Hallo zusammen,
da ich schon seit einigen Jahren, wenn ich Zeit habe, das Frühstücksfernsehen auf SAT 1 schaue, kannte ich Sibylle Weischenberg schon aus ihrem Programm "WIP - Weischenbergs Important People", in dem sie jede Woche Donnerstag morgens über Promis tratscht und fand sie schon immer sehr sympathisch. Neulich bin ich durch Zufall auf ihr Buch "Ich hasse den Sommer" gestoßen und habe es natürlich gleich erworben.
In dem Buch geht es um "die 12 schlimmsten Monate im Jahr einer Frau". Es sind 12 Kapitel, jeweils mit dem Monatsnamen und dazu passenden Geschichten aus dem Leben. So beschreibt sie z.B. im beginnenden Sommer den Sonnenwahn ihrer Mitmenschen und dass sie viel eher ein "Drinni" ist, den es nicht bei den ersten Sonnenstrahlen bauchfrei auf die Terasse zieht. Den Sommer hasst sie, wie der Titel schon sagt, im Winter friert sie sich beim stundenlangen Warten auf den verspäteten Zug die Füße blau und wird an Weihnachten mit der Einladung zu einem verhassten Silvesterball überrascht, usw. Ich habe mich wirklich oft selbst erkannt und die Geschichten sind auch nicht extrem übertrieben, sondern könnten wirklich aus dem wahren Leben stammen.
Was ich besonders sympathisch fand, ist ihr einfacher Schreibstil. Das ganze Buch wirkt so, als hätte es eine stinknormale Frau geschrieben (zugegebenermaßen eine eher reiche stinknormale Frau, da es z.B. im Urlaub nach Monte Carlo geht etc). Der professionelle Schreibstil einer Autorin scheint völlig zu fehlen und ab und zu ist die Gedankenführung etwas wirr, was mir aber besonders gefallen hat. Ein Grund mehr, sich in der Hauptfigur, Frau Weischenberg selbst als Ich-Erzählerin (?), wiederzuerkennen.
Hat einer von euch das Buch gelesen? Wie fandet ihr es? Es gibt wohl noch ein zweites, "Meine 30 Lippenstifte und ich", das ich mir mit Sicherheit auch noch kaufen werde.
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