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Durch die Vergütung der Überstunden steigen die Steuern und Sozialversicherungsabgaben - ich vermute mal, dass Du das auch meinst, wenn Du von "anders versteuert" sprichst. Da bei der Einkommensteuer (sprich: bei Arbeitnehmern bei der Lohnsteuer) eine progressive Berechnung angewendet wird, steigt der Lohnsteuersatz in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen. Einfach ausgedrückt heißt das, dass ein ein Vielverdiener auch prozentual gesehen mehr Steuern bezahlt, als ein Geringverdiener, da seine finanzielle Leistungsfähigkeit ja auch höher ist.
Um jetzt ausrechnen zu können, wieviel Steuern man auf 50 Überstunden zu bezahlen hat, muss man zunächst mal den Stundenlohn für die Überstunden in Erfahrung bringen.
Einfaches Beispiel:
Arbeitnehmer, ledig, ohne Kinder = Lohnsteuerklasse 1
1. Gehalt ohne Überstunden
Grundgehalt: 2.000,- Euro brutto
Lohnsteuer: 253,08 Euro (= 12,65 %)
2. Gehalt mit Überstunden
Grundgehalt: 2.000,- Euro brutto
Überstunden: 1.000,- Euro (50 Stunden x 20,00 Euro angenommen)
Gesamtgehalt: 3.000,- Euro
Lohnsteuer: 544,75 Euro (= 18,16 %)
Wenn man die Überstunden beispielsweise nur in einem Monat gemacht hat und den Rest des Jahres das "Normalgehalt" bekommt, erhält man beim Lohnsteuerjahresausgleich die in dem Monat mit Überstunden zu viel gezahlte Lohnsteuer wieder, weil dann ja die Steuer für das gesamte Jahr berechnet und festgesetzt wird.
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