Im Affekt Sachen sagen und Dinge tun, die man dann bereut?

vom 02.04.2020, 13:45 Uhr

Normalerweise bin ich nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen, wobei es trotzdem sein kann, dass ich aufbrausend reagiere, wenn mich etwas wirklich aufregt und ich nicht mehr an mich halten kann. Trotzdem habe ich mich dann immer so weit unter Kontrolle, dass ich nichts mache oder sage, was weitreichende Folgen hat oder was ich dann zutiefst bereue.

Sicher sage ich dann Sachen, die nicht unbedingt schön sind und die im Nachhinein nicht unbedingt hätten sein müssen, aber ich kann sie im Nachhinein, wenn ich mich beruhigt habe, noch immer nachvollziehen und trotzdem noch dazu stehen, ohne mich zu schämen oder ohne mich deshalb schlecht zu fühlen. Wie geht es euch in dieser Hinsicht?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 33602 » Talkpoints: 64,23 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Das Spielchen mit dem „Affekt“ ist mir sicherlich aus meiner Jugend noch weitreichend bekannt. Ich kann mich natürlich nicht davon freisprechen, auch mal Dinge gesagt zu haben, die man niemals hätte sagen sollen oder die den Gegenüber verletzen und man es später bereut. Natürlich kann ich das mit ehrlicher Ansicht sagen, dass auch mir dies schon einmal mehr oder weniger passiert ist. Das war aber ein Dingen in der Jugend, wo ich besonders impulsiv war.

Heute im Erwachsenenalter achte ich schon darauf, dass mir nicht „rausrutscht“, was ich womöglich gerade denke. Schon gar nicht, wenn es sich um Situationen wie einer Streitigkeit handelt und dann etwas rausrutschendes anders rüber kommt, als es eigentlich sollte. Da ich schon sehr direkt bin, muss ich da wirklich ganz kleine Brötchen backen, weil ich auch perfekt sonst die Marotte beherrsche, das derart asozial zu sagen, dass der Gegenüber sich hundert pro angegriffen fühlt.

Wenn ich jetzt überlege, ob mir in den letzten Jahren etwas herausgerutscht sein könnte im Affekt, was ich bereue, fällt mir derweil nichts ein. Ich will es dennoch nicht komplett verneinen, weil ich es vielleicht einfach nicht mehr weiß. Doch in aller Regel passe ich da jetzt schon genauer auf, was aus mir heraus flutscht und was nicht.

Dinge tun und sie bereuen? Da kann ich sicherlich mehr ein Lied von singen. Ich habe schon vieles in meinem Leben bereut, aber ich halte mich damit auch nicht per se ewig auf. Ist passiert und fertig. Ich habe es gemacht, und gut ist. Das halte ich mir nicht vor sowie ich es anderen eben auch nicht vorhalte, wenn sie Dinge tun und bereuen.

Also sagen wir daher so, Dinge im Affekt sagen und bereuen, das kommt wohl kaum noch vor. Dinge tun und bereuen, das wohl eher. Allerdings eben nicht zwangsläufig involviert mit anderen Personen, sondern eher mit mir. Aber das halte ich mir dann auch wie angemerkt nicht vor.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5343 » Talkpoints: 0,10 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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