Vor kurzem habe ich „Das Seerosenspiel“ von Lulu Wang gelesen. Das Buch behandelt die Kulturrevolution in China und hat mich tief berührt. Die Zustände in diesem Land in diesen Jahren sind ja kaum vorstellbar, die Autorin schildert die Kulturrevolution schonungslos und lässt auch die erschüttertsten Momente nicht aus.
Das Leben in einem „Umerziehungslager“, die Verfolgungen und Unterdrückungen der Intellektuellen, all das war für mich beeindruckend und ist mir wirklich nahe gegangen. Nun habe ich einen Vortrag über Demokratie und Menschenrechte besucht, die Vortragende erwähnte auch das „Seerosenspiel“, schließlich ist es ja ein Bestseller, stufte es aber als „überhaupt nicht empfehlenswert“ ein. Es sei viel zu emotionslos geschrieben und bringe dem Leser gar nichts von den wahren Zuständen im damaligen China näher.
Ich war eigentlich begeistert von dem Buch und finde es alles andere als „emotionslos“.
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