Wenig Besitz bevorzugen, da das Putzen so einfacher ist?

vom 06.05.2020, 16:08 Uhr

Je mehr Zeug man hat, desto aufwändiger ist es oft auch, zu putzen und aufzuräumen. Mich nervt es selbst schon, wenn ich meine Bücherregale oder meinen Schminktisch richtig ausgiebig putzen will und dann quasi alles abräumen muss. Das ist natürlich sehr zeitaufwendig und da wäre man schneller und effektiver, wenn man weniger Zeug hätte.

Genau deshalb bevorzuge ich es aber im Normfall auch, nicht allzu viel Zeug anzusammeln, wobei es mir aber auch allgemein nicht mehr gefällt, wenn eine Wohnung so vollgestellt ist. Meine Bücherregale bilden da eine Ausnahme. Würdet ihr wenig Besitz in eurer Wohnung bevorzugen, da man sich so (oft) weniger Arbeit mit dem Putzen und dem Aufräumen macht?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 34336 » Talkpoints: 0,15 » Auszeichnung für 34000 Beiträge



Mag sein, dass es logischer klingt, weniger Sachen zu haben um weniger putzen zu müssen, aber praktikabel finde ich das nicht unbedingt, weil ich keine sinnlosen Dinge bei mir habe, sondern Dinge, an denen ich mich erfreue oder die ich nutze. Von daher putze ich lieber etwas mehr und fühle mich dann wohl, als weniger zu putzen und dann in einer kahlen Wohnung zu sitzen, immerhin möchte ich mich auch wohlfühlen.

Auch frage ich mich, was das ändern soll. Mit 2 Kindern habe ich den ganzen Tag zu putzen, auch wenn die beiden schon etwas mithelfen, sind sie dann doch gerne mal so, dass sie alles durcheinanderbringen und kleckern, da stört mich dann mein Kram, der da noch dazu kommt nicht wirklich.

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» Ramones » Beiträge: 43201 » Talkpoints: 3,52 » Auszeichnung für 43000 Beiträge


Dein Beispiel mit den Büchern zeigt doch deutlich, dass das so nicht funktioniert. Wenn mir etwas wirklich wichtig ist, dann ist es egal, dass ich mehr Zeit zum Putzen oder Staub wischen aufwenden muss. Das nehme ich dann in Kauf um mich an meinen Büchern erfreuen zu können.

Und wenn ich mir denke, dass ich mich von etwas trennen möchte weil ich keine Lust mehr habe es zu putzen ist das doch ein sehr guter Indikator dafür, dass ich das Teil tatsächlich nicht brauche und aus meinem Haus entfernen sollte. Das liegt dann aber eigentlich gar nicht am Putzen, das Teil ist dann einfach grundsätzlich unnütz.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25750 » Talkpoints: 36,51 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



So läuft es bei mir eigentlich. Ab einem gewissen Level finde ich, dass zu viel Besitz nur belastet. Was man nicht herumstehen hat, braucht man nicht abzustauben. Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass "wenig Besitz" hoch relativ ist und ich immer noch kubikmeterweise Krempel habe, den ich eigentlich gar nicht brauche und von dem die Mehrheit der Menschheit nicht mal träumen kann, weil ihr für den erfolgreichen Betrieb eines Haarglätters oder eines Pürierstabs die zuverlässige Stromversorgung fehlt. Um nur ein Beispiel zu nennen.

Und neben dem Putzen kommt es mir auch aufs Geld an. Schließlich muss der Kram auch gelagert werden, und jeder Kubikmeter Wohnfläche kostet nicht gerade wenig. Und dabei handelt es sich um Fläche, die ich nicht mal nutzen kann, weil sie zur reinen Aufbewahrung gebraucht wird.

» Gerbera » Beiträge: 9241 » Talkpoints: 2,84 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



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