Ist die Grundschule der Karrierekiller für Eltern?
vom 16.10.2017, 05:40 Uhr
Crispin hat geschrieben:DHat man keine Lust auf eine Teilzeitstelle, weil die Betreuungszeiten der Grundschulen zu kurz sind, dann muss man sich eben um eine Nanny oder so kümmern. Das mag sich finanziell zunächst vielleicht nicht lohnen, auf die Dauer gibt es aber Aufstiegsmöglichkeiten im Job, die das finanzielle wieder Wett machen.
Und du meinst, dass die Nanny dann einige Jahre wartet bis man diese bezahlen kann und sich das wieder gerechnet hat? Denk mal ein wenig weiter, die will auch monatlich bezahlt werden und nicht erst in 10 Jahren wenn sich das wieder rechnet. Genauso wie die anderen Positionen auf seinen fixen monatlichen Ausgaben. Da brauche ich mir keine Nanny anheuern, die unterliegen auch dem Mindestlohn und das heißt im Umkehrschluss, will man diese als Vollzeitbetreuung haben damit man arbeiten gehen kann, dann steckt man sein komplettes Gehalt nur in die Nanny. Da ist dann noch keine Miete gezahlt, nichts im Kühlschrank und kein Fahrtweg zur Arbeit neben Versicherungen und Co.
Die Nanny die dann mehrere Jahre auf ihr Geld wartet, die zeige mir mal bitte aber so einfach wie du dir das vorstellst ist es nämlich nicht. Denn neben dem Gehalt für die Nanny kommen dazu noch die Arbeitgeberleistungen die man mit abführen darf, unter anderem die Sozialversicherungen die im Bruttolohn einer Nanny nicht mal mit erfasst sind. Ist die Nanny mal krank, dann brauchst du auch eine Alternative die mit aufs Kind aufpasst und ebenfalls kostet. Selbst wenn man diese als Aushilfe auf Abruf beschäftigt, muss diese nicht 24 Stunden zur Verfügung stehen und kurzfristig einspringen wenn Madame 5 Minuten vorher anruft, ebenfalls nicht.
Komm mal in der Realität mit an wie es mit Arbeitnehmern aussieht, immerhin ist eine Nanny nichts anderes. Zudem muss ich cooper recht geben, du tust immer so als wenn alle Mütter die Teilzeit arbeiten zu blöd sind sich um eine Betreuung zu kümmern und hinterher sich alles so rechnet wie du es dir vorstellst. Selbst wenn man "Karriere" machen will, spielen viele andere Faktoren mit eine Rolle wie z.B. das bewusste Entscheiden als Teilzeitkraft damit man noch etwas von den Kindern hat, das Hausfrauen da sein, weil man das super findet. Nicht jeder will auf biegen und brechen Karriere machen, manch einem reicht auch einfach nur ein stinknormaler Job ohne große Karriere dahinter als Ausgleich zu den Kindern. Ach und um deine Illusion nun gänzlich zu zerstören, Karriere kann man auch in Teilzeit machen dazu muss man nicht immer Vollzeit angestellt sein, dauert ggf. etwas länger, bei manchen nicht mal das wenn die Leistung in der Zeit passt.
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