Wir hatten bereits mehrere Haustiere. Das find an mit einem Chinchilla, einem Papagei, einem Wellensittich, einer Ratte und danach einem weiteren Chinchilla. Und obwohl ich den Leuten zustimmen, die sagen, dass der Chinchilla das häuslichere, wuscheligere, niedlichere Tier ist, muss ich die Vorurteile einer Ratte gegenüber hiermit aus dem Weg räumen. Natürlich ist so eine Hausratte nicht mit einer Ratte in der Stadt zu vergleichen. Dennoch wird es einigen Leuten mulmig, wenn ich ihnen erzähle, dass wir einmal eine Ratte als Haustier hatten.
Doch nach meinen mittlelgroßen Tiererfahrungen muss ich sagen, dass die Ratte unser bislang liebstes Tier war: Es war sehr menschenanhänglich und hat im Gegensatz zu unseren Vögeln und Chinchillas keine Tapeten angefressen. Ratten können ebenfalls sehr zahm werden, wenn man sie von Klein auf besitzt. Zudem sind sie ähnlich stubenrein, wie die meisten anderen Hausnagetiere auch. Der einzige echte Nachteil einer solchen Hausratte ist meiner Meinung nach nur, dass es nicht unbedingt ein Tier für kleiner Kinder ist, die etwas zum Streicheln wollen: Der Schwanz einer Ratte sieht eher abschreckend als begehrenswert aus, ihr Fell ist längst nicht so lang, samtig und weich wie das des Chinchillas und sie rennen gerne mal schnell weg, was ein Dauerstreicheln unmöglich macht.
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:: Razor
:: Beiträge 251:: 17.82 Talkpoints |
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Ich habe mehr als 20 Jahre Ratten gehalten. Da Ratten Rudeltiere sind, selbstverständlich immer mindestens 2 Tiere. Ich kann nicht sagen, dass Ratten nichts für kleinere Kinder sind. Von den Nagern ist die Ratte das geeignetste Tier für Kinder. Ratten werden zahm, sie lassen sich streicheln und rennen auch nicht unbedingt weg. Sie sind saubere Tiere und auch, wenn man sie schon als erwachsene Ratte bekommt, werden sie zahm.
Alle meine Ratten waren Dauerkuschler und man konnte sie stundenlang auf dem Schoß halten und ständig streicheln und kuscheln. Die Vorurteile waren auch enorm, als ich anfing Ratten zu halten, aber das hat sich schnell gegeben, als die Leute meine Ratten kennenlernten. Damit die Ratten sich aber wohl fühlen, sollte man sich sehr genau über die Haltung informieren. Denn nicht selten werden die Tiere einzeln gehalten und in viel zu kleine Behausungen gestopft.
Ich kann Ratten als Haustier nur empfehlen. Kein Nagetier war bisher so anhänglich und dankbar wie die Ratten und wenn die Ratten nicht nur so eine kurze Lebensdauer hätten, hätte ich wahrscheinlich noch immer Ratten.
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:: Diamante
:: Beiträge 26827:: 73.94 Talkpoints |
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Also ich hatte insgesamt 5 Ratten (einmal 3 und einmal 2 die leider alle verstorben sind). Die Ratten sind wirklich pflegeleicht und selbst meine sich sträubende Mutter fand sie nach einiger Zeit sehr süß. Es ist wirklich bemerkenswert wie intelligent und reinliche diese verpönten Ratten doch sind.
Meine waren bereits nach einer Woche zahm genug um sie aus der Hand zu füttern, sie zu streicheln und sie auf den Schoß zu nehmen. Die Kleinen können auch recht schnell Tricks und Kunststücke lernen und man kann sie sogar so weit zähmen das man mit ihnen auf der Schulter spazieren gehen kann.
Es gibt aber auch ein paar Dinge die dagegen sprechen. Zum einen wäre es der Aspekt das man sie oft beschäftigen und fordern muss damit es ihnen nicht langweilig wird. Außerdem kann sie nur Auslauf im Zimmer haben wenn man es beaufsichtigt (sie kriechen gerne hinter Ecken und knabbern Kabel an).
Das was am meisten dagegen spricht ist aber das Ableben der Tiere. Ich war fix und fertig. Gerade das man eine so starke Bindung aufbaut ist dann ein Nachteil. Ratten werden allgemein nicht besonders alt (ist immer unterschiedlich aber ich glaube meist nicht mehr als 2 Jahre), außerdem sind sie sehr krebsanfällig.
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:: MrLeo
:: Beiträge 17:: 1.07 Talkpoints |
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Ich selbst hatte zwar nie eine eigene Ratte, aber meine beste Schulfreundin hatte damals Ratten. Ich muss zugeben, dass ich mich zuerst ziemlich geekelt habe, wenn ich ehrlich bin vor allem wegen dem gewöhnungsbedürftigen Schwanz. Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass das ganz außergewöhnlich liebe und vor allem schlaue Tiere sind.
Einer Ratte konnten wir sogar ein paar Kunststückchen beibringen, sie hat z.B. Sachen aus einer Schale in eine andere sortiert und wir haben ihr beigebracht, dass ihr Futter immer nur in der roten Schale ist, so dass sie nach einiger Zeit alle anderen Schälchen ignoriert hat. Kleinigkeiten, aber für so ein kleines Tier fand ich das schon erstaunlich. Nach dem, was ich damals erlebt habe bin ich überzeugt, dass Ratten eine möglichst kreative Umgebung brauchen und abwechslungsreiche Beschäftigung brauchen.
Ich fand es außerdem ausgesprochen faszinierend, die Tiere in ihrem Verhalten untereinander zu beobachten. Die haben sich sogar gegenseitig geputzt und aneinander gekuschelt geschlafen. Man hat richtig gemerkt, dass sie den Kontakt untereinander brauche, einzeln würde ich deshalb eine Ratte nicht halten.
Problematisch war damals nur, dass die Tiere zu Anfang nachtaktiv waren, meine Freundin hatte sie in ihrem Zimmer und hat manchmal ganz schön geschimpft. Das ist übrigens etwas, was ich nicht empfehlen würde, auch wenn Ratten sehr saubere Tiere sind, haben die Käfige immer ein bisschen gerochen, das finde ich für einen Schlafraum nicht optimal.
Ebenfalls weniger angenehm waren die Knabberattacken der kleinen Nager, Teppiche, Tapeten, Kabel und sogar Schulbücher mussten daran glauben. Allerdings weiß man das ja im Voraus, das liegt nunmal in der Natur der Tiere und wenn man das nicht möchte muss man eben gut aufpassen, wenn man sie herumlaufen lässt. Ich hätte mir nie selbst eine Ratte halten dürfen, aber ich hätte selbst gerne eine gehabt. Jetzt habe ich allerdings Katzen, das würde glaube ich nicht so lange gut gehen 
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:: maryshelley100
:: Beiträge 249:: 83.06 Talkpoints |
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