Jens Spahn als Gesundheitsminister noch tragbar?

vom 06.06.2021, 10:45 Uhr

Die Unruhe um den Gesundheitsminister Jens Spahn will einfach nicht abreißen und in den letzten Tagen werden abermals von verschiedenen Verbänden, Oppositionsparteien und selbst dem Koalitionspartner SPD, Rücktrittsforderungen laut.

Hauptgründe dafür sind die dubiosen Maskengeschäfte und die Idee, minderwertige und untaugliche Masken aus China, an Hartz4-Bezieher, behinderte Menschen oder an Obdachlose zu verteilen. Findet ihr auch, dass der Bogen mittlerweile überspannt ist, Jens Spahn selbst die Konsequenzen ziehen sollte oder meint ihr, die wenigen Monate bis zur Bundestagswahl kann man ihn auch als Gesundheitsminister belassen?

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» Lupenleser » Beiträge: 604 » Talkpoints: 283,96 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Man muss ihn ja lassen, denn wen will man denn da jetzt noch ins Boot holen? Es ist aber unstrittig, dass Mister "Ich erzähle euch alles, was ihr hören wollt" den falschen Job bekommen hat. Ich finde er hat eine Menge falsch gemacht, falsche Aussagen getroffen und Hoffnungen gemacht, wo keine waren. Da lief viel schief und sicherlich nicht immer nur auf seine Kappe gehend und dennoch hat er eigentlich als Gesundheitsminister so versagt, dass er gehen müsste. Ich halte es aber dennoch für den falschen Zeitpunkt, da wir ja immer noch in einer Krise sind und da einen guten Nachfolger zu finden ist sicherlich nicht einfach und kann dann vielleicht auch sehr vielen Leuten zusätzlich schaden.

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» Ramones » Beiträge: 45671 » Talkpoints: 14,69 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Seit der Corona Krise ist eines ganz deutlich geworden, wie ungeeignet der Herr Spahn für den Posten des Gesundheitsministers eigentlich in Wahrheit ist. Letzten Endes ist dies nicht weiter verwunderlich für mich, da ich von Beginn an von ihm als Gesundheitsminister nichts gehalten habe. Wir reden hier immerhin von einem Posten, der eine äußerste Sensibilität und Erfahrung einfordern müsste, die beim Herrn Spahn nicht im Ansatz vorhanden sind. Im Übrigen auch, weil es hier um essenzielle Gesundheitsthemen geht, Versicherungsthemen usw. ist hier ein Posten gegeben, der viel Fachwissen einfordern sollte, was Jens Spahn nicht mit bringt.

Sicherlich muss man jedem in der Politik etwas zu Gute halten, dass eine pandemische Lage noch nie da gewesen ist. Jedenfalls schon seit Jahrzehnten nicht mehr, um entsprechend alles richtig machen zu können. Das sollte man nicht vergessen, wenn auf Fehlern herumgehackt wird, aber trotzdem reden wir hier von einem sehr wichtigen Posten, der ganz Deutschland, die Krankenversicherungen und zum Teil auch die Wirtschaft beeinflusst, wo er kläglich versagt hat.

Im Grunde fingen die Fehler schon vor der Pandemie, wo alles noch im weit entfernten China stattfand, an. Dort, wo Jens Spahn großkotzig der Ansicht war, so etwas könne in Deutschland nicht passieren, denn dafür sind wir gewappnet beziehungsweise mit unserem Gesundheitssystem gut aufgestellt. Ein fataler Irrtum, der nach Heinsberg deutlicher denn je wurde.

Fehler um Fehler haben sich seither in seine Vita gemischt. Von der Beschaffung des Impfstoffes, wo auch er mit zur Verantwortung genommen werden kann, bis zur Maskenbeschaffung, der Aufhebung von Impfpriorisierungen, wo kein Impfstoff ausreichend da ist bis zu den Schnelltestbeschaffungen über die Abrechnungen der Testzentren. Er hat in jedem Fall schon mehrere Millionen an Schaden angerichtet und Gutes nur bedingt gemacht.

Für mich ist und bleibt er auf diesem Posten untragbar. Er gehört da nicht hin und sollte freiwillig gehen. Doch er setzt sich ja bekanntlich fest, hat für alles Ausreden und wenn nichts klappt, dann redet man sich mit der dringend handelnden Lage heraus und die Politik kauft ihm seine Unwissenheit einfach ab!

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5716 » Talkpoints: 12,40 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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