Müsst ihr Urlaubsplanung am Jahresanfang abgeben?

vom 16.08.2020, 22:47 Uhr

Bei uns ist es üblich den Urlaub schon am Jahresende des Vorjahres zu planen. Von den 30 Urlaubstagen die wir zur Verfügung hatten durften wir lediglich 3 Tage ungeplant lassen.

Einigen meiner Kolleginnen jammern jährlich deswegen, da es ihnen ziemlich schwer fällt. schon im Januar ihren ganzen Urlaubsbedarf vorauszusehen bzw. den Großteil davon. Sie haben keine Kinder und würden deshalb auch gerne eher spontan ihre Urlaubsangebote buchen wollen. Gerade wegen Corona mussten jetzt viele von ihnen den Urlaub antreten ohne überhaupt ein tatsächlichen Bedarf bzw. ein Urlaubsziel zu haben. Das sorgte für großen Unmut.

Mir persönlich viel es dagegen nicht so schwer, weil ich ja eine schulpflichtige Tochter habe und meine Urlaube deswegen auch an den Schulferien von ihr orientiert habe.

Wie ist das bei euch, müsst ihr euren Jahresurlaub auch schon im Vorjahr planen? Fällt euch das schwer oder habt ihr euren Urlaubsbedarf auch da schon im Kopf? Könnt ihr verstehen dass ein Arbeitgeber einen solchen Urlaubsplan im Voraus fordert?

» EngelmitHerz » Beiträge: 2434 » Talkpoints: 19,60 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Als ich noch im Angestelltenverhältnis gearbeitet habe, mussten wir immer bis Ende März unsere groben Urlaubswünsche abgeben. Meistens konnten sie auch erfüllt werden. Auf Familien mit Kindern wurde besondere Rücksicht genommen. Es blieben aber noch genügend Tage variabel, die wir kurzfristig nehmen konnten.

Ich habe in keinem Bereich gearbeitet, der immer von mehreren Leuten besetzt sein musste. So reichte es durchaus, wenn von vier oder fünf Leuten mindestens einer da war. Wir hatten nichts mit Kundenverkehr zu tun und waren auch nicht in der Produktion tätig, sodass wir unsere Arbeitszeiten und Tätigkeiten sehr flexibel gestalten konnten.

Wegen der Ferienregelung habe ich meistens Pfingsten zwei Wochen und Ende August zwei Wochen genommen. In Bayern waren da Ferien und zu diesen Zeiten gab es oft in Italien auf unserem Lieblings-Campingplatz schon günstigere Preise.

» blümchen » Beiträge: 1573 » Talkpoints: 46,96 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Zum Glück müssen wir keine Urlaubsplanung am Jahresanfang abgeben. Es reicht, wenn ich mich mit meinen unmittelbaren Kollegen abstimme, und die Regel lautet im Prinzip: bei eventuellen Konflikten gewinnt eben derjenige, der seinen Urlaubswunsch zuerst angemeldet hat. Daher ist es bei wichtigen Urlaubsterminen natürlich vorteilhaft, diese möglichst früh zu beantragen, aber oft ist es auch so, dass ich ein paar Tage spontan freinehmen möchte, und wenn es klappt, ist es gut, und wen es wegen Terminkonflikten nicht klappt, ist es auch nicht schlimm. Mit dieser Regelung bin ich ganz zufrieden, weil es mir relativ große Flexibilität ermöglicht.

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» lascar » Beiträge: 2627 » Talkpoints: 504,53 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



In meinem aktuellen Job ist das total unkompliziert, weil die Zahl der Mitarbeiter überschaubar ist. Wir müssen uns im Team schon absprechen, aber wenn ich nächste Woche Urlaub haben möchte oder Überstunden abbauen will würde ich einfach heute schauen, ob das möglich ist oder nicht. Hängt immer davon ab wo wir im aktuellen Projekt stehen und wie die Arbeit verteilt werden kann.

Aber wenn bei jemandem die Urlaubsplanung für die nächsten Monate schon feststeht, weil Reisen gebucht sind oder weil die Kinder Schulferien haben, dann wird das natürlich schon so früh wie möglich allen mitgeteilt und im internen Kalender berücksichtigt.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25541 » Talkpoints: 138,61 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



Bei uns werden Urlaube relativ spontan geplant, da wir neben dem Urlaubsplan auch immer einen Bereitschaftsdienstplan machen müssen. Dieser wird abteilungsübergreifend aufgestellt, und demnach müssen wir über das Jahr hinweg auch immer schauen, dass nicht zu viele dienstfähige Kollegen gleichzeitig abwesend sind, da wir sonst die Versorgung nicht gewährleisten können. Da es aber auch unmöglich ist, alle Dienste für das Jahr direkt im Januar schon festzulegen, hinkt auch die Urlaubsplanung hinterher. Dienstpflichtige können nun mal erst Urlaub einreichen, wenn klar ist, dass sie in den entsprechenden Zeiträumen nicht gebraucht werden, und das steht meistens zwei Monate im Voraus fest. Nur von langer Hand geplante große Urlaube mit Frühbuchungsnotwendigkeit werden auch früher eingereicht.

Das System hat natürlich Vor- und Nachteile. Es ist angenehmer, wenn man sich auf seinen Urlaub verlassen kann und Buchungssicherheit am Jahresanfang genießt, anstatt bis in die Jahresmitte bangen zu müssen, dass man seinen Wunschzeitraum auch frei bekommt. Andererseits ist es durch spontane Ausfälle, Krankheiten und Co nie zu 100% sicher, dass ein Dienstplan so bleibt, wie er erstellt wurde, und da kommt es einem beim Nachbesetzen zugute, wenn ein Kollege dankbarerweise doch einspringen und seine freien Tage dafür um eine Woche verschieben kann. Ich komme mit unserem Modell ganz gut klar, weil ich keine Kinder habe und urlaubstechnisch flexibel bin, aber viele Kollegen sind unzufrieden damit und würden sich mehr Struktur wünschen.

» MaximumEntropy » Beiträge: 7634 » Talkpoints: 979,67 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ich kann mir aussuchen wie viel und an welchen Tagen ich arbeite. Mein Mann muss aber zumindest in der Theorie auch Anfang des Jahres seinen Urlaub für das ganze Jahr einreichen. Da man aber oft nicht darauf eingeht, sind die in den letzten Jahren dazu übergegangen einfach dann Urlaub zu nehmen, wenn es betrieblich besser passt. So läuft jede Menge Urlaub auf und es gab auch schon Leute, die Unmengen an Resturlaub hatten, aber das läuft da leider so. Gewisse, gebuchte Urlaube bekommt man aber auch mit der ersten Planung dann fest zugesagt, wenn man sich durchsetzt.

In diesem Jahr hat das uns 2 Mal betroffen. Zunächst im Sommer, aber den konnten wir nicht wahrnehmen, was aber nun auch nicht so schlimm war und noch Mal im Dezember. Gerade im Dezember wollen ja alle frei haben, wegen den Feiertagen, aber da hat sich mein Mann dann durchgesetzt und darauf bestanden, weil wir da auch wegfahren. Das ist alles nicht so wirklich schön, wenn man das so macht und auch für den Arbeiter sehr kräftezerrend.

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» Ramones » Beiträge: 42591 » Talkpoints: 37,64 » Auszeichnung für 42000 Beiträge


Wir müssen unsere Urlaubsplanung bereits im November für das kommende Jahr abgeben. Da eine Urlaubskommission alle Urlaubsplanungen anschaut und in Streitfragen verbindlich festlegt, wer wann Urlaub hat, dauert das bei 6000 Mitarbeitern schon ein wenig.

Bis auf den Haupturlaub, der drei Wochen betragen soll, muss aber nicht zwingend jeder Tag fest verplant werden. Und wenn es nötig ist, kann auch der geplante Urlaub durchaus noch verschoben werden, wenn es keine triftigen Gründe dagegen gibt.

» Squeeky » Beiträge: 2722 » Talkpoints: 1,35 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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