Wo macht ihr in der Beziehung die meisten Kompromisse?

vom 10.11.2019, 21:35 Uhr

Eine Bekannte von mir macht sich gerade Gedanken, wie viele Kompromisse ihre Beziehung noch vertragen kann. Der goldene Mittelweg kann ja eigentlich nur dann wirklich funktionieren, wenn beide Partner glücklich sind und sich auf Dauer wohl fühlen.

Kompromisse sind in einer Beziehung meiner Meinung nach auf kurz oder lang unvermeidlich und sorgen für ein ein harmonisches Zusammenleben mit dem Partner. Ein gutes Zusammenleben besteht ja generell aus Respekt, Achtsamkeit und einem gewissen Geben und Nehmen.

Bei mir war Kompromissbereitschaft zum Beispiel schon bei der Wahl unseres Wohnortes gefragt. Mein Partner ist extra aus dem Norden Deutschlands nach Bayern für mich gezogen. Eigentlich bin ich ein Land&Naturmensch und wollte nie in einer Großstadt wohnen. Ihm zu Liebe bin ich dann aber in eine Großstadt mit Wohnung ohne Garten gezogen, da für ihn ländliches Wohnen überhaupt nicht in Frage gekommen wäre.

Weitere Kompromisse haben wir z.B. auch schon bei der Wohnungseinrichtung getroffen oder bei der Freizeitgestaltung. Ein No-Go wären jedoch für mich Kompromisse im Bereich Sexualität bzw. Beziehungsform (z.B. offene Beziehung) gewesen. Auch bei größeren finanziellen Ausgaben möchte ich ungern Kompromisse schließen.

In welchen Bereichen/Themen habt ihr am Meisten Kompromisse geschlossen? Wo würdet ihr keinen Kompromiss schließen?

» EngelmitHerz » Beiträge: 536 » Talkpoints: 0,61 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Tatsächlich bin ich meinem Mann sehr ähnlich, weswegen das Wort Kompromiss eigentlich selten erwähnt werden muss. Tatsächlich musste ich nun auch etwas überlegen, was wohl ein Kompromiss in unserer Beziehung sein könnte. Sicherlich lässt er mich bei der Einrichtung eher entscheiden, aber das liegt auch daran, dass er sich das immer nicht so gut vorstellen kann gerade in Bezug auf Farben was zueinander passt oder Stilrichtungen, ihm liegt das weniger. Ansonsten hat er eine Arbeit, die in 3 Schichten ist, was nicht immer so leicht ist und da es auch Alternativen gab, musste ich mich auch erstmal damit anfreunden, aber das ist ja letztendlich auch nicht meine Entscheidung.

Ich denke, dass man bei kleineren Sachen nicht unbedingt immer auf seine Meinung bestehen muss, wenn der Partner nicht groben Schwachsinn möchte. Bei elementaren Sachen wie welche Beziehungsform man führt oder wie das Sexualleben stattfindet würde ich nun aber nicht nachgeben. Ebenso finde ich Kompromisse bezüglich des Themas Kinder nicht so toll. Wir waren uns da schon vor der Beziehung einig. Letztendlich haben wir dann unsere Tochter doch etwas eher als geplant gemacht, aber darüber waren wir uns dann eben auch einig und haben darüber geredet. Reden ist da sicherlich viel wert, aber man kann sich eben nicht bei jedem Thema einig werden und unterordnen ist kein guter Weg.

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» Ramones » Beiträge: 40600 » Talkpoints: 59,17 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


An jeder Ecke und Kante außer beim Partner. :D Wenn der Göttergatte ja sagt, sage ich nein. Einigkeit herrscht bei uns nur darin, dass wir das Leben mit dem anderen Teilen möchten. Daher sind Kompromisse bei uns der Normalfall. Allerdings streiten wir fast nie und wir empfinden die Kompromisse auch nicht als solche. Meist geht das automatisch und das funktioniert seit Jahrzehnten bestens.

Der größte Kompromiss meinerseits war bisher wohl das Aufgeben eines hervorragend dotierten Jobs, um dem Göttergatten eine Entsendung ins Ausland zu ermöglichen. Da haben wir über die Güterstandsschaukel einen finanziellen Ausgleich für mich geschaffen und eine Absicherung im Trennungsfall über eine notarielle Vereinbarung. Mittlerweile ist das längst Geschichte und neu verhandelt, weil es mir selbstständig wieder so gut geht wie zuvor.

Der größte Kompromiss für den Garten dürfte sein, dass ich arbeite. Er sollte immer eine Hausfrau und ich gebe zu, aus seiner Sicht wäre das ziemlich praktisch. Ich hätte auch nichts gegen einen Hausmann. :D Das schafft schon viel Freizeit.

» cooper75 » Beiträge: 11654 » Talkpoints: 526,01 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Wenn ich so darüber nachdenke, empfinde ich die Kompromisse in meiner Beziehung auch nicht als solche, sondern einfach als Teil unseres halbwegs harmonischen Zusammenlebens. Wenn ich nicht jedes Mal meinen Dickschädel durchsetzen kann, ist das für mich kein Kompromiss, sondern resultiert ganz natürlich aus der Tatsache, dass mir die Meinung, die Vorlieben und die Eigenheiten meines Partners nicht völlig sonstwo vorbeigehen.

Beispielsweise schließen wir Kompromisse bei Urlaubsreisen, weil ich gerne besichtige und der Herr gerne am Strand liegt. Bei den wirklich wichtigen Fragen wie Wohnort, Job, Wohnung waren in den letzten 20 Jahren kaum Kompromisse nötig, weil uns immer mehr oder weniger äußere Umstände diktiert haben, wie es weitergeht. Im Zweifelsfall müssten wir neu verhandeln. Generell bin ich in Alltagsdingen meistens kompromissbereit, aber sobald es ans Eingemachte, sprich mein finanzielles Auskommen geht, steht meine eigene Absicherung im Vordergrund. Man weiß ja nie.

» Gerbera » Beiträge: 8383 » Talkpoints: 4,61 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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