Diebstahlschutz: Habt ihr euer Fahrrad codieren lassen?

vom 06.11.2019, 22:42 Uhr

Fahrraddiebstähle sind ein großes Problem. Wöchentlich bekommen wir in der Arbeit (Polizei) Meldungen über Diebstähle. Ein einfaches Fahrradschloss reicht oft nicht bzw. schreckt nur sehr wenige Diebe zurück.

Eine zusätzliche Möglichkeit der Absicherung ist die Fahrrad-Codierung. Dabei bekommt das Rad eine persönliche Kennnummer in den Rahmen graviert oder aufgeklebt. Dies hat insbesondere zwei Vorteile. Zum einen schreckt es viele Diebe schon ab das Rad zu klauen, da codierte Fahrräder viel schwerer weiterzuverkaufen sind. Falls das Fahrrad doch mal geklaut werden sollte und wieder aufgefunden wird, dann kann es dem Eigentümer durch die Codierung ganz einfach zugeordnet werden.

Der Code setzt sich in der Regel wie folgt zusammen: KFZ-Kennzeichen deines Wohnortes, Codes für die Gemeinde und die Straße, deine Hausnummer, deine Initialen und die Jahreszahl der Codierung.

Machen lassen kann man die Fahrrad-Codierung bei mehreren Stellen:
Fahrradhändler, ADFC-Niederlassungen oder der Polizei. Wo genau die nächste Anlaufstelle ist kann man oft auf der Homepage des Wohnortes herausfinden. Zur Codierung man das Rad und einen Eigentumsnachweis mitbringen. Außerdem einen Personalausweis und etwas Bargeld - circa 15€ (laut ADFC).

Falls man das Fahrrad verkaufen möchte sollte man unbedingt einen Kaufvertrag mit dem neuen Besitzer machen um ihn vor Problemen mit der Polizei zu schützen.

Habt ihr schon mal von der Möglichkeit der Codierung gehört? Habt ihr euer Fahrrad eventuell schon so geschützt?

» EngelmitHerz » Beiträge: 433 » Talkpoints: 98,64 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich wusste gar nicht, dass man überhaupt Fahrräder ohne Rahmennummer kaufen kann. Aber das sind dann vermutlich irgendwelche Billigräder die auch kein Mensch klaut. Bei etwas besseren Fahrrädern haben meiner Meinung nach alle eine Rahmennummer eingeprägt. Die Nummer hat bislang aber noch niemanden davon abgehalten mir teure Fahrräder zu klauen.

» Sternenbande » Beiträge: 1821 » Talkpoints: 70,02 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Die Rahmennummer ist nicht das Selbe wie die Codierung des Fahrrads. Die Rahmennummer vergibt der Fahrradhersteller und nicht der ADFC bzw. die Polizei. Die Codierung bekommt man vom Hersteller nicht. Sie setzt sich zusammen aus dem Autokennzeichen und Gemeindecode des Ortes - in dem der Eigentümer wohnt - einer fünfstelligen Zahl für die Straße, drei Ziffern für die Hausnummer, sowie den Eigentümerinitialen ergänzt durch eine zweistellige Jahreszahl der Codierung.

Der zusätzliche Vorteil ist, dass die Polizei oder das Fundbüro mit diesem Code sofort den Eigentümer des Fahrrads herausfinden können. Es kann also zum Beispiel auch bei jeder Fahrradkontrolle sehr schnell gecheckt werden ob der Fahrradbesitzer auch der richtige Eigentümer ist.

Bei alleiniger Verwendung der Rahmennummer muss das Fahrrad zum Einen erstmal als gestohlen gemeldet sein und die Polizei muss auf spezielle Datenbanken zurückgreifen. Es gibt nämlich keine zentrale Nummernkartei für alle Rahmennummern und teilweise gibt es deshalb auch Nummern-Dopplungen verschiedener Hersteller.

90 Prozent aller Fundräder finden trotz Rahmennummer laut Polizei nicht mehr zu ihrem Eigentümer zurück, weil das Rad nicht eindeutig beschreiben wurde. Hier schafft die Fahrradcodierung definitiv Erleichterung.

» EngelmitHerz » Beiträge: 433 » Talkpoints: 98,64 » Auszeichnung für 100 Beiträge



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