Der Konzern News Corp des amerikanisch-australischen Medienmoguls Rupert Murdoch (76) kaufte nach zähem Ringen nun den Herausgeber des „Wall Street Journals“, das Dow Jones Verlagshaus für umgerechnet 5,6 Milliarden Dollar (Transaktionswert) auf, das entspricht einem Wert von 60 $ pro Aktie.
Die Schlacht um die Übernahme des Verlagshaus zog sich seit längerem hin, die Dow Jones Aktien kletterten nach Bekanntwerden des Kaufangebots am Mittwoch um 11,77 % auf knapp 57,63 $ pro Aktie. Murdoch musste sich gegen den harten Widerstand der Bancroft Familie durchsetzen, die den Dow Jones mit 64 % Stimmrechten (obwohl nur 25 % aller Aktien) kontrollieren, und den Deal mit internen Streitigkeiten hinauszögerten. Zudem stand noch offen, ob die Schulden des Verlagshauses übernommen werden sollen oder nicht. Letztendlich billigten die Verwaltungsräte von News Corp und des Dow Jones die Übernahme des renommierten Verlagshauses.
Es wird erwartet, daß die restlichen Aktionäre, die 75 % der Aktien halten dem Angebot angesichts eines Aufgelds von 67 % pro Aktie (Kurs: ~ 60 $) zustimmen werden. 37 % der Aktien werden von Treuhändern verwaltet, die sich diesem Angebot kaum widersetzen werden. Die Übernahme muss noch von den US Aufsichtsbehörden überprüft und genehmigt werden. Ende des Jahres soll die Übernahme dann „perfekt“ sein.
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