Für Krankheitsdiagnosen das Apothekenpersonal fragen
Ich war neulich in der Apotheke und da war eine Frau, die erzählte von ihren andauernden Kopfschmerzen. Sie schilderte ihre Kopfschmerzen, wie sie sich anfühlen und wie sie sich dabei fühlt und wollte dann Tabletten bekommen gegen diese Kopfschmerzen. Der Apotheker hört auch gut zu und hat ihr dann auch Tabletten gegeben, wobei er sagte, dass sie auf keinen Fall mehr als zwei Tabletten am Tag nehmen soll und wenn es absolut nicht weg geht, dann sollte sie doch zu einem Arzt.
Gut und schön. Aber der Apotheker fragte nicht, was sie noch für Krankheiten hat, ob sie noch andere Tabletten nimmt usw. Ich habe nur mitbekommen, dass die Frau wohl gerade her gezogen ist und noch keinen Hausarzt hat. Das zeigte mir wieder, dass der Apotheker auch nicht wusste, welche Krankheiten diese Frau eventuell hat, ob sie Bluthochdruck oder sonstiges hat. Er hat einfach Tabletten gegeben.
Ich finde es unverantwortlich. Nicht umsonst haben Ärzte lange studiert um auch Diagnosen stellen zu können und Apotheker doch nicht annähernd so ein Studium haben. Ob der gute Mann Apotheker ist, weiß ich nicht mal. Es kann auch ein pharmazeutisch technischer Assistent oder Apothekenhelfer gewesen sein.
Lasst ihr euch Krankheitsdiagnosen in der Apotheke stellen? Inwieweit vertraut ihr da diesem Personal, welches ja doch nicht die nötige Ausbildung hat um Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Dann bräuchte man im Prinzip ja keine Ärzte mehr. Wie seht ihr die Verantwortung? Denkt ihr, dass ein Apotheker oder Apothekenpersonal da überhaupt die nötige Fähigkeit besitzt Diagnosen zu stellen?
Das finde ich persönlich auch ziemlich verantwortungslos. Ich könnte ja verstehen, wenn man die Diagnose schon sicher weiß und sich so eben Tipps holt, wie man da am besten vorgehen könnte. Das kann zum Beispiel bei Sonnenbrand der Fall sein oder irgendwelchen anderen harmlosen Sachen wie Kopfschmerzen oder so. Auf jeden Fall meine ich so Sachen, bei denen man nicht unbedingt ärztlichen Rat und keine Antibiotika braucht.
Aber wenn es nicht ganz sicher ist, was die Kundin hat, würde ich nicht spekulieren und sie erst einmal zum Arzt schicken. Man weiß wirklich nicht, was sie nimmt, was sie vorher hat und welche Wechselwirkungen das haben könnte, wenn man ihr einfach was gibt. Nachher hat sie auch eine allergische Reaktion auf einen bestimmten Wirkstoff in der Tablette und dann ist das Geschrei groß.
Erst einmal muss ich sagen, dass der Mann sicher kein Apothekenhelfer gewesen ist, weil das ein rein kaufmännischer Beruf ist und diese Berufsgruppe nicht im Verkauf arbeiten darf. Zumindest darf diese Berufsgruppe keine Medikamente verkaufen, sondern nur Kosmetikprodukte und solche Dinge. Darum wird es sich schon um einen PTA oder Apotheker gehandelt haben.
Außerdem hat der Mann doch gar nicht wirklich eine Diagnose gestellt, wenn ich das richtig gelesen habe. Sicher hätte er fragen müssen, was für Medikamente noch genommen werden, da gebe ich dir recht. Aber eine richtige Diagnose darf ein Apotheker nicht stellen, das ist noch immer die Sache des Arztes. Allerdings hat der Mann doch auch nicht gesagt, dass die Frau wohl einen Spannungskopfschmerz oder was auch immer hat, oder vielleicht doch?
Also würde ich eigentlich nicht sagen, dass der Mann eine Diagnose gestellt hat. Er hat der Frau etwas verkauft, um ihr sofort ihre Schmerzen zu nehmen. Dafür hätte er sicher noch einige Fragen mehr stellen sollen, das sehe ich auch so, aber eine Diagnose hat er eigentlich nicht gestellt und das finde ich auch wichtig, weil dazu eben nur der Arzt die Befugnis hat.
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