vom 15.10.2007
Talkteria: Unbekannte Kafka-Verfilmungen!
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Unbekannte Kafka-Verfilmungen!

Forum: Literatur

    
Viele Leute kennen die Verfilmung von Orson Welles zu "Der Prozess", hier sind aber die unbekannteren Verfilmungen, die es aber wirklich Wert sind angeschaut zu werden!

1968 entstand die gleichnamige Verfilmung des Roman-Fragments „Das Schloss“. Rudolf Noelte inszeniert seine Version mit Maximilian Schell als Landvermesser K..
Diese Version endet mit dem Tod des Landvermessers, der durch seine unentwegten Versuche in das Schloss zu kommen an Erschöpfung zugrunde geht.

„Die Verwandlung“ wurde im Jahre 1975 von Jamec Nemec verfilmt. Er zeigt Gregor Samsa nicht als Käfer, sondern lässt seine Erscheinung durch die Reaktionen der Familie und Umwelt spiegeln.

„The Metamorphosis of Mr. Samsa” aus dem Jahre 1977 ist ein Kurzfilm und befasst sich ebenfalls mit der „Verwandlung“. Die kanadische Produktion, mit einer Länge von zehn Minuten, erzählt die Geschichte mithilfe von Sand und einem Stück Glas als Animationsfilm.

„Bratrovrazda“ entstand ebenfalls 1977 in der CSSR. Der in schwarz/weiß gehaltene Kurzfilm verlagert die Handlung von „Ein Brudermord“ in eine schmutzige Plattenbausiedlung am Rande einer Stadt. Es gibt keine gesprochenen Dialoge, diese werden nur durch stummfilmtypische Einblendungen vermittelt.
Hauptaugenmerk liegt auf der akustischen Gestaltung der Geschehnisse auf dem Bildschirm.

Im Jahre 1984 drehen Jean-Marie Straub und Danièle Huillet „Klassenverhältnisse“, ein Film, der die Handlung des „Amerika“-Fragments aufgreift. Die Rolle des Onkels wird von Mario Adorf gespielt. Der Film überrascht durch eine interessante Präsentation der gesprochenen Texte, die in einer sehr melodischen Weise, oder aber auch sehr leiernd vorgetragen werden.

Außerdem existiert eine weitere Fassung über das Werk „Der Prozess“, die im Jahre 1993 mit Anthony Hopkins als Priester und Kyle McLachlan als Josef K. gedreht wurde. Autor des Drehbuches ist der britische Schriftsteller und Nobelpreisträger Harold Pinter. Diese Fassung hält sich näher an den Roman als Welles Fassung, erreicht aber trotz guter Ausstattung und hochkarätiger Besetzung nicht dessen Klasse.
  
:: dr.schmerz :: Beiträge 108:: 0.02 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
dr.schmerz hat folgendes geschrieben:

„Die Verwandlung“ wurde im Jahre 1975 von Jamec Nemec verfilmt. Er zeigt Gregor Samsa nicht als Käfer, sondern lässt seine Erscheinung durch die Reaktionen der Familie und Umwelt spiegeln.

Den Film würde ich gerne mal sehen, leider gibt es ihn weder auf DVD noch auf VHS irgendwo zu kaufen.
  
:: Killyouridols :: Beiträge 463:: 11.42 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Killyouridols hat folgendes geschrieben:
dr.schmerz hat folgendes geschrieben:

„Die Verwandlung“ wurde im Jahre 1975 von Jamec Nemec verfilmt. Er zeigt Gregor Samsa nicht als Käfer, sondern lässt seine Erscheinung durch die Reaktionen der Familie und Umwelt spiegeln.

Den Film würde ich gerne mal sehen, leider gibt es ihn weder auf DVD noch auf VHS irgendwo zu kaufen.


Ich glaube es gab mal im Westdeutschen Rundfunk, also im Fernsehen, eine Themenwoche "Kafka" und da lief der Film sogar, kann man ja vielleicht mal anrufen und fragen, da die bei solchen Sachen doch schon gnädig sein können und eine Kopie für eine geringe Gebühr zuschicken würden.
Also einfach mal versuchen!
  
:: dr.schmerz :: Beiträge 108:: 0.02 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Kennt ihr eigentlich den KAFKA Film mit Jeremy Irons?
[url http://www.amazon.de/Kafka-Jeremy-Irons/dp/B00028XMN2]

Der Film hat mir sehr gut gefallen, er hat meiner Meinung nach das kafkaeske sehr gut vermittelt. Der Film war so verfilmt wie Kafka schrieb, das fand ich eine beachtliche Leistung.

Weiterhin finden sich natürlich Elemente aus verschiedenen Büchern von Kafka in diesem Werk, die ersichtlichsten waren "Der Prozess" und "Das Schloss". Der Film kam 1991 heraus und kann doch schon als expressionistisch beschrieben werden.

Ich kann mir natürlich vorstellen, dass sich die Meinungen bei diesem Film teilen werden. Natürlich kann man bemängeln, dass im Speziellen der Film kaum etwas mit Kafka und seinen Werken zu tun hat. Aber Darum denke ich geht es auch nicht.

Der Kafka Film soll keine Verfilmung von Franz Kafkas Werken oder seinem Leben sein. Es ist ein Ausdruck, eine Zusammenstellung von Impressionen seiner Werke mit dem Hintergrund einiger Grundzüge der Werke. [/url]
  
:: KatieMcGee :: Beiträge 65:: 52.52 Talkpoints
 
 
 
   
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