Erst durch Enttäuschung merken, dass man doch gehofft hat?

vom 17.03.2020, 19:22 Uhr

Es passiert mir hin und wieder, dass ich enttäuscht bin, wenn etwas nicht geklappt hat. Auch wenn ich mir vorher keine Gedanken darüber gemacht habe und bewusst nicht gehofft habe, dass eine bestimmte Situation eintritt, bin ich dann enttäuscht, was mich dann selbst überrascht. Erst dadurch wird mir dann bewusst, dass ich insgeheim eben doch Hoffnungen hatte, auch wenn ich mir das wohl selbst nicht eingestehen wollte.

Kennt ihr das von euch auch, dass ihr erst dann merkt, dass ihr insgeheim doch Hoffnungen hattet, wenn ihr enttäuscht seid, wenn eine bestimmte Situation eingetreten ist oder auch nicht? Wann ist euch das schon passiert?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 32429 » Talkpoints: 57,61 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Für mich stellt Hoffnung auf einen gewünschten Ausgang eine der grundlegenden Triebfedern menschlichen Handelns dar. Sprich, ich kann mir beispielsweise noch so sehr einreden, dass es mir "egal" sei, ob ich einen bestimmten Job bekomme oder nicht, wenn es mir wirklich völlig gleichgültig wäre, hätte ich mich ja nicht beworben. Zumindest ich kann nicht "bewusst nicht hoffen".

Entweder ich bin emotional involviert und verfolge aktiv ein bestimmtes Ziel, oder es scheint auf meinem inneren Radar gar nicht auf, weswegen ich auch gar nicht enttäuscht sein kann. Wenn ich ein Konzert gar nicht sehen will, kaufe ich mir keine Tickets und bin entsprechend auch nicht enttäuscht, wenn ich an dem Tag krank bin. Für mich ist das Gegenteil von Hoffnung nicht Enttäuschung, sondern Desinteresse.

» Gerbera » Beiträge: 8749 » Talkpoints: 1,74 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


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