Wann geht ihr für euer Glück persönliche Risiken ein?

vom 31.03.2019, 19:02 Uhr

Manchmal muss man einfach etwas wagen, wenn man auch gewinnen möchte. Das lässt sich natürlich auf verschiedene Lebenssituationen übertragen. Wenn man jemandem nicht zeigt, dass man in ihn verliebt ist oder auf ihn steht, dann wird es unter Umständen nie etwas mit der Beziehung. Trotzdem kostet es manchmal viel Überwindung, den entsprechenden Schritt zu gehen. Man hat Angst vor Enttäuschung und Rückweisung.

Wann seid ihr aber schon bewusst private Risiken eingegangen, um glücklich zu werden und in welcher Hinsicht macht ihr das vielleicht auch momentan? Geht ihr öfter entsprechende Risiken ein oder seid ihr lieber vorsichtig und geht auf Nummer sicher und verzichtet auf Risiken und damit auch vielleicht auf euer Glück?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31844 » Talkpoints: 50,53 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Manchmal muss man sich im Leben etwas trauen. Ich war unglücklich in meiner Beziehung, als mir der Arbeitskollege meines damaligen Freundes vorgestellt wurde von ihm. Es war bei uns beiden Liebe auf den ersten Blick, aber ich habe lange nachgedacht und letztendlich den Schritt gewagt. Die Freundschaft der beiden ging und die Brüche, ich wurde von meinem Ex schlecht gemacht und hatte sicherlich auch eine schwere Zeit, aber ich habe letztendlich mit diesem Mann mein absolutes Glück gefunden.

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» Ramones » Beiträge: 40202 » Talkpoints: 49,49 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Mir geht es mit den "Risiken" ähnlich wie mit den "Kämpfen". Nur weil man Gefahr läuft, vorübergehend unangenehme Gefühle aushalten zu müssen, zum Beispiel, weil der Typ doch nicht auf einen steht, ist es für mich kein Risiko. Was riskiere ich denn schon? Rot zu werden und mir blöd vorzukommen? Das war im Teenageralter noch ein Thema für mich, aber manchen Ansichten entwächst man dann doch.

Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich auch nicht behaupten, jemals ein wirkliches Risiko eingegangen zu sein. Natürlich habe ich auch mal einen Job gekündigt oder mich in eine Prüfung gesetzt, für die ich nicht top vorbereitet war. Auch ganz alltägliche Dinge wie der Kauf einer Immobilie auf Kredit stellen schließlich "Risiken" dar, weil niemand weiß, ob er oder sie morgen noch arbeitsfähig sein wird, und dann stehst du auf der Straße. So gesehen ist das ganze Leben ein Risiko. Aber gerade in romantisch-erotischer Hinsicht geht es bei mir sowieso sehr geruhsam zu, wenn man schon unbedingt von einem Risiko sprechen möchte.

» Gerbera » Beiträge: 8129 » Talkpoints: 4,60 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Mir geht es da wie Gerbera und ich habe ein Problem mit den Begrifflichkeiten hier. Natürlich muss man auch mal was wagen, wobei das für mich kein wirkliches Risiko ist, wenn man eine Fremde Person anspricht. Was soll denn da passieren? Es ist ja nicht so, dass man dann geköpft wird oder was auch immer.

Abgesehen davon weiß man doch gar nicht, ob man hinterher auch glücklich wird, wenn man aktiv wird. Nehmen wir das Beispiel mit dem Ansprechen: Es kann sein, dass daraus eine Beziehung wird, aber wie viele Beziehungen scheitern dann? Man weiß schließlich nicht, wie die andere Person tickt und nachher macht die einem dann das Leben zur Hölle durch häusliche Gewalt oder was auch immer.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Ich sehe es ähnlich wie du. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt man ja auch. Gerade wenn es um zwischenmenschliche Dinge geht, sollte man viel öfter mutig sein. Sache aussprechen, auch wenn sie vielleicht unangenehm sind. Ich hab aber auch oft Probleme damit, mich manchmal dazu zu überwinden.

Dann denke ich mir aber auch meistens, was habe ich denn zu verlieren? Und meistens ist es dann so, dass ich erstens stolz auf mich bin, weil ich es gemacht hab, zweitens, es meistens viel weniger schlimm ist, als gedacht, und drittens, am Ende in den meisten Fällen etwas Gutes bei rauskommt. Vor allem wenn man dann mutig ist und auch “Erfolgserlebnisse“ hat, traut man sich immer öfter. Und wenn ich Dinge nicht sage, bereue ich es im Nachhinein eigentlich immer, dass ich sie nicht gesagt habe.

Und das Bereuen ist meistens ein viel schlimmeres Gefühl, als das Gefühl, wenn man sich etwas trauen muss. Und dann denke ich mir auch immer, dass das Leben viel zu kurz ist, als dass man Dinge nicht ausspricht, denn wozu bin ich denn sonst hier, wenn ich nicht sage, tue und mache was ich denke und will. :)

» Kirchenbotschafter » Beiträge: 78 » Talkpoints: 19,94 »


Ich gehe viele Risiken im Alltag ein. Ob es nun beruflich ist, um andere glücklich zu sehen oder für mich. Ich habe schon viele Zelte einfach so abgebrochen, wo anders neu angefangen und andere haben mir stets davon abgeraten. Das war genau so wie zu meiner Immobilienausbildung, als ich nach Asien gegangen bin oder in die USA zum dort arbeiten und wohnen. Davon haben mir viele abgeraten, aber das bereue ich bis heute nicht.

Meine freiwilligen Arbeit in Afrika als Volunteer fanden einige auch doof. Ich fand sie mega und würde es heute, wenn ich genug Geldreserven in petto habe, jederzeit und immer wieder tun. Näher kam man an den Big 5 nicht heran oder den Räubern der Meere. Das sind Erinnerungen und Erlebnisse ohne Meeresbiologie und Tiermedizin Studien etc, die ich nie wieder erleben kann und in Deutschland nicht mal dürfte, weil die Bürokratie wahrscheinlich vieles unterbindet.

Ich riskiere also schon sehr viel für mein persönliches Glück und muss auch sagen, dass ich da sehr egoistisch gegen den Strom schwimme. Ich mach immer klar, was wer von mir erwarten kann, wo ich mich sehe etc. Wenn mein Freund nichts mit machen möchte, lass ich den auch ganz klar hier und geh trotzdem. Jetzt sagen sicher einige, kann die Liebe ja nicht groß genug sein. Doch, aber nicht gegen mein Glück zu tauschen.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4814 » Talkpoints: 18,72 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


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