Ist bei Euch auch schon das E-Scooter Chaos perfekt?

vom 12.11.2018, 20:45 Uhr

Bei uns in Wien schießen die E-Scooters aus dem Boden wie die Pilze. Natürlich fahren die E-Scooters dort, wo es verboten ist und da sind die Lieblingsreviere die Gehsteige und die Fußgängerzone. Heute kamen mal 5 Scooter in Zweierbesetzung mit Vollgas die Fußgängerzone heruntergeschossen. Polizei zum Abstrafen gibt es keine und ich warte ja mal nur darauf, dass ein Kind oder eine ältere Person zu Sturz kommt oder schwer verletzt wird. Ich finde diese E-Scooter Fahrer einfach unverschämt und regelwidrig agierend!

Ist bei Euch auch schon das E-Scooter Chaos perfekt? Habt ihr auch schon Angst vor Unfällen oder Verletzungen und gibt es bei Euch auch so viele Verstöße bezüglich des Einsatzgebiets von E-Scootern? :think:

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Also E-Scooter sind hier in der Region eher unbeliebt. Man greift eher auf Fahrräder oder E-Bikes bzw. Pedelecs zurück und das ist ja was völlig anderes als ein E-Scooter. Wir haben teilweise Kopfsteinpflaster in der Innenstadt und darauf ist mit einem E-Scooter sehr unangenehm zu fahren. Da bieten sich Fahrräder egal ob mit oder ohne Motor einfach viel besser an.

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» Täubchen » Beiträge: 33305 » Talkpoints: -1,02 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Es ist bei uns in Klagenfurt zum Glück noch nicht so schlimm. Doch haben sie meiner Ansicht nach nichts auf den Gehsteigen verloren. Ein Radfahrer hat auf dem Gehweg ja auch nichts verloren. Wenn man mit Hund an der Leine spazieren geht, eventuelle auch noch mit einer Ziehleine und der E-Scooter fährt da rein haben wir mehrere Verletzte.

Es fehlt eindeutig an einer vernünftigen Regelung speziell in der Stadt. Das Ordnungsamt geht ja ständig auf die Hundebesitzer los, da kann es ruhig auch die E-Scooter Fahrer im Auge behalten. Auf Radfahrerwegen können sie ja fahren. Sie sollten sich aber ebenfalls an die Straßenverkehrsordnungen etc. halten und Rücksicht nehmen.

» TinaPe » Beiträge: 497 » Talkpoints: 34,35 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Heute fuhr ein E-Scooter am Gehsteig neben einem Parkscheinwächter vorbei. Dieser hatte nicht einmal mahnende Worte parat, sondern interessierte sich nur für abgelaufene Parkscheine. Dass hier dem Unfug Tür und Tor geöffnet wird, finde ich schon sehr bedenklich, denn wie schon die Vorrednerin sagte, kann es schnell zu mehrfachen Verletzen kommen. Gerade Kinder wollen auch etwas abseits der Eltern gehen und reißen sich schnell mal los und können dadurch auch schnell unverhofft in der Fußgängerzone mit einem E-Scooter kollidieren. Angeblich zahlt man auch 15 Cent pro Minute für dieses zweifelhafte Vergnügen des E-Scooter Fahrens. :think:

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Noch vor etwas über einem Jahr war es hier ganz schlimm mit diesen Leih-Rollern. Ich wohne vorstädtisch und selbst hier in der Gegend standen diese E-Scooter an jeder Ecke herum und haben die schöne Umgebung verschandelt. Oft, wenn ich spazieren gegangen bin, standen sie sogar quer auf Gehwegen, so dass man nicht daran vorbei kam und ausweichen musste. Ich war damals so wütend, dass ich die Dinger am liebsten umgetreten hätte. In der Stadt sah es noch schlimmer aus, da standen die E-Scooter überall herum und dann gleich 10 oder 20 Stück. Es sah hier schon aus, wie in Berlin.

Irgendwann habe ich es dann so gemacht, dass ich aus Jux jeden E-Scooter, den ich irgendwo stehen sah, bei der Leihfirma gemeldet habe. Das kann man ja machen, indem man die Nummer vom Lenker abfotografiert. Auf der Internetseite der besagten Firma gibt es dann eine Art Chat, auf dem man die Nummer eingeben kann. Und ich habe sie alle gemeldet, auch die, die seitlich auf Gehwegen oder an Bäumen gestanden haben.

Ich habe so eine Abneigung gegen diese Geräte, zumal ich mich frage, warum man sich kein Fahrrad nehmen kann. Ist viel gesünder und auch praktischer, denn an so einem E-Roller kann man ja nicht mal etwas transportieren. Glücklicherweise sind die Leihroller jetzt auch endlich aus unserer Gegend verschwunden, weil die Stadt den Leihvertrag nicht verlängert hat - dem Himmel sei dank!

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» Jacqui_77 » Beiträge: 2969 » Talkpoints: 42,68 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Bei uns gibt es die Dinger nicht, aber in der Stadt. Wir waren zu Besuch bei meinen Eltern und auch den Schwiegereltern und da ist mir aufgefallen, wie sehr diese Scooter herumstehen und damit auch im Weg stehen können. Die Krönung war für mich das Stehen eines Rollers mitten auf dem schmalen Gehweg, in einer Straße, die den Berg hochgeht. Das Ding stand direkt in einer Kurve und wenn man sich da mit einem Rollstuhl bis dorthin gequält hat, wird man da nicht mehr vorbeikommen.

Ich würde es besser finden, wenn es festgelegte Orte geben würde oder mehr Regeln zum Abstellen. Ich meine man muss ja auch mal an Menschen denken, die auf Gehwege beispielsweise angewiesen sind und den Roller einfach irgendwo hinzuwerfen kann ja auch für den Scooter nicht gut sein, das habe ich leider auch schon sehen müssen.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


Jetzt gibt es diese Leih-E-Scooter schon ziemlich lange und ich finde, dass sich an der Abstellsituation immer noch nicht viel verbessert hat. Die E-Scooter liegen immer noch in Wiesen, blockieren ganze Gehwege und stehen an den ungünstigsten Stellen.

Vor ein paar Jahren bin ich mal über einen E-Scooter geflogen, der den Gehweg blockiert hatte. Ich hatte ihn leider zu spät bemerkt und mir dabei eine Rippenprellung zugezogen.

Ich dachte eigentlich, dass es durchaus Abstellverbote für E-Scooter gibt. Meines Wissens dürfen diese nicht so abgestellt werden, dass sie andere Verkehrsteilnehmer behindern oder gefährden, wie z.B. auf Gehwegen, in Fußgängerzonen, Einfahrten, Haltestellen, Brücken usw.. In historischen Stadtkernen ist wohl auch vorgeschrieben, dass die E-Scooter nur an bestimmten Abstellplätzen abgestellt werden können.

Ich habe mal gehört, dass manche Leihfirmen wohl schon Fotos vom Abstellort als Beweis verlangen, dennoch frage ich mich warum man das nicht noch besser regeln kann bzw. warum man nicht öfter teure Bußgelder an "Falschparker" verteilt.

» EngelmitHerz » Beiträge: 3985 » Talkpoints: 31,88 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Es scheint sich nun genau das zu bestätigen, was ich bereits vor etwa sieben Jahren befürchtet hatte.hier So lange politisch Verantwortliche vor der Lobby der Fahrzeughersteller einknicken, wird sich im Wesentlichen nichts ändern. Begrüßenswerte Ausnahme stellt Paris dar, wo ein generelles Verbot von fahrbaren Untersätzen dieser Art gilt.

Die Menschen sind eben unvernünftig. Das ist nun einmal eine nicht wegzudiskutierende Tatsache. Und gerade im öffentlichen Raum gilt das Gesetz des Stärkeren. Wer technisch besser ist, putzt den schwächeren Teilnehmer am Straßenverkehr einfach weg. Die juristische Situation ist als äußerst unbefriedigend zu bezeichnen.

Während beim Kraftfahrzeugverkehr erst durch drakonische Strafen bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis in gewisser Weise eine Verbesserung des "Verkehrsrowdytums" der 19-Siebzigerjahre erzielt worden ist, scheinen sich die heute politisch Verantwortlichen wie die drei Affen zu verhalten "nichts sehen, nichts hören, nichts sagen". Hauptsache die Fahrzeugindustrie boomt und überschwemmt den so wie so schon sehr engen für Fußgänger eingerichteten und überlasteten Verkehrsraum mit an Dubiosität in jeder Hinsicht kaum zu überbietenden fahrbaren Untersätzen.

Dabei gibt es sehr traurige Unfälle, wo Jugendliche mit 13 Jahren zu Apallikern mit lebenslanger Pflegebedürftigkeit wurden, nachdem sie mit diesem Fahrgerät in einer Kurve gestürzt waren. Und das obwohl sie nicht zu schnell gefahren sind, und ein technischer Defekt, gutachterlich nachgewiesen, nicht vorlag. Der Schwerpunkt beim Fahren liegt einfach zu hoch, so dass Stürze vorprogrammiert sind. Kenne Leute, die haben einen Motorradführerschein, besitzen eine jahrelange Fahrpraxis im Umgang mit Zweirädern und bestätigen mir genau das. Physik scheint für die Hersteller ja ein Fremdwort zu sein.

Aber das Kind muss erst in den Brunnen gefallen sein, und dann wird der Brunnen zugeschüttet. Diese Scooter gehören auf den Müllplatz der technologischen Sackgassen, auch und erst recht, nachdem sie vor etwa zehn Jahren vollmundig von den Herstellern sogar als Lösung für Verkehrsprobleme empfohlen wurden, diesem Anspruch aber in keiner Weise gerecht wurden.

In touristisch stark frequentierten Städten haben diese fahrbaren Untersätze meiner Meinung nach vorrangig nichts verloren. Das wird den politisch Verantwortlichen höchstwahrscheinlich erst dann deutlich vor Augen geführt, wenn die Zahl der Touristen im Schwinden begriffen ist. Denn die Attraktivität einer Stadt steht und fällt nun einmal in nicht unerheblichem Maße mit der aktuell vorgefundenen Verkehrssituation. Und sowas spricht sich herum und hat Auswirkungen auf die Planung zukünftiger Urlaubsziele.

Die Urlauber möchten sich mit schlafwandlerischer Sicherheit im Innenstadtbereich bewegen können, um die Sehenswürdigkeiten völlig entspannt genießen zu können, ohne ständig sich umdrehen zu müssen, weil sie befürchten, von rücksichtslosen Zeitgenossen angerempelt zu werden.

Es wird höchste Zeit, dass die "Fahrzeugrevolution" in die Phase der bürokratischen Reorganisation eintritt in Form von empfindlich spürbaren Sanktionierungen und völligen Verboten. (Bis hin zum "Archipel Gulag" würde ich nicht gehen, aber wirksame Maßnahmen, die das Verhalten der lieben Mitmenschen effektiv und nachhaltig beeindruckend steuern können, sollten es schon sein.) Und am idealsten wäre es, wenn diese Fahrzeug-Produkte völlig vom Markt verschwinden würden. Ein Problem weniger.

» Gorgen_ » Beiträge: 1249 » Talkpoints: 454,51 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


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