Onlinebanking nichts für über 40?

vom 16.12.2012, 19:50 Uhr

Wenn das Verhältnis zu dem Sohn ohnehin nicht so gut ist, dann würde ich mir auch über diese Bemerkung nicht den Kopf zerbrechen. Wahrscheinlich ist das sowieso nur eine Spitze, die entweder bewusst oder unbewusst geworfen wurde. Warum sollte man denn nicht das Online-Banking nutzen, auch wenn man jenseits der 40 ist?

Natürlich ist da eine gewisse Unsicherheit , aber auch ich bin schon einmal skeptisch, wenn es um etwas Neues geht und probiere nicht gleich jeden neuen Trend aus. Aber das hat nun wirklich nichts mit dem Alter zu tun, sondern ist eine Frage der Einstellung.

» JotJot » Beiträge: 14094 » Talkpoints: 13,28 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich finde das ist absoluter Quatsch. Meine Kollegin betreibt Onlinebanking und ist über 60 - es gehört sogar im Büro in ihren Arbeitsbereich mit rein. Auch ihr Mann schafft es erfolgreich und ich kenne einige Leute, die seit Jahren online ihre Bankgeschäfte erledigen und nicht an ihrem 40. Geburtstag verlernt haben, wie es geht. Ich habe sogar einen Onkel, der sich mit über 80 seinen ersten Computer gekauft hat und damit zurecht kam. Das ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage des Wollens!

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» Bellikowski » Beiträge: 7532 » Talkpoints: 49,21 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Meine Eltern sind an die 70 und verwenden beide begeistert Online-Banking. Ich weiß nicht, warum es für sie nichts sein sollte. Es bedarf manchmal Hilfestellung, aber ich stehe natürlich bereit, wenn sie Fragen haben (beide haben in Berufen gearbeitet, an denen ein Computer nicht alltäglich war).

» prezzemolo » Beiträge: 3 » Talkpoints: 0,61 »



Mir erschließt sich nicht, was das mit dem Alter zu tun haben soll. Eine Bekannte von mir ist 70 Jahre alt und sie schaut gerne im Internet nach dem neusten Kontostand und kennt sich auch sonst sehr gut mit der Bedienung von Programmen wie Word und dergleichen aus oder mit dem Internet und Laptops an sich (zumindest soweit man es im Alltag braucht).

Jemand, der annimmt, dass solche Kenntnisse an ein Lebensalter gebunden sind, hat doch keine Ahnung, mal ehrlich. Man ist nie zu alt um etwas neues zu lernen, wenn man das denn möchte. Ich kenne aber genug Menschen, die es dann auf das Alter schieben, wenn sie eigentlich keine Lust mehr haben, sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen.

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» Täubchen » Beiträge: 25960 » Talkpoints: 2,52 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



Ich kenne Leute die sind über siebzig und machen Onlinebanking. Also brauchst du mit vierzig wirklich nicht denken das du zu alt dafür bist. Es mag schon sein das sich jüngere Leute, die mit dem Internet aufgewachsen sind, anfangs etwas leichter mit dem Online Banking tun als Menschen die noch nicht viele Erfahrungen mit dem Internet gemacht haben. Aber wenn man sich ein wenig damit beschäftigt hat man den Dreh relativ schnell raus und kommt in der Regel dann gut damit zurecht.

Meiner Erfahrung nach tun sich ältere Menschen manchmal sogar leichter was Bankgeschäfte angeht als die jüngeren Semester. Manche Mittzwanziger schaffen es nicht einmal einen Überweisungsträger auszufüllen geschweige denn einen Antrag richtig auszufüllen. In diesem Fällen sind die etwas älteren Herrschaften eben schon geübter. Und die Überweisung sieht online fast genauso aus wie auf dem Papier. Die meisten haben deshalb auch kein großes Problem damit sich umzustellen.

» Anijenije » Beiträge: 1925 » Talkpoints: 44,85 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich finde, dass das nichts mit dem Alter, sondern mit dem Interesse etwas zu tun hat. Ich kenne über 70 jährige, die noch Abitur nachholen und den Dr. Titel erreichen wollen, alles ist möglich, man muss nur wollen. Und da der Kontakt zum betreffenden Mensch nicht sehr gut ist, würde ich dem Schnösel gleich einmal sagen, dass er sich da heraus halten soll, weil er sich ja sonst auch nicht wahnsinnig für die Eltern interessiert.

Ich finde es toll, dass sich da die Tochter jetzt zu Beginn bei eventuellen Startschwierigkeiten darum kümmert. Ich würde das wirklich so beibehalten. Onlinebanking ist viel einfacher und viel bequemer. Man kann alles von zu Hause machen, sogar Daueraufträge. Alles einfach und man ist auf keine fremden Bankberater angewiesen, die einem so oder so immer etwas andrehen möchten.

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» nordseekrabbe » Beiträge: 8394 » Talkpoints: 55,81 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Gut, der Rat kommt jetzt Jahre zu spät und die entsprechende Userin ist vermutlich gar nicht mehr hier, aber ich antworte trotzdem auf das, was mir auffiel. Die Aussage hat doch inhaltlich wenig Aussagekraft, es geht da um was ganz anderes, nämlich, dass der Sohn, mit dem das Verhältnis schlecht ist, vermutlich mal wieder Kritik an der Mutter anbringen kann und dafür nutzt er jede Information. Solchen Leuten kann man nichts erzählen, weil sie immer absolut alles nutzen, um zu nörgeln, zu kritisieren oder jemanden bloßstellen zu wollen.

Manches muss man auf der Metaebene lesen, dann erübrigt sich auch die eigentliche Frage, ob Leute ab Vierzig noch online-banken dürfen. Ja, dürfen sie, wäre auch blöd, wenn ich jetzt meinen Account aufgeben müsste. :wink: Umgekehrt kenne ich Informatiker, die um die Dreißig sind, und jegliches Handeln in der Online-Welt aus Paranoia komplett ablehnen und am Monatsersten das Geld vom Konto holen, wie Omi Gertrude es weiland noch nach dem Krieg lernte. Alter ist hier kein Indikator.

» Verbena » Beiträge: 2977 » Talkpoints: 10,91 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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