Bei meiner Freundin wurde ebenfalls schon eine Fruchtwasserpunktion gemacht, da es Unregelmäßigkeiten beim Ultraschall gab. Es bestand auch das Risiko, dass das Kind eine Behinderung hat und da hat der Frauenarzt ebenfalls zu einer Fruchtwasserpunktion geraten, um eben Gewissheit zu haben und dann möglicherweise Maßnahmen ergreifen zu können. Meine Freundin ist damals erst 25 Jahre alt gewesen, also wird das nicht nur bei älteren Frauen gemacht. Es wird eigentlich immer empfohlen, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten, wobei die Gefahr des Down-Syndroms usw. bei älteren Frauen natürlich weitaus größer sind.
Wie schon erwähnt wurde, wird die Punktion immer durch die Bauchdecke gemacht und nicht durch den Muttermund. Meine Freundin empfand das Ganze damals als ziemlich schmerzhaft, allerdings hing das wohl hauptsächlich damit zusammen, dass sie wahnsinnig aufgeregt und angespannt war. Sie hatte ziemlich große Angst davor (was ich auch wirklich nachvollziehen kann) und ich gehe einfach mal davon aus, dass der körperliche Schmerz da nicht so groß gewesen sein kann, weil sie eben auch eine Betäubung verlangt hat. Normalerweise macht man das glaube ich nicht, aber meine Freundin hatte eben auch Panik, dass sie die Schmerzen dann vermutlich nicht aushalten könnte. Die Punktion wurde in der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt, wenn ich mich richtig erinnere, weil vorher das Risiko für den Embryo einfach zu groß war.
Risiken gibt es natürlich immer. Zum einen kann es eben zu Fruchtwasserverlust kommen oder eben zur Verletzung der Gebärmutter oder der Plazenta. So etwas kann man nie ganz ausschließen, auch wenn diese Fruchtwasserpunktion natürlich unter Ultraschallkontrolle durchgeführt wird. Im schlimmsten Fall kann es dann natürlich auch zu einer Fehlgeburt kommen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt bei einer Fruchtwasserpunktion nun genau ist, kann ich nicht sagen, aber sie wird so bei 2-3 % liegen. Das finde ich persönlich schon sehr viel und ich hätte so eine Punktion wohl nicht durchführen lassen, wenn es nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Bei meiner Freundin ist damals glücklicherweise alles gut gegangen und sie hatte keinerlei Probleme danach. Das Kind ist gesund auf die Welt gekommen und geht jetzt in die Schule 
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