriers, also auch nicht so groß. Ich würde nicht sagen, dass meine Hündin schlecht erzogen ist, aber ich habe schon viele Besitzer kleine Hunde gesehen. Manche haben es super im Griff und den Hund auch erzogen und andere eben nicht. Ich denke gerade weil die Kleinen so süß aussehen lässt man ihnen manchmal etwas durchgehen, was man aber nicht machen darf, sonst tanzt einem der Hund auf dem Kopf herum. Aber ich denke nicht, dass es mehr Hundebesitzer von kleinen Hunden sind, die ihre Hunde nicht im Griff haben.

Das mit der Verletzungsgefahr ist echt eine witzige Sache, weil es wirklich sehr viele Leute ansprechen. Als meine Hündin Welpe war, habe ich ständig gehört, dass man da ja aufpassen muss, dass man nicht drauftritt. Tatsächlich ist es aber nur ein Mal passiert, das ich sie leicht erwischt habe und das war bei einer sehr freudigen Begrüßung nach einer Woche Abwesenheit, weil sie so überschwänglich um mich gelaufen ist. Ansonsten passen die Hunde ja aber auch auf und haben ja auch einen Selbstschutz. Man achtet ja auch auf das Tier. Auf kleine Kinder tritt man ja auch nicht nur, weil sie so klein sind.

Man sieht, ich stehe kleinen Hunderassen eigentlich nicht abwertet entgegen, sondern befürworte sie. Manche Rassen sind aber zu überzüchtet. Ich finde es beispielsweise sehr schlimm, wenn ein Mops nicht mehr richtig Luft bekommt. Ansonsten ist es aber sehr schön, wenn man eben kein Haus hat, einen kleinen Hund zu haben.

Weniger Aufwand hat man damit nicht. Ganz im Gegenteil. Mein kleiner Hund ist wilder als manch großer Hund und hat viel Power in den Knochen. Viele kleine Hunde haben einen Jagdtrieb und deswegen bewegen sie sich viel und gerne. Man kann ihn denen auch ein bisschen abgewöhnen, aber ich denke, dass man das nur bis zu einem gewissen Punkt regulieren soll.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


Ich kenne das Problem, dass die kleinen Hunde meist nicht so gut erzogen sind, ziemlich gut. Besonders häufig ist es auch so, dass die Besitzer der kleinen Hunde ihre "Angstkläffer" ganz nah an meinen heranlaufen lassen, weil die ja "nichts tun". Das Problem ist bloß, dass mein Hund (Schultermaß ca. 70 cm) zwar eigentlich ganz friedlich ist, sich aber leicht provozieren lässt und schon mal nach kleineren Hunden schnappt, wenn sie ihn die ganze Zeit anknurren und ankläffen. Dann finde ich es einfach verantwortungslos von den Hundebesitzern der kleinen Hunde, ihre Hunde nicht zu erziehen oder zumindest, wenn sie nicht erzogen, ihre Hunde zumindest bei Fuß gehen zu lassen. Schlimmer ist jedoch, wenn die kleinen Hunde aus Angst zwicken und ich, wenn mein Hund dann knurrt oder schnappt, dann plötzlich schuld bin und "das Monster" an der Leine habe. Dabei tut mein Hund gar nichts!

Deswegen bin ich allerdings nicht strikt gegen die kleinen Hunde, da ich auch schon welche kennengelernt habe, bei denen die Hunde gut erzogen waren und auch ein gewissen Sozialverhalten (wie Hunde das normalerweise ja normalerweise haben) aufwiesen. Mit denen kam mein Hund dann auch super klar. :wink:

Ich selbst würde mir zwar keinen so kleinen Hund anschaffen, aber ich denke, dass das Problem nicht die kleinen Hunde an sich sind, sondern die Besitzer, die ihre Hunde nicht erziehen. Solche gibt es bei größeren Hunde aber auch. :wink:

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» Fluffeltuch » Beiträge: 797 » Talkpoints: 3,85 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich habe einen Shih tzu, den man von der Größe her, sicherlich mit einem Malteser vergleichen könnte. Allerdings finde ich es auch wichtig, dass Hund erzogen bzw. ein gewisses Maß an Grundkommandos beherrschen. Da ist es mir dann auch egal, ob es sich um einen kleinen Chihuahua handelt oder eine Dogge. Leider werden kleine Hund immer unterschätzt und viele meinen, dass sie weniger Auslauf, Aufmerksamkeit und Beschäftigung oder Erziehung brauchen. Aber das ist ein Irrglaube und schnell kommt dann das böse erwachen, wenn der Hund nicht hört und keinen Stratzen erzogen ist.

Für mich sollte ein Hund ein Hund bleiben, egal welche Rasse oder Größe er hat. Ich halte nichts davon, wenn er schicke Kleidchen an bekommt und in einer Handtasche durch die Weltgeschichte getragen wird. Wozu hat der Hund vier Beine? Es ist sicherlich auch nicht gesund für den kleinen Vierbeiner, wenn er so verhätschelt wird und sich nicht austoben kann. Auch kleine Hunde, sind eben vollwertige Hunde! Das sollte man eben nicht vergessen.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Ich muss sagen, dass ich diesen ganz kleinen Hunderassen auch recht skeptisch gegenüberstehe. Es gibt viele, die auch richtig gut erzogen sind und eben bei ihren Besitzern auch Hunde bleiben dürfen, das finde ich schon wichtig. Viele sind aber für ihre Besitzer scheinbar auch als Kinderersatz da und dann finde ich es schon schwierig. Wenn diese Hunde der kleinen Rassen gut erzogen sind, dann respektiere ich sie auch und finde schon, dass es egal ist, wie groß ein Hund ist.

Wenn diese kleinen Hunde aber derart verzogen werden, dass sie ständig kläffen oder einfach nicht gehorchen, dann finde ich das nicht mehr so lustig. In dem Stadtteil, in dem ich arbeite, hat eine Frau auch einen winzigen Hund, ich weiß nicht, von welcher Rasse. Meistens trägt sie das Tier durch die Gegend. Wenn sie ihn mal an der Leine hat, habe ich auch immer die Befürchtung, dass jemand auf das Tier tritt, weil es so winzig ist. Wenn ich mir mal einen Hund anschaffe, dann möchte ich auch eine größere Rasse haben.

» Barbara Ann » Beiträge: 28940 » Talkpoints: 57,59 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Ich bin selbst Hundebesitzer, kann aber mit diesen ganz kleinen Hunderassen nicht wirklich etwas anfangen. Gegen die Hunde selber habe ich nichts, die Besitzer finde ich aber oft wirklich nerv sehr anstrengend. Die Situation mit den kleinen, ohne Leine herumlaufenden Hunden, die zu meinem rennen und ihn anknurren und zwicken kenne ich auch. Mein Hund reagiert zwar nicht darauf, trotzdem ärgere ich mich jedes Mal darüber. Und ich wäre meinem Hund auch nicht böse, wenn er sich einmal zur Wehr setzen würde. Das Verhalten der Besitzer dieser kleinen Hunde finde ich in solchen Situationen sehr fahrlässig.

Außerdem mag ich größere, etwas robustere Rassen auch aus anderen Gründen lieber. Ich finde es toll, bei jedem Wetter lange Touren mit meinem Hund machen zu können und auch ihn neben dem Fahrrad laufen zu lassen. Auch wenn die Besitzer der kleinen Hunde sagen, dass auch diese viel Auslauf brauchen, so glaube ich dennoch nicht, dass man all diese Dinge mit ihnen ebenso gut machen kann. Ich denke, dass sie körperlich einfach nicht robust genug sind und mit ihren kurzen Beinen auch nicht so schnell laufen können. All diese sportlichen Aktivitäten mit meinem Hund zu unternehmen genieße ich einfach sehr und mit einem kleinen Hund wäre das wohl in der Form nicht möglich.

» nafti » Beiträge: 425 » Talkpoints: 13,52 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich würde sagen, dass solche ganz kleinen Hunderassen für mich zwar durchaus Hunde sind, weil ich immerhin weiß, dass es sich so verhält. Gleichzeitig wären es aber wohl keine Hunde für mich, zumal ich auch schon einige Male von schlimmen rassetypischen Erkrankungen der ganz kleinen Rassehunde gehört habe, die kleiner sind als eine Katze und gleichzeitig auch ein gewisses Mitleid mit solchen kleinen Wesen habe, vor allem, wenn diese in Taschen umhergetragen werden oder ständig nur auf dem Arm ihrer Besitzer gehalten werden, ohne auch selbst mal laufen zu dürfen. Sicherlich gibt es ganz kleine Hunde nicht nur als Rassen, sondern auch als Mischlinge, aber diese resultieren wiederum aus der Paarung verschiedener Rassehunde. Dass ein sehr kleiner Mischlingshund nicht zwingend die typischen Rassehundeerkrankungen haben muss, ist klar, aber gleichzeitig auch nicht ganz ausgeschlossen, soweit ich weiß.

Hunderassen, die ich als klein bezeichnen würde, wie Jack Russell Terrier, aber eben nicht als ganz oder zu klein, sind schon aufgrund ihres Zwecks, für den sie einst gezüchtet wurden, für mich etwas anderes. Leider kann zwar im Grunde genommen jede Hunderasse in Mode kommen, aber grundsätzlich zählen diese kleinen Terrier wohl eher selten zu den typischen verhältschelten Taschenhündchen, und ich glaube auch, dass so etwas mit einem Terrier vermutlich aufgrund seines Wesens und seines Bewegungsdrangs schon gar nicht realisierbar wäre. Ich meine eben, dass ein Hund gesehen und gehalten werden sollte wie ein Tier, was bedeutet, dass er sich frei bewegen können sollte, ohne mit irgendwelchem Schmuck oder Schleifchen versehen zu werden, ohne ständig auf dem Arm getragen oder ein eine Tasche gesetzt zu werden. Diese sehr kleinen Hunde, die in meinen Augen verhätschelt werden, haben auch nach meiner Beobachtung unglaublich häufig Angst vor allem möglichen, was ich bei Hunden einfach traurig finde.

Auch ich würde eher einen Hund wählen, der in etwa Kniehöhe hat und der Hund, der ab dem neuen Jahr bei mir einziehen wird, geht mir knapp über das Knie, was ich als optimal finde, zumal er ebenfalls ein Mischlingshund ist, in dem ganz offensichtlich ein Terrier steckt und ich diese Hund eher als unerschrocken und naseweis kenne als eben als ängstlich und nervös. Das finde ich für mich nun auch passender und ich denke, dass dieses zu einem selbst Passende auch eine nicht unerhebliche Rolle bei der Auswahl darstellen sollte. Gleichzeitig will ich nicht so anmaßend sein, zu sagen, dass ganz kleine Hunde für mich keine Hunde sind, nur, weil ich sie zu klein finde.

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» moin! » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 22,73 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich bin ein Freund von ganz großen, massigen Hunden und ich kann deswegen den kleinen Rassen eigentlich nichts abgewinnen. Ich habe nun keine ganz besondere Abneigung gegen kleine Hunde, aber für mich selber wäre so ein Hund nichts. Ich würde ihn vermutlich andauernd übersehen und ich hätte Angst davor, dass er verletzt wird,weil man ihn eben übersieht.

Außerdem wäre ein solcher Hund für meinen Lebensstil nicht besonders gut geeignet, denn ich lebe und arbeite mit großen Tieren zusammen, die ganz sicher nicht immer auf meinen kleinen Hund achten würden und manchmal auch schon kniehohe Exemplare überrumpeln. Das ist mir einfach zu gefährlich, für beide Tiere. Denn auch ein kleiner Hund kann, wenn er in Panik gerät, seine Zähne einsetzen und damit erheblichen Schaden anrichten.

Das man so einem Hund aber ein artgerechtes Leben bieten kann, das denke ich durchaus. Artgerecht heißt ja nicht, dass jeder Hund unbedingt jagen dürfen muss oder viel Bewegung benötigt. Ich denke, dass so ein kleiner Hund einfach andere Bedürfnisse hat und dass man diese durchaus erfüllen und dem Hund somit ein schönes Leben bieten kann, welches ihn auch erfreut und beiden Parteien, also Hund und Herrchen, Spaß macht. So etwas hat ja nichts mit der Größe der Rasse eines Tieres zu tun oder damit, wie nervös sie zu sein erscheinen.

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» olisykes91 » Beiträge: 5367 » Talkpoints: 24,16 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Ich bin absolut kein Fan von solchen kleinen Hunden, auch wenn sie teilweise recht niedlich sind. Ich persönlich habe aber eher die Vorliebe für etwas größere Hunde. Wenn ich etwas kleines zum schmusen suche dann gehe ich zu meiner Katze. Bei einem Hund möchte ich ja dann auch entsprechend Gassi gehen oder die typischen Hundespiele mit ihm machen, sprich Stöckchen holen und so weiter. Das kann man mit kleinen Hunden nur bedingt machen. Sie wirken auch teilweise so extrem zerbrechlich und ängstlich. Das wäre nichts für mich, aber anderen gefällt das eben und das kann ja schließlich jeder für sich selbst entscheiden.

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» Zohan » Beiträge: 4398 » Talkpoints: 16,33 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Oh Gott, diese missglückten Mutationen sind einfach furchtbar. Immer wenn ich solch eine Fußhupe sehe die zitternd auf ihren mickrigen Beinen stehen dann wird mir ganz schlecht. Hier wird mir immer wieder deutlich wie unterschiedlich doch die Geschmäcker sind und dass für Geld noch jeder so absurde Wunsch durch die Züchter erfüllt wird. Ehrlich, ich glaube solche Hunde haben keine Daseinsberechtigung. Sie sind zu nichts nütze wenn man mal die Freude der Besitzer nicht betrachtet.

Es wurde ja auch schon erwähnt dass solche Tiere sehr schlecht erziehbar sind und oftmals ohne Ende von ihrem Besitzer verwöhnt werden. Meine Eltern hatten einmal Bekannte zu Besuch die so ein Vieh mitbrachten. Der durfte absolut alles, richtete erheblichen Schaden an und er fraß nur teures Kalbfleisch. Die Eigentümer sprachen mit dem Tier in Babysprache und in hohen schrillen Tönen. Kein Wunder auch, sie hatten es Kindesstatt.

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» hooker » Beiträge: 7217 » Talkpoints: 50,67 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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