Welche zusätzliche Form der Altersvorsorge nutzt ihr?

vom 09.01.2022, 21:48 Uhr

Als zusätzliche Altersvorsorge investiere ich in:

Riester-/Rürup-Rente
0
Keine Stimmen
Fonds/Aktien
1
50%
Betriebliche Altersvorsorge
0
Keine Stimmen
Immobilien
0
Keine Stimmen
Private Lebens-/Rentenversicherung
1
50%
Etwas anderes
0
Keine Stimmen
Gar nichts
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt : 2

Dass allein die gesetzliche Rente zukünftig mal etwas knapp wird, das sollte hinlänglich bekannt sein und deswegen empfiehlt es sich auch nebenbei noch etwas zur Altersvorsorge aufzubauen. Möglichkeiten dazu gibt es einige, nur muss man eben schauen, was zu einem auch passt. Nutzt ihr schon eine Form der privaten Altersvorsorge und für welche habt ihr euch denn entschieden? Was gab denn den Ausschlag, dass ihr euch gerade für dieses Anlageprodukt entschieden habt?

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» info-hotline » Beiträge: 141 » Talkpoints: 70,65 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich habe vor einigen Jahren eine fondsbasierte Lebensversicherung abgeschlossen und mit dieser bin ich bisher nicht so zufrieden. Wenn ich mir diese Lebensversicherung mit Rentenbeginn auszahlen lasse, dann mache ich noch Minus und bekomme nicht mal meine eingezahlten Beiträge heraus. Nur wenn ich vorher sterben würde, dann wäre es etwas mehr, als das eingezahlte Kapital, aber das war nicht mein Hintergedanke dabei. Ich hoffe jedenfalls, dass meine Fonds-Altersvorsorge noch aufholt und ein bisschen Rendite erwirtschaftet.

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» Pfennigfuchser » Beiträge: 3659 » Talkpoints: 23,32 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Ich hatte mal in Aktien für das Alter angelegt. Allerdings, und das war vielleicht ein Fehler, nur in einen einzigen Wert. Im November habe ich dann aber das gesamte Paket verkauft. Da waren die Aktien nämlich auf einem 10-Jahreshoch und es kursierten Meldungen, dass der DAX wegen eines nochmaligen Lockdowns abschmieren könnte. Im Nachhinein war das wohl die richtige Entscheidung, denn seither haben die Aktien tatsächlich über 20% verloren. Was neues habe ich noch nicht gefunden und warte erst einmal ab.

» pastisse » Beiträge: 134 » Talkpoints: 34,07 » Auszeichnung für 100 Beiträge



pastisse hat geschrieben:Ich hatte mal in Aktien für das Alter angelegt. Allerdings, und das war vielleicht ein Fehler, nur in einen einzigen Wert.

Ich würde eher sagen, dein Grundansatz so deine Altersvorsorge zu unterstützen war falsch. Mit einer einzelnen Aktie kann man Glück haben oder aber auch Pech. Das ist vielleicht eine gute Strategie um zu zocken oder Geld anzulegen, was man nicht braucht.

Aber wenn es darum geht für die Rente Geld anzulegen, dann möchte ich ja zu Rentenbeginn auf das Geld zugreifen können und es sollte mehr Wert sein als ich eingezahlt habe und einen Inflationsausgleich erwirtschaften. Ansonsten habe ich entweder Geld verbrannt oder es nicht verfügbar.

Damit scheiden für mich persönlich Lebensversicherungen schon einmal aus. Die Rendite ist da ja so klein, dass es allenfalls die Inflation ausgleicht. Da hätte ich das Geld auch vorher ausgeben können um etwas Spaß zu haben. Immobilien scheiden für mich aus dem Grund aus, dass ich mein Geld da eben nicht zur freien Verfügung habe. Ich kann ja schlecht mal eben nur einen Teil einer Immobilie kurzfristig verkaufe, weil ich gerade ein wenig Geld brauche. Zum anderen finde ich da einfach den Aufwand für eine halbwegs vernünftige Rendite viel zu hoch.

Aktie direkt kaufen, so wie du es gemacht hast, würde ich für die Altersvorsorge nur machen, wenn ich einen Anlagezeitraum von mehr als 10 Jahren habe um auch Rückschläge weg stecken zu können und zum anderen, wenn ich genug Grundkapital habe um es in viele verschiedene Aktien zu investieren und dabei verschiedene Branchen abbilden zu können. Falls eine abschmiert, können das die anderen ausgleichen. Noch besser würde ich einfach einen Fonds nehmen, der breit investiert. Damit glättet man natürlich die Rendite, aber eben auch das Risiko. Aber auch hier gilt eben wieder der lange Anlagehorizont. Und am besten eben regelmäßig einzahlen. Damit kauft man zwar auch mal teuer ein, aber eben auch billig, wenn die Kurse fallen.

Und man sollte eben keine utopischen Ziele haben. Ich denke, wenn man durchschnittlich 5-10% Rendite pro Jahr erzielt ist das absolut ausreichend. Damit hat man mehr als die Inflation und man kann auf das Geld eben immer zugreifen. Aber da muss man eben einpreisen, dass es auch mal Jahre gibt, wo es keine oder eine negative Rendite gibt.

» Klehmchen » Beiträge: 5223 » Talkpoints: 902,46 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Eine Kapitallebensversicherung ist dann sinnvoll, wenn man seine Familie absichern möchte, denn sie enthält nicht nur einen Sparanteil, sondern auch einen Todesfallschutz. Aber vielleicht sollte man abwägen, ob man nicht lieber statt dessen eine private Rentenversicherung ohne Hinterbliebenenschutz plus eine Risikolebensversicherung abschießen sollte. Man bekommt zwar bei der Risikolebensversicherung am Ende nichts raus, aber man kann sie für eine bestimmte Zeit abschließen. Kinder sind ja irgendwann mal selbstständig, sodass man sie nicht mehr absichern muss.

Ich hatte mal eine private Rentenversicherung mit Kapitalabfindung, weil ich mal bei einer Versicherung arbeitete. Deswegen musste ich keine Provisionen zahlen. Die habe ich mir dann irgendwann auszahlen lassen. Ansonsten würde ich das wegen der hohen Verwaltungskosten und den zurzeit niedrigen Zinsen und Überschussanteilen nicht mehr abschließen. Lohnt sich eh in meinem Alter nicht mehr.

Ich würde als junger Mensch mein Geld in Fonds anlegen, zum Beispiel in solche, die Indizes abbilden. Versicherungen machen ja auch zum Beispiel bei fondsgebundenen Lebensversicherungen auch nichts anderes, nur hat man keinen Einfluss darauf und die Verwaltungskosten sind hoch. Außerdem kann ich dann selber entscheiden, wie viel Risiko ich beimische.

» blümchen » Beiträge: 3623 » Talkpoints: 31,03 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


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