Der neueste Vorstoß der Franzosen liest sich wieder einmal wie die Wunschliste aller Verbraucher und Konsumenten: Das Pariser Finanzministerium stellt nämlich alle Tankstellen des Landes und deren Preise zum Vergleich ins Netz, und will damit Preisabzocke vorbeugen. Die Seite ist für jedermann zugänglich, aber war aufgrund der enormen Nachfrage innerhalb kurzer Zeit überlastet.
Zunächst sind jedoch nur 4000 der insgesamt 13.500 Tankstellen online abrufbar, der Rest soll jedoch im Laufe des Jahres folgen. Die Seite läßt eine Suche nach Städten und Departements zu, jedoch auch entlang eingebener Routen. Die Tankstellen in Frankreich sind durch ein neues Gesetz ab dem 1.Januar gezwungen, ihre Preise zu melden - bei Nichteinhaltung droht ein Bußgeld von bis zu 1500 €.
In Deutschland können wir wohl noch lange warten, da die große Koalition wohl kaum ihren größten Lobbyisten und Freunden diesen Bärendienst erweisen wird (siehe die schleppende und de facto nicht vorhandene Liberalisierung der deutschen Energieoligopole), außer der deutsche Verbraucher fordert sich dieses Recht - ähnlich wie unsere französischen Freunde - endlich an der Wahlurne ein.
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