Ofen vorheizen sinnvoll oder Energieverschwendung?

vom 23.02.2021, 11:44 Uhr

In Rezeptbeschreibungen, welche man in Online- und Offlinekochbüchern findet, steht sehr oft drin, dass der Ofen auf so und soviel Grad vorgeheizt werden soll. Dieser Aspekt findet sich in sehr vielen Backrezepten wieder, wie dem / der ein einen oder andere /n bereits aufgefallen sein dürfte. Doch was hat es mit dem Vorheizen auf sich, welche Funktion hat dies?

Warum soll man dies machen, bevor das zu Backende in den Ofen geschoben wird, welchen Sinn hat das Ganze? Haltet ihr das Vorheizen an sich für reine Energie- und Ressourcenverschwendung oder fällt das bei euch nicht weiter ins Gewicht, weil ihr vielleicht eine sogenannte Küchenhexe zum Kochen, Backen und Heizen verwendet, welche eh fast immer an ist und demzufolge eh immer mit Holz befeuert wird?

» Nebula » Beiträge: 1859 » Talkpoints: 14,76 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich glaube es liegt bestimmt auch daran, dass die Zeiten zum Erhitzen des Ofens auf die eigentliche Temperatur unterschiedlich lange dauern kann und man dann ja dennoch schon eine gewisse Temperatur hat, die auf das Gut einwirkt. Daher würde ich mich immer an Rezepte halten. Wenn es einer bestimmten Temperatur bedarf, dann nutze ich diese auch und mache da keine Experimente, die dann nach hinten losgehen können. Natürlich ist es eine Energieverschwendung, aber wenn man den Ofen dann eine Stunde anlässt mit der bestehenden Temperatur, dann interessiert die Vorlaufzeit doch auch nicht mehr, finde ich.

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» Ramones » Beiträge: 44121 » Talkpoints: 19,66 » Auszeichnung für 44000 Beiträge


Manchmal mache ich es, aber normalerweise nicht. Und vor allem mache ich es nicht gleich am Anfang, wenn ich mir noch nicht einmal alle Zutaten geholt und vorbereitet habe. Ich schalte den Ofen also frühestens so etwa fünf Minuten, bevor ich mein Essen in den Ofen schieben will, an. Bei Umluft braucht man übrigens nie vorzuheizen, aber die nutze ich auch nie.

Ich heize zum einen bei Biskuitteigen vor. Diese luftigen Teige sind so empfindlich, weil sie eventuell wieder zusammenfallen können, noch bevor der Teig stabil genug gebacken ist, dass es wirklich einen Unterschied macht. Ich hab es schon ohne Vorheizen versucht, aber dann geht mein Biskuit nicht so schön auf.

Zum anderen mache ich dies seit kurzem bei Brot. Mich hat bei selbstgebackenem Brot immer gestört, dass ich eine dicke, steinharte Kruste hatte. Ich habe dann gelesen, dass man den Teig in den vorgeheizten sehr heißen Ofen geben und dann nach zehn Minuten herunterschalten soll. Und es funktioniert tatsächlich. Mein Ergebnis ist noch nicht optimal, aber die Kruste erinnert erheblich weniger an ein Schlagwerkzeug.

Ich vermute, dass es auch bei einem Soufflee wirklich einen Unterschied macht, aber da habe ich mich bisher noch nicht dran gewagt. Auch da dürfte sonst die Gefahr bestehen, dass die Masse vor dem Stocken schon wieder zusammen fällt.

» SonjaB » Beiträge: 1757 » Talkpoints: 51,63 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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