Die Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten, zumal es an die zehntausend essbare Kräuter allein in Europa gibt. Selbst wenn man sich auf die gängigsten Küchenkräuter beschränkt, würde ein Kasten allein wohl nicht ausreichen um ihn damit zu bepflanzen. Von daher solltest du dir genau überlegen, welche Kräuter denn für dich in Frage kommen und wofür du sie verwenden möchtest.
Zu den klassischen Kräutern, auf die ich persönlich nicht verzichten würde, gehören Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und Dill. Daneben verwende ich aber auch gerne ein paar Heilkräuter wie Pfefferminze und Salbei, aus denen ich mir bei Bedarf einen frischen Tee zubereite.
Bezüglich der Erde stellen Kräuter ganz unterschiedliche Ansprüche. So bevorzugt Basilikum, Melisse oder Petersilie eher einen feuchten nahrhaften Boden, während mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Lavendel, Thymian und Oregano lieber in trockener, kalkhaltiger und nährstoffarmer Erde gedeihen. Es würde also problematisch werden, solltest du mit dem Gedanken spielen, Kräuter, die verschiedene Anforderungen an den Boden stellen, in einem einzigen Balkonkasten zu kultivieren.
Vor einer Neuanpflanzung solltest du dir auch überlegen, wie viel Platz die einzelnen Pflanzen benötigen. Pfefferminze, Melisse und Liebstöckel, beispielsweise, neigen dazu, sehr viele Wurzelausläufer zu bilden und schießen auch relativ schnell in die Höhe. Daher wäre es besser, sie separat zu pflanzen.
Dann sollte man auch berücksichtigen, dass einige Kräuterkombinationen eine wuchshemmende Wirkung aufeinander haben können, da sie teilweise auch über die Wurzeln ätherische Öle ausscheiden, die einige Pflanzen in unmittelbarer Nähe nicht vertragen. Beispiele für ungünstige Nachbarschaften wären Basilikum und Dill, Petersilie und Pfefferminze, Kresse und Petersilie.
Demgegenüber gibt es aber auch Kräuter, die sich im Wachstum gegenseitig positiv beeinflussen. Günstige Mischkulturpartner sind z.B. Rosmarin und Schnittlauch bzw. Rosmarin und Salbei, Basilikum und Fenchel oder Schnittlauch und Dill.
Wenn du dem Geschmack von Kresse nicht abgeneigt bist, würde ich dir auf jeden Fall mal empfehlen, Kapuzinerkresse zu säen. Sie ist extrem langlebig und ergiebiger als normale Gartenkresse. Die feingehackten Blätter erinnern mit ihrem scharf-würzigen Aroma ein wenig an Pfeffer und geben Suppen und Soßen eine pikante Note. Außerdem gibt die Pflanze mit ihren rot, gelb und orange leuchtenden Blüten einen tollen Blickfang ab. Und das Beste: Die Blüten eignen sich auch als essbare Dekoration zu diversen Gerichten.
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:: Kolibri
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