Ich habe damals in der Pubertät, als ich mich letztlich dann doch mal endlich zum Dermatologen traute, auch diese Lichtbestrahlungen verordnet bekommen.
Wirklichen Effekt hatten die zwar nicht, aber ich fand sie ansonsten doch ganz angenehm und bin deswegen recht gerne hingegangen. Abgesehen davon lag die Praxis des Hautarztes auf meinem Schulweg; für die Bestrahlungen brauchte ich keinen Termin, sondern konnte kommen wie ich wollte und so konnte man die Zeit, die man nach der Schule sonst auf den Bus hatte warten müssen, schön muckelig im Warmen verbringen.
Eine vom Apotheker frischanzurührende Nachtcreme habe ich auch verordnet bekommen, die stank ganz fürchterlich

* und anfangs war die wirklich prima, hat dann aber auch innerhalb der nächsten Monate total in ihrer Wirkung bei mir nachgelassen.
Und den Tabletten, die ich verschrieben bekommen hatte, habe ich neun Tage auf der Inneren Station unseres Krankenhauses zu verdanken, nachdem sich dann herausgestellt hatte, dass die meine kompletten Blutwerte in den Keller gejagt hatten. Die Ärzte dort haben sich dann auch nur gewundert, dass ich mit den Werten noch richtig fit war anstatt bewusstlos oder auch schon komatös in der Ecke zu liegen.
Danach hatte ich dann die Schnauze erst gehörig voll von Ärzten, insbesondere Hautärzten, und hab mich vorerst mit meiner Akne halbwegs abgefunden. Zumal bestand die bei mir auch immer mehr aus ner Menge roter Punkte auf leichter Mischhaut; also diese dicken Eiterbeulen und fettige Haut hab ich nie gehabt. Wobei: ich hab so "unchemische Besserungsmittel" ausprobiert; Bierhefe war doof, aber bei der Kieselerde meine ich, nach geraumer Zeit (das waren sicher zwei Monate) eine aber wirklich auch nur minimale Besserung erkannt zu haben. Naja, und die Abreibungen mit Apfelessig haben letztlich nur fürchterlich gestunken.
In der Oberstufe hat dann eine Klassenkameradin erzählt, dass ihre Haut früher auch übel gewesen sei und dass sie ihre Probleme mit regelmäßigen Heilerdemasken in den Griff bekommen hat. Das habe ich dann auch versucht, und bin bis heute dabei hängengeblieben. Anfangs hab ich das Ganze sehr oft durchgezogen; die ersten beiden Wochen täglich; und es dann reduziert. Heute wende ich 1x wöchentlich eine Maske an, um die Periode herum (da wird meine Haut immer wieder ein bisschen huckeliger) auch 2-3x, je nachdem. Ich lass das Ganze aber auch nicht wie angegeben nur eine Viertelstunde bis 20 Minuten einwirken, sondern auch eine komplette Stunde im Gesicht. Da muss man allerdings aufpassen, da Heilerde eine austrocknende Wirkung hat; wenn die Haut von vornherein trockener ist, wird man mit Sicherheit mit der Viertelstunde schon gut bedient sein.
Bei mir kommts aber auch nach der Stunde noch zu keinerlei Spannungsgefühlen.
Direkt vor meiner Periode wird meine Haut auch immer wieder ein bisschen unreiner; während der Zeit verwende ich dann immer partiell noch eine BPO-Creme.
Ein "richtiges" Peeling benutze ich vielleicht 1x monatlich; ansonsten rubbele ich die Heilerdemasken immer vom Gesicht, was auch schon eine peelende Wirkung hat.
Also allein mit der Heilerde hab ich wirklich tolle Erfahrungen gemacht, und auch sonst hab ich inzwischen festgestellt, dass ich mit nem minimalen Pflegeprogramm am Besten fahre. Ich benutze nur noch die Reinigungsmilch und die Gesichtscreme aus der Weleda-Mandelserie; Gesichtswasser verwende ich zwischenzeitlich genauso selten wie ein Peeling, höchstens mal zum Nachklären nach dem Abschminken, wenn ich dickes Party-Make up draufhatte, wobei ich mich eh nur zu "offiziellen" Anlässen und eben mal abends zum Ausgehen überhaupt mal schminke.
Jedenfalls: je weniger ich mit meinem Gesicht anstelle, desto besser sieht meine Haut auch aus.
Letzten Frühling/Sommer war mein Hautbild zwar ne Zeitlang übler, aber da hatte ich, was ich da aber noch nicht wusste, ne riesige Zyste. Nachdem die geplatzt war und ich notoperiert werden musste, sah meine Haut danach im Nu besser aus als je zuvor. Also aknegeplagten Frauen sei der Gang zum Gynäkologen, wie Groovegirl schon meinte, wirklich zu empfehlen!
Ansonsten sieht man hier aber mal, wie unterschiedlich die verschiedenen Häuter doch reagieren: Nivea vertrage ich zum Beispiel gar nicht gut und bevor die Heilerde kam, wollte meine teebaumölliebende Tante mir dieses Erzeugnis auch als Wunderwaffe gegen meine Akne präsentieren. Aber da stellte sich dann heraus, dass ich auf Teebaumöl total allergisch reagiere; ich habe mit meinem schlimmsten Akneschub noch lange nicht so schlimm ausgesehen wie nach dem Benutzen vom Teebaumöl.