Fragebögen lieber alleine oder mit Hilfe ausfüllen?

vom 16.03.2018, 08:57 Uhr

Eine Freundin musste im Rahmen ihrer Therapie schon mehrfach Fragebögen ausfüllen. Sie meinte, dass einige direkt vor Ort im Beisein des Therapeuten ausgefüllt wurden. Dieser meinte, dass manche Fragen vielleicht etwas unklar wären und sie dann direkt nachfragen könnte. Andere hat sie mit nach Hause bekommen, die sie dort in Ruhe ausfüllen sollte.

Meine Freundin meinte, dass sie zwar die ganze Stunde Zeit hatte die Fragebögen in Ruhe auszufüllen, sich aber doch in Gegenwart des Therapeuten dabei irgendwie unwohl gefühlt hätte. Sie hätte es doch vorgezogen die Bögen zu Hause zu beantworten.

Bei manchen Behördengängen ist es sicherlich hilfreich, wenn man jemanden hat, der einem behilft ist, wenn man einen Fragebogen ausfüllen muss. Ich muss sagen, dass ich aber auch vorziehen würde, so etwas in Ruhe alleine auszufüllen.

Füllt ihr Fragebögen lieber alleine aus oder wenn ihr Hilfe habt? Meint ihr, dass ihr euch unsicherer fühlt, wenn ihr solche Fragebögen alleine ausfüllen sollt? Oder kommt es immer darauf an, um was für eine Art von Fragebogen es sich handelt?

Benutzeravatar

» Nelchen » Beiträge: 29867 » Talkpoints: 2,68 » Auszeichnung für 29000 Beiträge



So schwer kann das Ausfüllen eines Fragebogens doch wohl nicht sein, vor allem wenn man das regelmäßig machen muss und dann wahrscheinlich jedes Mal auch den gleichen Fragebogen hat. Ich verstehe weder, warum man dafür groß Ruhe braucht noch, warum man jemanden zum nachfragen an seiner Seite braucht.

Ich habe ein Jahr lang regelmäßig Fragebögen zum Thema Sportverletzung und Reha ausgefüllt und darin stand nun wirklich rein gar nichts, was mich intellektuell überfordert hätte oder bei dem ich dachte, dass es irgendwie blöd formuliert sei. Der Leiter der Studie hat mir den Bogen am Anfang kurz erklärt, ich hatte keine Fragen, und den Rest habe ich dann immer von zu Hause aus gemacht und als E-Mail eingeschickt.

Behördliche Formulare kann man mit medizinischen Fragebögen natürlich überhaupt nicht vergleichen. Da wird mit Fachbegriffen gearbeitet, auf die bei Patientenfragebögen bewusst verzichtet wird. Da ist es unter Umständen schon sinnvoll, wenn man erst mal Google befragt bevor man irgendwas einträgt.

Benutzeravatar

» Cloudy24 » Beiträge: 21084 » Talkpoints: 157,68 » Auszeichnung für 21000 Beiträge


Komplizierte Fragebögen mit fachlichen Inhalten - seien es nun versicherungstechnische, rechtliche oder medizinische Fragen - fülle ich hin und wieder mit Unterstützung aus. Beispielsweise musste ich früher bei einigen ärztlichen Bögen Angaben zu meiner frühen Kindheit oder zum Schwangerschaftsverlauf meiner Mutter machen, was Details waren, über die ich nicht Bescheid wusste und die ich erst bei meinen Eltern erfragen musste. Auch beim Abschluss von Verträgen und ähnlichem lasse ich gerne nochmal jemanden über meine Daten schauen, der sich damit auskennt, bevor ich versehentlich etwas falsch angebe und dadurch in Schwierigkeiten gerate.

Wenn es aber um Fragebögen im Rahmen einer Therapie, einer Meinungserhebung oder anderer Fragestellungen geht, die kein Vorwissen erfordern, dann fülle ich diese lieber alleine und ungestört aus. Würde mir dabei jemand permanent über die Schulter schauen, würde ich mich nicht nur beobachtet und unwohl bei der Angabe privater Details fühlen, sondern hätte auch irgendwie Zeitdruck und das Gefühl, mich beeilen zu müssen, damit der andere nicht ewig auf mich warten muss. Dann wäre ich sicherlich weniger gründlich und motiviert, als wenn ich alle Zeit der Welt zuhause hätte.

» MaximumEntropy » Beiträge: 5322 » Talkpoints: 879,53 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Also wenn ich in einem Fragebogen über die Schwangerschaft meiner Mutter ausgefragt werden würde, wäre ich auch ratlos und bräuchte Hilfe. So ein Fall ist mir persönlich noch nicht unter gekommen, dementsprechend war mir auch nicht klar, dass solche Informationen relevant sein könnten. Aber gut zu wissen, man lernt ja nie aus.

Abgesehen davon erschließt sich mir nicht, was so schwer daran sein soll, so einen simplen Fragebogen auszufüllen, zumal ich davon ausgehe, dass es immer derselbe Fragebogen ist, der alle 12 Stunden neu ausgefüllt werden muss, um einen Antrag bei der Krankenkasse auf Kostenübernahme stellen zu können. So blöd kann doch niemand sein, dass er nach X Wiederholungen immer noch Hilfe braucht und mit so einem Fragebogen überfordert ist.

Ich frage mich gerade, ob der Therapeut nichts besseres zu tun hat, als so ein Ausfüllen zu überwachen. Traut er deiner Freundin intellektuell nicht zu, dass sie das auf die Kette bekommt oder ist ihm nur langweilig und er genießt ihre Gesellschaft?

Benutzeravatar

» Täubchen » Beiträge: 27508 » Talkpoints: 0,12 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ich habe schon lieber meine Ruhe dabei und niemanden, der mich die ganze Zeit ansieht und darauf wartet dass ich fertig werde. Fragebögen ausfüllen finde ich nun nicht so schwer und wenn man mich nicht gerade unmögliche Dinge fragt, ist das sicherlich auch schnell ohne Hilfe ausgefüllt. Ich habe da eigentlich noch nie jemanden zur Hilfe gebraucht, wobei ich dennoch lieber zu Hause solche Sachen ausfülle, weil es da einfach ruhiger ist und sicherlich auch schneller geht.

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 37044 » Talkpoints: 6,67 » Auszeichnung für 37000 Beiträge


Zurück zu Allgemein

Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Update und 0 Gäste

^