Eigene Klimavorsätze erstellen und danach leben?

vom 23.02.2021, 22:09 Uhr

Viele von uns fliegen jedes Jahr mit dem Flugzeug in den Urlaub, fahren täglich ein Auto, rauchen oder Heizen das zu Hause mit Kohle. Dass diese Dinge nicht unbedingt umweltfreundlich sind, können sich nun viele denken. Manchmal kommt man im Leben an einen Punkt wo man mehr für die Umwelt machen möchte, vielleicht auch auf eine ungesunde Lebensweise verzichten möchte, sich für Tiere und Pflanzen einsetzt. Welche Klimavorsätze könnte man sich selbst auferlegen und vornehmen, was ist realistisch? Wie kann man sich für ein besseres Klima einsetzen und danach auch aktiv leben?

» Nebula » Beiträge: 2189 » Talkpoints: 21,52 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Jeder muss ja selber wissen, was er machen kann und machen will. Ich versuche nicht ständig mit dem Auto zu fahren, viel zu Fuß zu gehen, aber auch aus einem sportlichen Sinn. Abgesehen davon fliege ich nur in den Urlaub, das finde ich aber wiederum okay, da man ja keine andere Möglichkeiten hat auch mal in ein anderes Land zu kommen und würde ich das ganze mit dem Auto versuchen, wäre das sicherlich auch nicht wirklich besser. Außerdem ist es mir wichtig möglichst unnötigen Müll zu vermeiden. Ich versuche wo ich kann auf Plastik zu verzichten und auch sonst jeden Kauf wirklich gut zu überdenken.

Ausnahme sind da die Kinder, die dürfen gerne das haben, was sie mögen und wollen. Da ist leider viel auch in Plastik eingepackt und das gönne ich ihnen aber auch. Ansonsten versuche ich auch nicht immer alles neu zu kaufen, sondern auch mal gebraucht, wenn die Sachen noch gut sind oder auch mal Dinge, die sonst im Müll landen würden. Das ist bei mir alles durch Corona noch mal mehr geworden, da ist man eben auch noch mal richtig zum Nachdenken gekommen und deswegen habe ich dann extrem viel Plastik eingespart und die Alternativen sind ja teilweise auch wirklich besser in der Anwendung.

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» Ramones » Beiträge: 44246 » Talkpoints: 46,19 » Auszeichnung für 44000 Beiträge


Mein ökologischer Fußabdruck ist sehr gut. Das ist aber eher zufällig und kein besonderer Verdienst. Ich habe kein Auto und fliege nicht gerne, das heißt seit Jahren schon nicht mehr. Ich mag es in der Wohnung nicht zu warm, daher heize ich auch kaum. Außerdem kaufe ich gerne, aber nicht oft in Sozialkaufhäusern ein und versuche, wenig Fleisch zu essen.

Ich bin der Meinung, dass man nicht dem Einzelnen die ganze Verantwortung fürs Klima auferlegen kann. Gewisse Dinge weiß man ja gar nicht und es kann auch nicht von einem verlangt werden, dass man sie weiß. Ich weiß zum Beispiel nicht, ob eine Dose Fisch in Tomatensoße klimafreundlicher ist als ein tiefgefrorener Fisch aus der Tiefkühltruhe, ob eine Marmelade im Glas umweltfreundlicher ist als eine in einer Plastikschale, ob die Wandersocken, die ich mir heute bestellt habe, klimafreundlicher sind als welche einer anderen Marke. Ich weiß auch nicht, ob eine Kuh klimafreundlicher ist als ein Schwein, ein Rotkohl besser für die Umwelt als Karotten.

Das Klima kann nicht durch wenige Verbraucher, die in Ohne-Geschäften einkaufen, gerettet werden, während mein Sohn durch die Welt jettet. Es muss auf anderen Ebenen gehandelt werden, wie etwa durch das Verbot oder die Bepreisung mancher Dinge wie zum Beispiel Plastiktüten, die Förderung gewisser Industrieller Methoden und der Forschung, internationale Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen, die Besteuerung von Flugbenzin und so weiter.

Die Kehrtwende bringen Ingenieure, Softwareentwickler, Physiker und Forscher, die neue klimaneutrale Methoden zur Energiegewinnung finden, die dann auch in andere Länder exportiert werden. Als Verbraucher hat man da keinen allzu großen Einfluss, wenn man sich kasteit.

» blümchen » Beiträge: 2345 » Talkpoints: 28,01 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Einige meiner klimapositiven Verhaltensweisen haben eigentlich gar nichts damit zu tun, dass ich mich absichtlich kasteien würde. Es ist einfach so, dass ich nicht gern Auto fahre und deswegen weder ein Auto besitze noch normalerweise ein Auto fahre. Dazu kommt, dass ich in einer kleinen Innenstadtwohnung lebe, die nur wenig Energie und Fläche verbraucht. Auch mein Shoppingverhalten hält sich mehr als in Grenzen, was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich sowieso nicht gern shoppe und Kleidung lange nutze und Gebrauchsgegenstände oft lieber ausleihe als sie zu kaufen.

Das alles mache ich aber nicht aufgrund irgendwelcher Vorsätze, sondern weil es einfach meinen Bedürfnissen entspricht. Weniger klimavorteilhaft habe ich mich oft mit meinen Reisen verhalten, aber das ist seit Corona ja auch hinfällig.

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» lascar » Beiträge: 2993 » Talkpoints: 560,29 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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