Können es Schauspieler aus Trashformaten woanders schaffen?
Sagen wir mal ein Schauspieler war mal in einem Trashformat zu sehen. Einfallen würden mir da so Sendungen wie Berlin Tag und Nacht. Gefühlt hat danach keiner irgendeine seriöse und gute Rolle mehr gehabt. Ich habe vor Jahren mal eine Schauspielerin gesehen, die bei einem ähnlichen Format war und dann aufgehört hat um seriösere Rollen anzunehmen und dann wieder in so einem Format gelandet ist. Schafft man den Absprung nicht oder woran liegt es? Sicherlich sind die Darsteller aber auch einfach oft nur genauso schlecht wie das Format selber. Was ist eure Meinung dazu?
Ich schaue keine "Trashformate". Sind das überhaupt gelernte SchauspielerInnen oder "Medienlaien", die wie in den ganzen Reality-TV-Schwachsinnsauskopplungen "sich selber spielen"? Ich könnte mir vorstellen, dass es einerseits durchaus von schauspielerischem Können zeugt, irgendeinen Proll überzeugend darzustellen, obwohl man selber aus "gutem Hause" stammt und mit Ballett und Klavier groß geworden ist, um schließlich an einer teuren privaten Schauspielschule einen biederen Abschluss zu machen. Aber andererseits sind gelernte Proll-Imitiatioren sicher von der Produktion her teurer und vielleicht auch schwieriger zu vermarkten als das "trashige" Original.
Wenn es sich also um Laiendarsteller handelt - wieso sollten die es mit minimaler Ausbildung und ohne Vorwissen in anderen Formaten "schaffen"? Auch die Schauspielerei will gelernt sein, selbst wenn uns das "Traumschiff" seit Jahrzehnten das Gegenteil vorführt, und erfordert Qualifikationen, Grips, Durchhaltevermögen und Beziehungen, wie eben jeder andere Job auch. Wieso sollte sich jemand das antun, wenn man es auch ohne all das auf den Bildschirm schafft und zweifelhafte "Prominenz" genießen kann? Um dann am Stadttheater Heilbronn Ronja Räubertochter zu spielen? Und als "richtige" Schauspielerin solltest du sowieso alles drauf haben, von der Leiche im Tatort über die Hausfrau in der Lindenstraße oder der Katze im Musical bis hin zu Gretchen aus Goethes "Faust".
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