Wie beschäftigt ihr eure Kinder nach dem Arbeitstag?

vom 27.05.2020, 04:55 Uhr

Wie beschäftigt ihr eure Kinder nach dem Arbeitstag? Bei uns werden die Kinder nach einem achtstündigen Arbeitstag aus den jeweiligen Einrichtung abgeholt. Oftmals erwische ich mich selbst dabei wie bei mir einfach die Luft raus ist und eine Beschäftigung mit den Kindern zu kurz kommt. Ich denke es ist für jeden nachvollziehbar, dass man nach einem langen Arbeitstag nicht mehr so viel Power hat als wenn man zu Hause wäre.

Jedoch tut es mir immer leid wenn man sich für die Kinder nicht mehr so viel Zeit nehmen kann wie man sollte. Oftmals verrichtet man nur seine Arbeiten im Garten oder im Haushalt und die Kinder laufen nebenher. Klar gibt es auch Tage an denen es anders ist. Dann mache ich mit ihnen noch eine kleine Radtour oder spielen etwas. Aber die Müdigkeit überwiegt einfach.

Wie ist es bei euch? Seid ihr nach der Arbeit noch motiviert und was macht ihr dann noch mit euren Kindern? Er geht es euch ähnlich?

» timbo007 » Beiträge: 841 » Talkpoints: 0,80 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich habe meinen Kindern gezeigt, wie man näht. Sie nähen Kissen, Maskottchen und andere Dekorationen, die sich in ihrem Zimmer befinden. Es braucht sie viel Zeit und ich habe einen Moment etwas zu Hause zu tun. :)

» ilonakaminska80 » Beiträge: 1 » Talkpoints: 0,04 »


Ich kann empfehlen, wenn bei einem selbst die Luft raus ist, die Kinder so zu beschäftigen das man sich selbst ein wenig ausruhen kann. Damit meine ich, dass man sich zum Beispiel zusammen an einen Tisch setzt (gerne auch draußen, wenn die Möglichkeit besteht) und gemeinsam malt. Als Elternteil kann man je nach Interesse auch frei malen oder Mandalas ausmalen oder ein Bullet Journal führen etc.

Oder man liest den Kindern etwas vor. Entweder man sitzt dabei zusammen in einer Leseecke (und kuschelt oder so) oder die Kinder spielen/malen dabei. Und man muss ja auch nicht zwangsläufig Kinderbücher lesen. Man kann dabei durchaus auch Bücher/Geschichten lesen die einen selbst interessieren und nicht gerade Thriller/Krimi/Horror etc. sind.

Wenn man sich selbst gut beim Spazieren gehen entspannen kann, dann raus mit den Kindern (mit Dreirad, Roller, Fahrrad) und sich selbst für den Weg einen Kaffee mitnehmen oder gleich Picknicken und das Abendbrot zusammen draußen einnehmen. Wenn man dies häufiger macht, ist das auch kein Stress, man weiß, was man packen muss und hat ggf. sogar einen Picknickkorb.

Sonnenbaden kann man gut mit einem Besuch auf dem Spielplatz verbinden, wenn einen das entspannt.

Auch Schwimmen gehen wäre eine Idee. Wir haben das oftmals so gemacht, dass wir abends ins Schwimmbad sind, dann ist das Kind müde und schläft gut. Wir als Eltern haben die Zeit im Kinderbecken genutzt, um den Tag etc. zu besprechen, und jeder hat sich abwechselnd Zeit in einem anderen Becken gegönnt (Whirlpool oder Bahnen schwimmen).

Aber natürlich muss nicht jeden Tag "Entertainment" Programm sein. Auch als Eltern hat man das Recht mal "kaputt" zu sein und nur noch auf das Sofa zu wollen. Aber wenn man vielleicht ein paar Rituale einführt und sowohl man selbst als auch die Kinder den Ablauf des Nachmittags schon kennen, dann freut man sich selbst auch drauf und auch das vertreibt die Müdigkeit/Lustlosigkeit.

» Maysen » Beiträge: 388 » Talkpoints: 36,43 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ganz ehrlich, ich kann super nachvollziehen, dass du nach 8 Stunden Arbeit dann schon auch fertig bist und vielleicht auch lieber mal etwas Entspannung möchtest. Das ist für mich absolut verständlich. Ich kann mir meine Zeit einteilen, wie ich arbeite und mein Sohn geht auch nicht so lange in den Kindergarten, aber ich versuche mal dir zu helfen.

Zunächst mal würde ich mich vielleicht bei etwas Obst gemeinsam hinsetzen, mal kurz reden, denn das Kind hat vielleicht etwas zu erzählen und du kannst mal kurz ein paar Minuten durch schnaufen. Dann kannst du dein Kind ja auch einfach mal fragen, was ihr machen wollt. Es wäre aber sicherlich für beide Seiten dienlich etwas Entspannung in die ersten Minuten zu Hause zu bringen. Vielleicht auch mal eine Stunde einfach etwas machen, was ruhig ist. Neben dem Reden kann man natürlich auch Lego spielen oder einfach mal etwas kuscheln, ein Buch ansehen oder auch mal gemeinsam besprechen, was es zum Abendbrot geben soll. So ein Kind ist ja im Kindergarten auch durchaus beschäftigt und nicht untätig. Deswegen ist da sicherlich auch etwas Ruhe erwünscht, auch wenn dein Kind das wahrscheinlich auch nicht zugeben mag, wie meines auch.

Habt ihr einen Garten oder einen Balkon? Da kann man dann auch ein bisschen etwas für das Kind herrichten, dass es sich auch mal selber beschäftigen kann. Ich denke auch ein kleines Kind kann verstehen, dass man mal eine Pause braucht. Die Idee vom Picknick ist sicherlich auch nicht schlecht. Wenn es mal ein bisschen aufwendiger sein kann, dann kann man auch einen Besuch im Tierpark machen, da kann man recht entspannt laufen und reden und das Kind kann sich dann noch mal auf dem Spielplatz auspowern. So etwas ist aber sicherlich eher etwas für einen Tag, an dem man noch fit genug ist zum Laufen.

Ich finde es aber auch durchaus legitim, wenn du dein Kind nicht die ganze Zeit dann zu Hause beschäftigst. Das muss ein Kind ja auch lernen und man ist deswegen keine schlechte Mama. Wie wäre es denn, wenn du das Lego oder was auch immer einfach auf dem Esstisch ausbreitest, dir selber ein Getränk machst oder was auch immer und dich einfach mal dazusetzt? Das entspannt und das Kind kann selber aktiv werden.

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» Ramones » Beiträge: 42068 » Talkpoints: 17,66 » Auszeichnung für 42000 Beiträge



Das ist wirklich ein Problem. Nach acht Stunden Arbeit kann man eigentlich keine tollen Sachen mit den Kindern mehr machen, zumal es leider immer noch so ist, dass auch die Hausarbeit bei den Frauen hängenbleibt. Oft müssen die Kinder trotz Ganztagsschule noch Hausaufgaben machen, wie etwa Vokabeln lernen, oder es fallen Tätigkeiten an wie Karnevalskostüme entwerfen, Blätter sammeln oder für die Fahrradprüfung lernen. Eigentlich ist man da immer überlastet.

Ich finde eh, dass Kinder und Arbeit mit einer Vollzeitstelle und Haushalt eine übermenschliche Belastung sind. Mir ist das erst hinterher aufgefallen, als ich nur noch Teilzeit gearbeitet habe. In den Zeiten vorher habe ich einfach nur funktioniert. Ich bin der Meinung, dass es besser für alle Beteiligten ist, dass Frauen und Männer in gewissen Phasen ihres Lebens BEIDE Teilzeit arbeiten sollten. Natürlich gibt es Berufe, in denen das nicht geht. Aber die sind meist in höheren Gehaltsstufen, Dort kann man sich immer eine Haushaltshilfe und eine Nanny leisten.

Aber ein Krankenpfleger und eine Facharbeiterin können durchaus Teilzeit arbeiten. Ebenso Bankangestellte, Lehrer, Sachbearbeiter, Verkäufer, Busfahrer und so weiter und so fort. Ich glaube, man hat mittlerweile sogar ein Recht darauf. Leider weigern sich viele Männer, Teilzeit zu arbeiten, weil es angeblich nicht geht. Manche sagen auch, dass es kein großer Unterschied sei, ob man 30 oder 40 Stunden arbeite oder dass man das Geld brauche oder dass das der Chef nicht gerne sehe oder oder oder.

» blümchen » Beiträge: 964 » Talkpoints: 65,03 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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