Auch wenn seine Amtszeit bald enden sollte, schwor der amerikanische Präsident George W. Bush seine Landsleute darauf ein, dass es nach seiner Amtszeit mit dem Engagement der USA im Irak nicht vorbei sei – auch wenn man vorhabe, die Truppen Schritt für Schritt abzubauen. Dieser Truppenabbau, so betonte Bush, sei aber auch nur deswegen möglich weil man einen Erfolg bei der Befriedung und Sicherung des Iraks feststellen könne. Jedoch müssen die USA auch weiterhin am Aufbau des Iraks, seiner Wirtschaft und Sicherheit, sowie der Demokratie mitwirken. Ein rasches Einsatzende sei deshalb utopisch.
Bush schloss sich der Empfehlung von General Petraeus an, welcher eine Truppenreduzierung um 21.500 Mann empfahl – jedoch sei er weiterhin nicht mit der Leistung der irakischen Regierung zufrieden, betonte Bush. Noch sei ein Sieg von al-Quiada im Irak nicht auszuschließen und auch der Einfluss des Nachbarlandes Iran wachse stetig an.
Von demokratischer Seite wurden diese Behauptungen Bushs weiter kritisiert. „Der Präsident war im Irrtum, als er uns in den Krieg führte, er war im Irrtum, als er diesen Krieg im Januar ausdehnte und er ist im Irrtum, jetzt den Kurs beizubehalten", so Barack Obama. Auch Hillary Clinton wandte sich gegen die Pläne und Aussagen Bush und empfahl ihm „den Kurs zu ändern, unsere Truppen schneller nach Hause zu bringen und diesen Krieg so bald wie möglich verantwortungsvoll zu beenden".
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