Die Autoren Hans-Hermann Dubben und Hans-Peter Beck-Bornholdt und der Titel wecken hohe Erwartungen, die Buchrückseite schildert in den schillernsten Worten, wie überraschend und spannend das Buch denn sei.
Mit dieser hohen Erwartungshaltung stößt man leider gleich im ersten Kapitel auf langweilige, trockene Berechnungen, die zum Teil realitätsfern sind. Zudem werden auch komplexe mathematische Berechnungen in völlig überflüssige Geschichten gepackt, die eigentlich nur ablenken und verwirren. Diese Geschichten ziehen sich durch das gesamte Buch, jede neue Wahrscheinlichkeitsrechnung bekommt eine neue Story. Dadurch wird der Blick auf das Wesentliche ziemlich eingegeengt.
Und auch die Zielgruppe dieses Taschenbuches bleibt offen: wer mit Wahrscheinlichkeitsrechnung umgehen kann, ob mit oder ohne Formelsammlung, dem wird nichts neues erzählt, wer von Wahrscheinlichkeitsrechnung keine Ahnung hat versteht durch die übergestülpten Geschichten nur Bahnhof. Bei manchen Kapiteln entsteht am Ende des Lesens der Eindruck, dass man mindestens einige Seiten sinnlos verschwendet hat, ein einfacher Satz hätte genügt, um den Sachverhalt zu klären. Das Buch ist langatmig, die Geschichten zu sehr ablenkend, die Inhalte beinahezu jedesmal identisch, die Erzählform ermüdend und insgesamt inhaltlich sind keine wirklichen Erkenntnisse beim Leser angekommen.
Eigentlich sehr schade, denn gerade im Alltag gibt es viele Situationen, in denen wir alle uns mehr als nur einmal für die falsche Wahl entscheiden, weil uns unser Empfinden täuscht. Nur bilden die mathematischen Ausführungen in diesem Buch keine Aufklärung, warum dies wirklich so ist und wie man das vermeiden kann. Für fast neun Euro viel Text, wenig Inhalt und die Einordnung in die Science-Reihe bei rororo dürfte zudem auch eher als verfehlt zu bezeichnen sein.
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:: betty
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