Kaiserschnitte: Das Gefühl was verpasst zu haben?

vom 12.04.2010, 12:50 Uhr

Da ich sehr große Kinder, mit einem sehr großen Kopfumfang bekommen habe, mussten beide mit Kaiserschnitt kommen. Das erste Kind ist per Notkaiserschnitt wegen Geburtsstillstand per Kaiserschnitt gekommen und das zweite Kind war ein geplanter Kaiserschnitt, weil es wieder ein großes Kind war. Mein damaliger Mann, der Vater der Kinder, war nicht grade nett, nachdem auch das zweite Kind per Kaiserschnitt kam und er meinte, dass ich "noch zu blöd" für eine normale Geburt wäre. Da ich nämlich damals noch Vollnakose bekommen hatte, durfte er bei den Geburten nicht dabei sein.

Dieser Satz hat mich aber trotzdem geprägt und irgendwie glaube ich, dass dieser Satz auch daran Schuld ist, dass ich das Gefühl habe, in meinem Leben was verpasst zu haben. Ich habe mir immer Kinder gewünscht und habe alle Frauen beneidet, die das Kind auf normalem Wege bekommen haben. Auch heute habe ich noch das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe.

Geht es anderen Kaiserschnittmüttern ähnlich? Oder lag es vielleicht an meiner Vollnarkose, wo ich ja nichts mitbekommen habe? Oder war der Satz meines Exmannes vielleicht auch prägend? Die Erfahrung einer normalen Geburt werde ich wohl nie mehr erfahren. Aber mich belastet es schon, dass ich das Gefühl habe, dass ich was verpasst habe

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» Diamante » Beiträge: 40987 » Talkpoints: 157,80 » Auszeichnung für 40000 Beiträge



Meine erste Geburt war auch ein Notkaiserschnitt, allerdings nur mit Spinalanästhesie. Ich war also bei vollem Bewusstsein. Allerdings fand ich es auch hart, dass man mir nach dem Herausschneiden mein Kind nur ganz kurz gezeigt hat und dann zur medizinischen Versorgung weggebracht hat. Das war medizinisch notwendig, aber sehr belastend für mich.

Nur im Gegensatz zu Dir hatte ich danach mehr Glück und konnte ohne Kaiserschnitt entbinden. Die weiteren Geburten von mir waren allerdings sehr hart, viele Stunden Wehenarbeit, Komplikationen und alles drum herum. Trotzdem möchte ich dieses Erlebnis nicht missen. Ich kann auch sehr gut verstehen, wie Du dich fühlst. An mir nagte nämlich genau der selbe Zweifel, ob ich irgendwie eine minderwertige Mutter sei. Das Erlebnis, wenn man sein Baby im Arm hält, dass man soeben mit eigener Kraft zwischen den Beinen herausgepresst hat, lässt sich mit nichts auf der Welt vergleichen. Es war wunder-wunder-wunderschön. Ich hatte von den Hebammen da auch die Gelegenheit bekommen, mit meinen neu geborenen Kindern ausgiebig zu kuscheln, da es ihnen gesundheitlich gut ging.

Letztlich gab es aber auch nach dem Kaiserschnitt einen Augenblick, wo mir zum ersten Mal mein Kind in den Arm gelegt wurde. Das war auch wunderbar. Annähernd so schön, wie bei einer normalen Geburt. Wenn Du also nochmal über ein weiteres Kind nachdenkst, solltest Du den Arzt mal fragen, ob bei Dir auch ein Kaiserschnitt mit Spinalanästhesie in Frage käme. Man bekommt auf jeden Fall mehr von der Geburt, beispielsweise den ersten Schrei, mit und spürt trotzdem nichts von der OP.

Was deinen Ex-Mann betrifft: Keine Ahnung ob das Gedankenlosigkeit oder Hilflosigkeit war. Meiner Meinung nach hat er sich allerdings wie ein ausgemachtes Arschloch benommen und Dich in einer sehr sensiblen Stelle verletzt. Gerade als Mann, der niemals beurteilen kann, welche Schmerzen eine Geburt mit sich bringt, dürfte er sich so einen Kommentar gar nicht erlauben. Wie Dein Ex-Mann ist, weiß ich nicht. Viele Männer neigen allerdings dazu, in Gegenwart von Ärzten total ängstlich zu werden. Dann riskieren sie auch noch eine dicke Lippe, was gebärende Frauen und ihre Leistungen angeht. Deine Wut und Deine Verletzung ist absolut angemessen und nachvollziehbar. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass diese Grenzüberschreitung einen Anteil daran hat, dass dein Mann jetzt die Vorsilbe Ex spazieren trägt. Wenn das so ist, ich kann dich sehr gut verstehen.

Ich kann deine Gefühle, als Mutter versagt zu haben gut nachvollziehen. Mir ging es bis zur natürlichen Geburt auch so. Allerdings im Nachhinein bewerte ich die Sache doch anders. Es gibt eben Schwangerschaften, die nicht ohne ärztliche Hilfe gut ausgehen. Beispielsweise wie bei Dir, wenn eine Frau ein viel zu großes Kind austrägt. Wenn die Frau dann alles riskiert, trotzdem eine normale Geburt versucht, hat sie sehr sehr viel für ihr Kind getan. Wenn sie dann auch noch einen Kaiserschnitt auf sich nimmt, um das Leben des Kindes zu retten, riskiert sie weit mehr, als eine Frau mit Vaginalgeburt. Im Grunde kannst Du stolz auf Dich und deinen Mut sein. Schließlich sind Kaiserschnitte weit riskanter für die Mutter als Vaginalgeburten.

Letztlich ist ja die Qualitätsprobe einer Mutter nicht mit der Geburt abgeschlossen. Was hilft dem Kinde eine Vaginalgeburtsmama, die ihn nach der Geburt vernachlässigt? An die eigene Geburt kann sich später kein Kind je mehr erinnern. Viel prägender sind all die Jahre der Kindheit danach und da kannst Du wirklich genauso viel geben, wie alle anderen Mamas auch.

Wenn Du trotz allem Probleme hast loszulassen, dann sprich doch mal eine Hebamme an. Die kümmern sich auch um Frauen lange nach der Geburt. Oder wenn Dir das lieber ist, kann Dir sicherlich auch ein guter Therapeut deine Last von den Schultern nehmen.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12158 » Talkpoints: 172,49 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


@trüffelsucher: Der Zug für eine Schwangerschaft und damit das Erlebnis einer normalen Geburt, ist für mich abgefahren. Mit fast 50 möchte ich mir und auch einem weiteren Kind es ersparen. Denn dafür gibt es erstens zu viel Komplikationen und zweitens bin ich auch zu alt dafür. Ich werde also nie wieder eine Schwangerschaft erleben. geschweige denn den ersten Schrei des Babies mitbekommen. Selbst wenn man eine Spinalanästhesie machen könnte.

Ich habe das eigentlich nie irgendwo angesprochen, dass mir was gefehlt hat und immer noch fehlt. Aber du hast bestimmt Recht, wenn du sagst, dass ich auch viel für meine Kinder aufgenommen habe bei der Geburt. Ich konnte nciht mal erleben, wie ich das Baby nach der Geburt auf meinen Bauch gelegt bekam. Denn damals, vor 23 und 21 Jahren war es noch üblich Vollnakose zu geben. Zumindest in dem Krankenhaus, indem ich entbunden habe.

Mein Exmann ist da eine Sache für sich. Er war sehr gefühlsarm, was das anging. Leider habe ich es zu spät gemerkt. Darum ist es auch mein Exmann.

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» Diamante » Beiträge: 40987 » Talkpoints: 157,80 » Auszeichnung für 40000 Beiträge



Es ist ja zur Zeit modern, eine Doula in den Kreißsaal mit zu nehmen. Das sind geburtserfahrene Frauen, die andere Frauen bei der Geburt begleiten. Vielleicht wäre ja das etwas für Dich? Dann würdest Du zumindest indirekt einmal eine Geburt bei Bewusstsein live erleben. Natürlich ist mir auch bewusst, dass das in keinem Fall eine eigene Geburtserfahrung ersetzen kann. Aber es ist bestimmt beeindruckend.

Noch eine Idee kommt mir da: Du hast zwei Kinder im gebärfähigen Alter. Hast Du eine Tochter oder gar Töchter? Vielleicht kannst Du dann ja bei der Geburt deines Enkelkindes dabei sein? Heute geht es in Kreißsälen ja relativ ungezwungen zu und die Begleitung durch Eltern oder andere nahe Verwandte wird oft gerne gesehen.

Es gibt ja auch heute noch viele Männer,die nicht unbedingt im Kreißsaal dabei sein wollen, weil sie sich der Verantwortung nicht gewachsen fühlen. Letztlich ist dies aber nur zu empfehlen, wenn man ein wirklich harmonisches Verhältnis mit seiner Tochter hat und das eigene Kind wirklich einverstanden ist. Wenn meine Kinder das wollen würden, ich würde in jedem Falle mit gehen und bei der Geburt unterstützen.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12158 » Talkpoints: 172,49 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Hast Du eine Tochter oder gar Töchter? Vielleicht kannst Du dann ja bei der Geburt deines Enkelkindes dabei sein?

Ich habe eine Tochter, die noch in der Ausbildung ist und die sich hoffentlich noch ein wenig Zeit lässt mit einem Kind. Aber ich denke, dass sie ihren Partner mitnehmen würde in den Kreißsaal. Wir haben zwar ein gutes Verhältnis und ich würde auch bestimmt nicht nein sagen, aber der Partner hat dann Vorrang.

Es ist ja zur Zeit modern, eine Doula in den Kreißsaal mit zu nehmen. Das sind geburtserfahrene Frauen, die andere Frauen bei der Geburt begleiten.

Eine Geburt mit einem wildfremden Menschen mitzumachen und mitzuerleben, stelle ich mir aber von beiden Seiten sehr schwer vor. Und ich bin ja nicht geburtserfahren. Die Erfahrung einer Geburt fehlt mir ja voll und ganz. Ich weiß aus eigener Erfahrung ja gar nicht, wie es ist ein Kind auf die Welt zu bringen. Das ist es ja, was mich so traurig macht und wo ich mit zu kämpfen habe.

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» Diamante » Beiträge: 40987 » Talkpoints: 157,80 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Ich hatte heute die gleiche Diskussion mit einer Freundin, die wie sich heute entschieden hat, nächste Woche am Montag einen Kaiserschnitt wegen Beckenendlage haben wird. Wir haben dann lange über die Vor- und Nachteile beider Geburtsvarianten diskutiert, also über die Möglichkeit eines Kaiserschnittes als auch über normale Geburten.

Ich selber hatte eine normale Geburt und bin auch sehr froh darüber. Eine andere Freundin von mir hatte ebenfalls wegen Beckenendlage einen Kaiserschnitt und sie hat mir sehr häufig gesagt, dass ihr etwas abgeht. Sie weiß nicht so genau was, aber es fehlt ihr etwas. Sie hätte so gerne erlebt, wie die Wehen sind, wollte auch nicht schon im Vorhinein wissen, wann nun die Geburt sein wird und es fehlt ihr auch die Zeit direkt nach der Geburt.

Viele werden nun vielleicht aufschreien und sagen, dass sie froh sein soll, dass ihr die Erfahrung mit den Wehen fehlt, aber das sehe ich nicht so. Natürlich findet keiner Wehen angenehm, aber ich hätte sie nicht missen wollen. Sie gehören zu einer Geburt einfach dazu. Vielleicht kann ich aber auch so frech reden, weil ich eine sehr schöne Geburt hatte. Schmerzvoll war sie jedoch so wie wohl jede andere Geburt auch. Allerdings glaube ich, dass man mit einem Kaiserschnitt in der Summe genauso viele Schmerzen hat, wenn auch zu einem anderen Zeitpunkt.

Ich war froh, dass die Hauptschmerzen bei der Geburt waren. Natürlich hat man nachher auch noch Schmerzen, aber die sind rasch zum Großteil verschwunden. Und da will man sich ja auch lieber um das Baby kümmern als um Operationswunden vom Kaiserschnitt.

In meinem Nachbarbett im Spital hatte die Frau einen Kaiserschnitt. Ich habe es zum Beispiel auch sehr schade und traurig gefunden, dass sie die ersten zwei Tage ihr Baby gar nicht selber wickeln konnte, weil sie solche Schmerzen hatte. Das mag nun auch unterschiedlich sein, viele können auch sehr bald danach aufstehen, aber meine Bettnachbarin konnte das nicht. Ich konnte meinen Sohn von Anfang an selber wickeln und anziehen. Das war wichtig für mich, da nicht nur aus dem Bett zuzusehen.

Den Trend einer Doula kenne ich übrigens nicht und habe davon auch noch nie etwas davon gehört. Aber selbst wenn ich davon etwas gehört hätte, hätte ich die Möglichkeit nicht in Anspruch genommen, obwohl ich auch so ein feinfühliges Schmankerl von Expartner hatte.

Ich durfte mir zum Beispiel 13 Stunden nach der Geburt anhören, dass er froh sei, dass unser Sohn nicht eine Woche früher gekommen ist, weil der arme hatte da solch arge Kreuzschmerzen, die ärger als Geburtsschmerzen waren. :D War wohl ein sehr gut gewählter Zeitpunkt, diese Aussage. Am Tag der Geburt hatte der Arme ja auch noch Kreuzweh und so hat er unseren Sohn nicht einmal hochgehoben, damit er sich nicht nochmal das Kreuz verreißt. Ich habe das für ihn machen "dürfen". Na ja, Männer fühlen halt doch immer wieder mit. :D

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» tournesol » Beiträge: 7534 » Talkpoints: 11,21 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ich habe meine Kinder auch per Kaiserschnitt bekommen und selbst im Jahr 2003 wurde da eine Vollnarkose gemacht. Allerdings habe ich auch diese Rückenmarksnarkose im Vorfeld schon abgelehnt, weil mir einfach das Risiko von bleibenden Schäden grösser erscheint, als bei einer Vollnarkose.

Und nachdem was ich im Kreißsaal vorher mitgemacht habe, die Angst um eine Tochter, weil man sie über das CTG nicht mehr reinbekam. Ich bin froh, das man sich zu einem Kaiserschnitt entschlossen hatte. Wobei mir das schon einige Stunden eher klar war, das es auf normalem Wege nichts wird.

Ich kann auch nicht behaupten, das ich etwas vermisse. Ich war einfach nur glücklich, das meine Kinder kerngesund auf die Welt gekommen sind. Das steht für mich im Vordergrund. Auch wenn ich noch in einem Alter bin, wo ich noch einige Jahre Kinder kriegen kann, würde ich wegen dem Erlebnis Spontangeburt keines in die Welt setzen.

» Punktedieb » Beiträge: 16333 » Talkpoints: 29,44 » Auszeichnung für 16000 Beiträge



Ich glaube nicht, dass du durch den Kaiserschnitt und der Vollnarkose etwas verpasst hast. Ich selber habe meinen Sohn zwar nicht per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht, kann also somit nicht unbedingt sagen, wie es denn gewesen wäre, wenn es ein Kaiserschnitt geworden wäre.

Allerdings hätte ich mir einen Kaiserschnitt gewünscht. Mein Sohn war ebenfalls sehr groß mit 54cm und sein Kopfumfang betrug auch stolze 37cm. Doch mein Arzt (es war der Oberarzt persönlich), zieht normale Geburten vor, solange es nur irgendwie geht. Das habe ich dann irgendwann nach der Geburt erfahren. Davor lag ich 34 Stunden im Krankenhaus, hatte von Anfang an starke Wehen und es tat sich nicht allzu viel. Mein Sohn wollte einfach nicht kommen. Irgendwann in der Nacht vor seiner Geburt am nächsten Morgen um 10 Uhr, bekam ich Fieber wegen den ganzen Strapazen.

Man musste mir ein Antibiotikum geben. Im Laufe der weiteren Nacht hatte mein Sohn öfters Herzbeschwerden, dass der Puls auf einmal nicht mehr zu sehen war. Trotzdem entschloss man sich noch immer nicht zu einem Kaiserschnitt, obwohl meine Kräfte auch zusehends nachließen. Nach 34 Stunden kam dann der Oberarzt herein, sagte, dass wir es nun doch auf natürliche Weise versuchen, obwohl man mir schon dreimal vorher einen Kaiserschnitt angedroht hatte. Schlussendlich ging es auf normalem Weg, allerdings mit einigen Verletzungen bei mir und per Saugglocke bei meinem Sohn, den man zuvor auch noch gequält hatte, indem man ihm Blut aus dem Schädel genommen hatte.

Also mir wäre innerhalb dieser 34 Stunden öfters nach einem Kaiserschnitt gewesen. Leider gab es in dieser Nacht 18 Geburten, der OP war ständig belegt und obendrein war auch noch eine Drillingsgeburt angestanden. Deshalb kann ich nicht wirklich sagen, dass alle die, die ihre Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht haben, etwas verpasst haben. Ich wäre froh gewesen, wenn bei mir ein Kaiserschnitt gemacht worden wäre. Egal ob mit örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose.

Daher finde ich die Reaktion von deinem Ex-Partner auf ziemlich bescheuert, wenn er meint, dass du nicht einmal fähig bist, die Kinder auf normalem Weg auf die Welt zu bringen. Man sucht es sich schließlich nicht aus und die Schmerzen sind hinterher auch da, egal, wie die Kleinen geboren wurden. Welcher Mann das nicht versteht, dem würde ich aber gehörig meine Meinung sagen, wenn ich wieder fähig dazu wäre. Nur gut, dass Männer keine Kinder auf die Welt bringen müssen!

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» Nettie » Beiträge: 7663 » Talkpoints: 3,55 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ich denke hier schon das auch der Satz deines ehemaligen Mannes dazu beigetragen hat. Ich selber hatte auch einen Kaiserschnitt nach Geburtstillstand nach 17 Stunden Wehen und kann von mir nicht behaupten das ich etwas verpaßt habe. Im Gegenteil, ich war froh das ich es endlich hinter mir hatte.

Allerdings hatte ich nur eine PDA und konnte so alles life mitbekommen. Aber es ist auch hart wenn man das Kind nur kurz gezeigt bekommt und dann ist es schon wieder weg. Bei mir war es dann auch ein Notkaiserschnitt weil die Hebamme die Herztöne nicht mehr finden konnte.

Aber ich kenne einige Kaiserschnittmütter die ebenfalls der Meinung sind das sie etwas verpaßt haben. Ich denke wenn ich jetzt nur einen Kaiserschnitt gehabt hätte, also ohne Wehen und alles könnte ich mir vorstellen das es mir auch so gehen würde, aber dadurch das ich ja 17 Stunden Wehen hatte und sozusagen alles life mitbekommen habe, denke ich das ich eine ganz normale Geburt hatte.

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» torka » Beiträge: 4361 » Talkpoints: 3,41 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich selber hatte zwar keinen Kaiserschnitt, doch ich habe es mir während der Geburt doch so manches mal heimlich gewünscht. Ich bin aber troztdem froh das ich meine Tocher normal auf die Welt gebracht habe.

Ich denke das aber keine Kaiserschnittmutter das Gefühl haben muss etwas verpasst zu haben. Ohne einen Grund wird ja meistens kein Kaiserschnitt gemacht und ich denke das es hier viel wichtiger ist das das Kind gesund auf die Welt kommt und das per Kaiserschnitt, als wenn dem Kind etwas passieren würde, nur weil man es normal auf die Welt bringen möchte.

Eine Freundin von mir hat ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht und sie sagt noch immer das sie einfach nur froh ist das das Kind lebt. In diesem Fall war es ein Notkaiserschnitt. Ich denke man sollte einfach nur froh sein das das Kind da ist, egal auf welchen Weg es auf die Welt gekommen ist. Und warum sollte man etwas verpasst haben? Es geht ja schließlich darum ein Kind in den Armen zu halten, und das hat man so oder so.

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» Barbabella78 » Beiträge: 112 » Talkpoints: 0,35 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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