Generelles Waffenverbot für Nicht-Europäer sinnvoll?

vom 06.10.2018, 09:46 Uhr

Laut Medienberichten plant Österreich ein generelles Waffenverbot für alle Nicht-Europäer. Was haltet ihr von solchen Plänen? Sollte man das in ganz Europa so durchsetzen? Sollte man das Waffenverbot nur auf nichteuropäische Einwohner beziehen, sondern auch auf andere Zielgruppen? Findet ihr, dass Europa durch so ein spezielles Verbot sicherer wird? Schürt das nicht irgendwo auch Vorurteile und Stigmatisierungen, wenn nur Asylbewerber davon betroffen sind?

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» Täubchen » Beiträge: 27430 » Talkpoints: 4,20 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ich finde das absolut bescheuert, dass man nur Nicht-Europäern das Tragen von Schusswaffen verbietet. Schusswaffen gehören nur in die Hände, die ausgebildet dafür sind und diese zum Schutz der Menschheit tragen wie Polizei und manche Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen. Messer sollten auch generell und nicht nur für Nicht-Europäer verboten werden. Ich denke, dass das sonst ziemlich gefährlich werden kann, wenn eine "Gruppierung" Messer und Co dabei haben dürfen und die andere nicht. Mit welchem Recht?

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» Diamante » Beiträge: 40978 » Talkpoints: 154,16 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Fakt ist schon einmal, dass man Flüchtlingen und Geduldeten ein generelles Waffenverbot von Messer bis Knarre aussprechen sollte. Die aktuellen Geschehnisse sowie deren kulturellen Defizite alles mit Waffen zu regeln, wenn die Ehre verletzt wird, beweisen es auf unseren Straßen schon eindrucksvoll und das nicht erst seit 2015 die Flüchtlingskrise begonnen hat, sondern zeigten sich in Clan-Strukturen und in dem so ehrenvollen Milieu, wo der Mann alles ist, das schon seit Jahren. Da hätte man schon eher prüfen müssen, wer da auch einen Waffenschein bekommen hat usw.

Aber davon mal ganz abgesehen, sollte man auch mal genauer prüfen, wer im Allgemeinen einen Waffenschein mit sich führt. Offenbar ja auch viele Reichsbürger und wer den Staat als solches nicht anerkennt, muss auch keine Waffe tragen, schon gar nicht erlaubt. Natürlich auch vorbestrafte Gewalt- und Sexualverbrecher sollten keinen Zugang zum Waffenschein haben. Ja es wird geprüft, sagt man jedenfalls, aber ich halte das für Quatsch.

Gibt auch genug kriminelle Subjekte, die legal einen Waffenschein tragen und da muss man sich sowieso z.B in Deutschland fragen, wie sowas gehen kann. Eine Vorstrafe wegen Betrug und dann zu sagen, der ist nicht fähig eine Waffe zu tragen, finde ich affig. Aber Gewaltvorstrafen, Raubüberfälle & Co, sowas darf niemals zu einer Waffe kommen. Herkunft spielt da keine Rolle.

Doch noch mehr sollte man dafür sorgen, dass all jene keine Waffe legal tragen dürfen, wo wir weder wissen, wer sie sind, ob ihre Angaben stimmen und wo man nie weiß, was sie in ihrer Heimat getan haben! Muss man auch einfach mal so sehen.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4024 » Talkpoints: 5,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Warum muss man überhaupt Waffen erlauben? Wofür braucht der normale Mensch, denn eine Waffe, egal wo er herkommt. Von daher finde ich den Vorschlag schwachsinnig, weil nicht weit genug gedacht. Ich will weder von einem islamischen Terroristen noch von einem Reichsbürger, noch von einem überforderten Hausbesitzer oder sonst wem abgeknallt werden.

Einen Waffenschein kriegt derjenige der die Waffe für seine Arbeit braucht und fertig. Also die Leute, die für die Sicherheit bei uns sorgen und ein paar Jäger. Mehr Menschen brauchen doch keine Waffe. Die Vergangenheit hat doch gezeigt, dass es auch genug normale Bürger gibt oder Mitglieder in Schützenvereinen, die man auch nicht kontrollieren kann.

Das jetzt nur auf Nichteuropäer einzugrenzen ist doch nichts halbes und nichts Ganzes und soll wieder nur Stimmen bringen. Zumal es auch in Osteuropa genauso Clans gibt, die alles mit Waffengewalt regeln. Aber da wären dann Waffen ok, weil die ja aus Europa kommen. Und die Reichsbürger bei uns sind ja eh ethnisch sauber und haben damit das höhere Recht auf ihrer Seite. Also ne, das bringt mal gar nichts. Zumal die wirklich kriminellen sich ihre Waffen eh organisieren und dabei auf keinen legal erworbenen Waffenschein angewiesen sind.

» Klehmchen » Beiträge: 4007 » Talkpoints: 413,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Kätzchen, man sollte weder auf Populismus, noch auf die Situation in anderen Ländern hereinfallen. :wink: Schusswaffen sind hier nicht frei zu haben und Messer sind deutlich begrenzt. Das gilt hierzulande dann auch gleich für alle. Warum brauchen wir dann bitte Sonderregeln für Nicht-Europäer? Sollte mich je jemand angreifen und verletzen, ist mir seine Nationalität egal. Ich möchte gar nicht bedroht und verletzt werden.

» cooper75 » Beiträge: 10580 » Talkpoints: 178,90 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Ich bin auch der Ansicht, dass wir generell für alle Menschen in Deutschland den Zugang zu Waffen restriktiv regeln sollten. Dabei brauchen wir meiner Ansicht nach keine unterschiedliche Behandlung von Deutschen, Ausländern oder Nicht-Europäern, denn auch durchgedrehte Deutsche gibt es genug, die mit einer Waffe großen Schaden anrichten können.

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» lascar » Beiträge: 582 » Talkpoints: 131,62 » Auszeichnung für 500 Beiträge


cooper75 hat geschrieben:Warum brauchen wir dann bitte Sonderregeln für Nicht-Europäer?

Weil von den Nicht-Europäern eine erheblich größere Gefährdung ausgeht als von den Europäern. Ob wir Sonderregeln brauchen vermag ich nicht zu beurteilen, allerdings denke ich das es nicht unbedingt das schlechteste ist das Potenzial mit einem Gesetz weiter zu begrenzen und durch verstärkte Kontrollen auch umzusetzen.

Jetzt wird sicherlich gleich die Frage kommen wie ich darauf komme. Ich stütze meine Aussage auf die PKS 2017, dort auf die schweren Körperverletzungen. Schwere Körperverletzung deswegen, weil es keine Statistik zur alleinigen Anwendung von Messern gibt, der Einsatz aber dort mit zuzählt.

Insgesamt werden dort schwere Körperverletzungen und die Verstümmelung weiblicher Genitalien erfasst. Für das Jahr 2017 insgesamt 145.658 Fälle. Von dieser Gesamtzahl entfallen 90665 auf Deutsche (auch Doppelpassler werden als Deutsche gezählt) und 54.993 auf nicht Deutsche Tatverdächtige. Bei den nicht deutschen Tatverdächtigen sind Türken (nicht EU) mit 13,4%, Syrer (nicht EU) mit 11,8% und Afghanen (nicht EU) mit 8,1% vertreten. Auf Platz 4 Polen (EU) mit 5,4%. Die ersten drei Plätze werden also von nicht-EU Bürgern dominiert. Eine weitere große Gruppe ist die der Asylbewerber, welcher Asylstatus hier anliegt ist unerheblich (geduldet etc.) weil es hier um EU und nicht EU Bürger geht. Anteil an den nicht Deutschen Tatverdächtigen haben Asylbewerber mit 32,3%.

Um das ganze nun in eine vergleichbare Form zu bringen, habe ich die Tatverdächtigen pro 1.000 Menschen errechnet. Als erste Grundlage dient mir die Gesamtzahl der zu vergleichenden Bevölkerungsgruppen in Deutschland:
Deutsche (auch Deutsch-Türken usw.) 70.000.000 Menschen
Ausländer 10.000.000 Menschen
Asylsuchende 1.357.000 (Gesamtsumme der Zahlen 2015, 2016, 2017)

Als zweite Grundlage die Zahl der Tatverdächtigen. Auf die einzelnen Gruppen entfallen:
Deutsche 90.665 Tatverdächtige
Ausländer 37.230 Tatverdächtige
Asylsuchende 17.763 Tatverdächtige

Auf Tatverdächtige pro 1.000 Menschen kommen wir dann bei den einzelnen Gruppen:
Deutsche 1,3 Tatverdächtige auf 1.000
Ausländer 3,7 Tatverdächtige auf 1.000
Asylsuchende 13,1 Tatverdächtige auf 1.000

Nun kann man monieren das unter die Ausländer auch Spanier und Niederländer usw. fallen, die ja in der EU sind, in der PKS aber als Ausländer geführt werden. Die Top drei führen mit Abstand, von daher ändern die kleinen am Gesamtbild nichts mehr.

Wenn meine Zahlen alle richtig sind, ist ein schärferes Gesetz zum mitführen von Messern für Nicht-EU Bürger sinnvoll und hilft hoffentlich die Sicherheit zu erhöhen. Wenn jemand einen Fehler findet kann man gerne weiter darauf aufbauen. :)

» RavenThunder » Beiträge: 1233 » Talkpoints: 64,97 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



RavenThunder hat geschrieben:Wenn meine Zahlen alle richtig sind, ist ein schärferes Gesetz zum mitführen von Messern für Nicht-EU Bürger sinnvoll und hilft hoffentlich die Sicherheit zu erhöhen. Wenn jemand einen Fehler findet kann man gerne weiter darauf aufbauen. :)

Ja da ist ein großer für den Alltag relevanter Fehler drin. Du hast lediglich prozentual aufgeschlüsselt. Das ist natürlich für die Vergleichbarkeit völlig korrekt und zeigt zumindest ein deutlich größeres Gefahrenpotential bei den Asylsuchenden.

Nun reden wir aber auf der anderen Seite auch von der konkreten Gefahr für den einzelnen. Und da muss man genauso die Zahl der Asylsuchenden gegen die Zahl der Deutschen gegenrechnen. Nun mag es ja so sein laut deinen Zahlen, dass ich ein 10mal höheres Risiko habe mit einem Messer angegriffen zu werden, wenn ich auf einen Asylsuchenden treffe als bei einem Deutschen. Blöd nur, dass ich aber ein circa 70mal höheres Risiko habe auf einen Deutschen zu treffen. Somit ist dann statistisch wiederum das Risiko 7 mal so hoch von einem Deutschen mit einem Messer angegriffen zu werden als von einem Asylsuchenden.

Wenn man das jetzt mit der Zahlenspielerei auf die Spitze treibt, kann man das noch ganz anders sehen. Es ist viel sinnvoller die Waffen für die Deutschen zu verbieten. Denn es ist natürlich viel einfacher 1,3 Millionen Menschen aus dem Weg zu gehen als 70 Millionen. Das heißt also, wenn die 70 Millionen Deutschen keine Waffen und Messer mit sich führen, lebe ich wesentlich sicherer. Natürlich ist das irgendwo eine Milchmädchenrechnung. Aber für das Risiko des Einzelnen jetzt nicht so abwegig.

» Klehmchen » Beiträge: 4007 » Talkpoints: 413,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe möchtest du die massiv häufigere Anzahl Asylsuchender Tatverdächtiger mit der größeren Bevölkerung der Deutschen in Deutschland relativieren? Wenn du jeden Tag an der kompletten deutschen Bevölkerung vorbeimarschierst, lasse ich das gelten. Ich lehne mich aber mal aus dem Fenster und zweifle das einfach mal an.

So wird das also nicht funktionieren, die konkrete Gefahr die du beschreibst ist überall in Deutschland anders, für jede Straßenseite, Tageszeit und Gegend anders. Deswegen auch nicht aussagekräftig. Meine Zahlen sagen dir, dass du bei einer gleich großen Gruppe Deutscher und Asylsuchender bei den Asylsuchenden einfach schlechter wegkommst, was eine Kriminalisierung ansonsten legaler Waffen bei dieser Bevölkerungsgruppe auch sinnvoll macht.

Der Durchschnitt der Bevölkerung mag an ganz weniger Stellen in Deutschland passen, in der Masse werden aber Ausschläge in beide Richtungen gegeneinandergerechnet. Die Dichte bei den Asylsuchenden wird in der Nähe eines Flüchtlingsheimes wesentlich höher sein als auf dem Marktplatz von Kleckershausen. Vermutlich sind die großen Polizeieinsätze im Flüchtlingsheim auch um den Faktor X häufiger als auf dem Marktplatz.

Würde sich der Anteil an diesen Straftaten auf dem gleichen Level bewegen wie auch ihr Anteil an der Bevölkerung, würde ich das ganze auch für Blödsinn halten. Leider ist dem nicht so und deswegen bin ich auch für ein generelles Waffenverbot bei dieser Gruppe.

» RavenThunder » Beiträge: 1233 » Talkpoints: 64,97 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich persönlich wäre einfach generell für einen stark restriktiven Zugang zu Waffen, für die man am besten zuvor einen Lehrgang mit Prüfung absolvieren müsste, bevor man legal eine Waffe besitzen und benutzen kann. Davon wären automatisch auch die Zuwanderer und Asylsuchenden betroffen, aber auch für die Deutschen fände ich es gut, wenn man den Waffenbesitz beschränken würde. Generell finde ich, dass solche Gesetze und Regelungen für alle gelten sollten, und nicht nur für einzelne Gruppen.

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» lascar » Beiträge: 582 » Talkpoints: 131,62 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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