Mittelmeerernährung perfekt für die Schwangerschaft?

vom 29.03.2023, 01:05 Uhr

Eine gute Freundin von mir ist schwanger und hat sich entschieden, die Mittelmeerernährung auszuprobieren, da sie davon überzeugt ist, dass diese Ernährungsweise perfekt für die Schwangerschaft ist. Ich bin mir jedoch noch nicht sicher, ob ich das genauso sehe.

Ich habe einiges über die Vorteile der Mittelmeerernährung gehört, wie zum Beispiel die vielen gesunden Fettsäuren, die enthalten sind. Aber andererseits gibt es auch viele Lebensmittel, die in dieser Ernährungsweise vermieden werden sollen, wie rotes Fleisch und Milchprodukte. Und das macht mich skeptisch.

Habt ihr Erfahrungen mit der Mittelmeerernährung während der Schwangerschaft? Was waren die Vor- und Nachteile, die ihr bemerkt habt? Und welche Alternativen gibt es, die genauso gesund sind? Würdet ihr die Mittelmeerernährung in der Schwangerschaft empfehlen?

» Aguti » Beiträge: 3109 » Talkpoints: 27,91 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Was beinhaltet diese Ernährung denn? Ich denke man sollte sich in der Schwangerschaft rein nachdem richten, was der Körper einen sagt. Damit läuft man doch meistens ganz gut und damit meine ich nicht, dass man sinnlos in ich hineinspachtelt, sondern einfach auf das hört, worauf der Körper Hunger hat. Wenn man mit einer Ernährungsform gut klarkommt, dann ist das doch super, aber man weiß auch nicht, ob das in der Schwangerschaft so bleibt.

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» Ramones » Beiträge: 47746 » Talkpoints: 6,02 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


Also wenn ich daran zurückdenke, was ich mir in der Schwangerschaft so reingezogen habe, dann würde ich von der Mittelmeerernährung fast abraten, denn man hält sie nicht durch. Aber mediterranes Essen gilt als sehr gesund und ich denke schon, dass sie auch zur Schwangerschaft passen könnte. Aber das muss die Schwangere selbst entscheiden.

In meiner letzten Schwangerschaft war ich zum Beispiel entsetzlich scharf auf Schweizer Wurstsalat auf den ich dann noch Senf und Ketchup gekippt habe. Oder ich habe mich eine Woche lang von gegrillter Rindswurst mit Currysoße ernährt. Klingt nicht besonders mediterran, oder?

Aber ich esse auch außerhalb der Schwangerschaft sehr gerne mediterrane Speisen oder lege Gemüse ein oder grille Fleisch und Meeresfrüchte. Daher denke ich allgemein betrachtet, dass Mittelmeerernährung grundsätzlich auch in der Schwangerschaft gut wäre, aber das muss die Schwangere entscheiden.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12558 » Talkpoints: 4,06 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Wo soll bitte das grundsätzliche Problem bei einer ausgewogenen Vollwertkost während der Schwangerschaft liegen? Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkorn plus Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel sowie etwas Milch, Joghurt oder Käse täglich liefert doch nun alles, was der Körper so braucht. Und rotes Fleisch ist ja nun auch nicht verboten, sondern es sollte einfach seltener auf den Tisch als hierzulande üblich. Es fehlt an nichts.

Ob das dann funktioniert, steht auch einem anderen Blatt. Ich habe erst 18 Wochen gespuckt und durfte dann bis zur Entbindung hungern, um den Blutzuckerspiegel wegen Schwangerschaftsdiabetes trotz Insulin nicht entgleisen zu lassen. Ich kam leichter aus dem Kreißsaal als vor der Schwangerschaft.

» cooper75 » Beiträge: 13340 » Talkpoints: 501,48 » Auszeichnung für 13000 Beiträge



Ganz ehrlich, jede Frau sollte selbst entscheiden womit sie sich wohl fühlt. Besonders, wenn man ein gesundes Körpergefühlt hat, kann man sich eigentlich darauf verlassen.
Schönes Zitat dazu:

Im Grunde sind sich internationale Experten nur darüber einig, dass Alkohol in der Schwangerschaft absolut nichts verloren hat. Generell wird allerdings auch bei rohen Produkten zu Vorsicht geraten: Insbesondere rohes Fleisch, roher Fisch, (halb-)rohe Eier und unpasteurisierte Rohmilch-Produkte können Keimbelastungen aufweisen und potentiell gefährliche Erkrankungen in der Schwangerschaft auslösen. Allerdings gibt es für keines dieser Produkte einen Expertenkonsens – in Japan etwa ist der Konsum von rohem Fisch in der Schwangerschaft normal und in Kanada wird von Rohmilchprodukten nicht abgeraten.

Aus einem Interview mit Dr. med. Sarah Plack auf bio-apo.de

» Shelly » Beiträge: 24 » Talkpoints: 3,06 »


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