vom 16.03.2010
Talkteria: Sonst friedliche Hündin - plötzlich aggressiv zu Artgenossen
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Sonst friedliche Hündin - plötzlich aggressiv zu Artgenossen

Forum: Haustiere

    
Hallo!

Die Hündin einer Freundin ist ein ganz lieber Hund. Aber seit einiger Zeit, ist sie bei fremden Hund aggressiv. Sie knurrt und wird dann eben richtig stinkig, jedoch beißt sie den anderen Hund dann nicht.

Meine Freundin hat schon mit einer Hundetrainerin gesprochen, diese meinte, dass sie erstmal gesundheitliche Probleme ausschließen sollte und einen Termin beim Tierarzt machen soll. Das hat meine Freundin dann auch gemacht und es wird dann Hündin dann wohl Blut abgenommen werden. Ich muss auch sagen, dass die Hündin kastriert wurde. Außerdem riet die Trainerin zu einem Geschirr statt einem Halsband. Da in der Situation ja auch am Halsband geruckt oder gezogen wird, wenn die Hündin auf fremde Hunde aggressiv reagiert. Dann würde der Hund das Halsband auch mit schlechten Erfahrungen verbindet.

Ich kenne so eine plötzliche Zickigkeit nur von weiblichen Meerschweinchen, die Zysten hatten. Aber ich frage mich, ob eine kastrierte Hündin auch Zysten bekommen kann. Habt ihr vielleicht noch andere Ideen, was die Hündin meiner Freundin haben könnte?
  
Nelchen :: Nelchen :: Beiträge 9044:: 91.17 Talkpoints :: Auszeichnung für 5000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Eine plötzliche Aggressivität bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben. Neben den körperlichen Beschwerden, wie Tumore, die auch im Kopf sein könnten, können es auch psychische Probleme sein oder einfach Unsicherheit von der Hündin. Denn Unsicherheit vom Menschen kann auch auf die Hunde übertragen werden.

Erst mal sollte deine Freundin wirklich alle möglichen körperlichen Ursachen auschließen. Da soll nicht nur Blut abgenommen werden, sondern auch Ultraschall und gegebenenfalls auch ein Röntgenbild des Kopfes gemacht werden. Denn Tumore im Kopf können zu einer Unberechenbarkeit bei allen Lebewesen führen.

Zysten an den inneren weiblichen Organen kann eine kastrierte Hündin nicht bekommen. Wie lange ist die Kastration schon her? Es kann natürlich auch an den Hormonen liegen, die ja durch die Kastration nicht mehr produziert werden. Da hilft natürlich dann auch ein großes Blutbild um dies auszuschließen.

Wenn alle möglichen körperlichen Ursachen ausgeschlossen sind, soll deine Freundin mal gezielt zu einem Hundetrainer geben, der auch genau das Verhalten deiner Freundin mit beobachtet. Wenn deine Freundin irgendwelche Probleme hat, übertragen die sich auch auf den Hund. Ist der Hund nur an der Leine aggressiv, kann diese Unsicherheit durch die Leinenführung übertragen werden, weil Hunde da sehr empfindlich sind. Da ist es auch egal, ob es ein Brustgeschirr oder ein Halsband ist. Gezieltes Training kann dann Abhilfe schaffen.
  
Diamante :: Diamante :: Beiträge 26827:: 73.94 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Ich finde es immer wieder sehr erstaunlich, wie schnell bei den geringsten Anzeichen von Verhaltensproblemen gleich auf mögliche gesundheitliche Ursachen geschlossen wird und dann dazu geraten wird, beim Tierarzt einen kostspieligen Rundumcheck durchführen zu lassen und womöglich noch einen Tierpsychologen zu beauftragen, um auch ja alle Eventualitäten auszuschöpfen. Ich frage mich, ob jemand, der solche Ratschläge erteilt sich überhaupt bewusst ist, was so ein komplettes Programm kostet, geschweige denn, ob er sich das auch selber leisten könnte und würde.

Bei allem Verständnis, aber ich finde, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Sicher, die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, dass eine plötzliche Verhaltensveränderung auch auf gesundheitliche Beeinträchtigungen zurückzuführen ist, aber wenn das ungewöhnliche Verhalten ausschließlich in der Interaktion mit Artgenossen auftritt, halte ich eine Krankheit des Hundes oder gar Gehirntumore für sehr unwahrscheinlich, da sich dies i.d.R. auch auf andere Bereiche auswirken würde.

Allenfalls würde ich ein Blutbild durchführen lassen. Wenn dies allerdings unauffällig ist und auch sonst der Allgemeinzustand des Hundes keinen Grund zur Besorgnis aufgibt, würde ich eher nach externen Faktoren suchen, die evtl. die Verhaltensveränderung bewirkt haben könnten.
  
:: Kolibri :: Beiträge 90:: 22.94 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
   
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