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Ich lerne meistens am späteren Nachmittag, wenn ich nach Hause gekommen bin und oft bin ich dann schon richtig müde. Wenn ich dann so vor meinen Büchern sitze, denk ich ständig ans Schlafen und wünschte, ich könnte die Zeit 4 Stunden nach vorne drehen, sodass ich fertig bin mit Lernen und endlich ins Bett kann. Deshalb habe ich mich letztens gefragt, ob es denn fürs Gehirn nicht besser wäre, man würde erst einmal schlafen, und wenn es nur ein oder zwei Stunden sind, um den Kopf einigermaßen frei zu haben.
Kann man sich nach dem Schlafen vielleicht besser konzentrieren und ist ausgeruhter und aufnahmefähiger? Oder wird dadurch eher das Gegenteil bewirkt und man ist noch müde und braucht erstmal wieder ein paar Stunden um ordentlich wach zu werden?
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:: Sippschaft
:: Beiträge 7582:: 159.92 Talkpoints ::  |
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Wir haben vor kurzem in der Schule in Gruppen Gespräche geführt, wie man am besten lernt. Jeder hat da sicher seine eigene Methode, aber ein paar fand ich trotzdem ganz hilfreich.
Wichtig ist es das du dir eine angenehme Atmosphäre schaffst. Manche lernen gerne wenn Musik läuft, andere schaffen sich schönes Licht, ein paar Kerzen oder völlige Stille.
Am besten ist es für das Gehirn wenn du in Etappen lernst anstatt einen stundenlangen Marathon einzulegen. Also lern lieber 20 Minuten und mach dann eine kurze Pause und versuch in der Zeit auch was anderes zu machen (ca. 10-15 Min.). Danach lernst du wieder 20 Minuten und fängst schonmal an dich selber abzufragen, ob du noch was aus der ersten Periode weisst.
Zusätzlich ist es gut, kurz vor dem Schlafengehen zu lernen, da das Gehirn während du schläfst weiter arbeitet und genau das was du zuletzt gemacht hast besser in Erinnerung behält.
Sicher ist es gut abzuspannen wenn man von der Schule kommt, aber dafür kannst du ja den Heimweg nutzen. Dann kannst du dich zu Hause in Etappen an ein paar Übungen setzen. Teil dir das lieber den Tag über ein anstatt dich erstmal 2 Stunden auszuruhen und dann so viel hintereinander weg zu lernen.
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:: Hormonkeks
:: Beiträge 450:: 288.35 Talkpoints |
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Kennst Du die Maslowsche Bedürfnispyramide? Diese sagt aus, dass Du erst Deine Grundbedürfnisse befriedigen musst, bevor Du zu weiteren Schritten fähig sein kannst. Es nützt also rein gar nichts, wenn Du versuchst Dich trotz hoher Müdigkeit noch zum Lernen zu zwingen. Schlaf ist eines der Grundbedürfnisse und wenn Du effektiv lernen willst, musst Du ausgeschlafen sein, musst gegessen und getrunken haben, musst halbwegs gut drauf sein, sonst kreisen Deine Gedanken einfach viel zu sehr um diese Dinge als um den Lernstoff. Das ist vollkommen logisch, ganz egal welcher Lerntyp Du bist. So ist der Mensch! Du bist keine Maschine und damit musst Du lernen umzugehen.
Wenn Du nach der Schule müde bist, dann leg Dich einfach ein oder zwei Stunden erst einmal hin. Du musst ja nicht deine Schlafsachen anziehen; es ist vielleicht besser, sich zum Beispiel auf dem Sofa auszuruhen, um nicht bereits in den Tiefschlaf zu geraten. Wenn Du dann wieder aufstehst, machst Du noch ein paar allgemeine Arbeiten, damit Du richtig wach wirst wie zum Beispiel das Packen Deiner Schultasche und dann kannst Du lernen. Das habe ich früher, als ich noch viel lernen musste, auch immer so gemacht. Man tut sich einfach selbst keinen Gefallen, wenn man versucht den Lernstoff in sich hinein zu prügeln.
Außerdem ist es ohnehin nicht gut und ratsam, gleich nach der Schule wieder die Schulsachen herauszuräumen und weiterzulernen. Nach 8 Stunden Unterricht, nach 4 bis 8 verschiedenen Fächern und Lehrern ist Dein Gehirn "müde". In Pädagogik (ich habe das als Unterrichtsfach) wird uns immer empfohlen, dass wir uns nach der Schule erst einmal mit etwas komplett anderem beschäftigen, um das am Schultag Gelernte zunächst zu verarbeiten und um sich und seinem Kopf eine Pause zu gönnen. Pausen sind absolut notwendig, sonst drehst Du irgendwann durch und kannst nichts mehr behalten. Zu viel Ehrgeiz ist hier unangebracht. Das nützt nichts.
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:: Mandragora
:: Beiträge 1597:: 8.78 Talkpoints ::  |
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Vielleicht ist das bei jedem etwas anders, aber ich persönlich kann zum Beispiel nach einem Mittagsschläfchen gar nicht mehr lernen oder mich auf die Hausaufgaben konzentrieren. Wenn ich erst im Bett liege, werden aus der einen Stunde meist mehr und danach fühle ich mich noch schläfriger als vorher. Selbst, wenn ich doch nach nur einer Stunde aus dem Bett komme, habe ich anschließend noch weniger Lust aufs Lernen als sonst.
Wenn du am späten Nachmittag nach Hause kommst und dann Mittag isst und anschließend 2 Stunden schläfst, ist es doch sicher schon Abend? Wenn du dann viele Hausaufgaben zu erledigen hast, dann bist du damit ja gerade fertig, wenn es schon wieder Abend geworden ist. Ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist, auf diese Weise vertrödelst du ja den ganzen Tag.
Wenn ich nach Hause komme, esse ich meist eine Kleinigkeit (Bananen zum Beispiel liefern Energie und gute Laune) und mach mir einen Kaffee. Bis der Kaffee zu wirken anfängt, entspanne ich mich eine halbe Stunde auf der Couch (aber ohne einzuschlafen) und fühle mich schon wieder fit genug fürs Lernen.
Hoffentlich konnte ich dir mit dem Tipp helfen, bei mir wirkt es jedenfalls.
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:: Cappuccino
:: Beiträge 1635:: 2.02 Talkpoints ::  |
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Ich kenne das auch sehr gut, dass ich von der Schule komme und einfach zu nichts mehr Lust habe, sondern nur schlafen will. Da ich auch ansonsten unter Schlafstörungen leide habe ich mich in diesem Bereich schon ganz gut informiert. Meine Erfahrung stimmt mit den Meinungen von vielen Ärzten überein: Maximal eine halbe Stunde Schlaf am Nachmittag! Wenn du zu lange Schläfst, dann ist dein Körper so mit Schlafhormonen zugepumpt, dass du einfach nicht mehr hochkommst. Dann ist mit dem Lernen auch nichts mehr.
Wenn du nach der Schule total müde bist, dann hast du wahrscheinlich einen verschobenen Schlafrhytmus. Wenn du dann am Nachmittag schläfst, rutscht du in einen Teufelskreis und das will ich wirklich niemandem wünschen, denn Schlafstörungen sind wirklich zum kotzen.
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:: Lapda
:: Beiträge 32:: 19.34 Talkpoints |
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Ich gehe da wohl eher etwas unkonventionell vor und schlafe grundsätzlich immer, bevor ich mich an meinen Schreibtisch setze, um Hausaufgaben zu erledigen oder für Klausuren zu lernen, denn wenn ich nach acht oder zehn Stunden von der Schule nach Hause komme, bin ich einfach nicht mehr in der Lage, irgendetwas für die Schule zu erledigen und muss manchmal sofort ins Bett, ohne vorher überhaupt gegessen zu haben. Dann bin ich zwar manchmal schon nachts gegen 1:00 Uhr wach, aber dafür ist es dann auch mein Geist und ich kann mich problemlos aufraffen, um etwas für die Schule zu tun. Sicherlich werden einige mir hier vorschlagen, einfach später ins Bett zu gehen, weil ich dann auch nicht nach der Schule müde wäre, aber ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass dieser Rhythmus für mich am gesündesten ist und ich so am effektivsten lernen kann.
Und das ist eigentlich auch mein Universaltipp an jeden, der dieses Problem hat: Findet euren eigenen für euch gesunden Tagesrhythmus heraus und wenn ihr ihn gefunden habt, versucht, ihn mit dem von der Gesellschaft aufgezwungenen Rhythmus zu vereinbaren. In meinem Beispiel klappt das ja relativ gut, weil ich einfach am Nachmittag vorschlafe, was die anderen dann am Abend bzw. in der Nacht nachholen.
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:: Silentium
:: Beiträge 121:: 122.97 Talkpoints |
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Ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung schreiben. Mir viel es immer leichter vor dem Schlafen zu lernen. Ich habe eine Zeitlang versucht erst einmal ein bisschen Schlafen zu gehen und dann anfangen zu lernen. Jetzt bin ich der Meinung, das es mir nichts bringt, denn wenn ich geschlafen habe bin ich hinterher noch schlapper und müder als ich vorher war.
Ich kann wie gesagt nur davon reden, wie es bei mir ist, aber ich kann hinterher noch schlechter lernen und ich kann mir vorstellen, dass es bei vielen anderen auch so ist, dennoch liegt es natürlich an einem selber, wie er das mit dem Schlaf verträgt und wie nicht. Probier es einfach aus, dann weißt du was das beste für die ist.
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:: nuni
:: Beiträge 75:: 0.04 Talkpoints |
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