Wie die meisten ja eh wissen, habe ich eine Borderline- Persönlichkeitsstörung. Zur Zeit ist der generelle Umgang mit der Erkrankung, mit mir selbst und vor allem mit dem Kreis der Helfenden eher schwierig. Was wohl auch daran liegen mag, das ich mich zeitweise auch einfach unverstanden und nirgends wirklich zugehörig fühle.
Die ambulanten Möglichkeiten sind zur Zeit ziemlich ausgeschöpft. Kontakt zu anderen Borderlinern besteht kaum. Was sicherlich auch nicht wirklich negativ zu werten ist. Trotzdem fehlt mir irgendwie das Gefühl, das da noch jemand sein könnte, der so ist wie ich.
Ich war eine zeit lang in einem Borderline- Forum "aktiv". Aber das war irgendwie nicht das wahre. Ich dachte nun, vielleicht kann ich in einer Gruppe zum Thema Borderline, in einer der vielen Online- Communitys eher austauschen. Was sich als nicht so einfach gestaltet. Irgendwie passe ich da einfach nicht rein. Wobei es mir halt auch zur Zeit generell schwer fällt, nach außen zu kommunizieren. Zumindest was mich und meine Gefühle betrifft.
Ich bin zufällig über eine Literaturliste gestoßen. Da gab es auch Empfehlungen für Erfahrungsberichte. Generell würde mich die Thematik halt mal aus der Sicht anderer Betroffener interessieren. Nur wirklich weit kam ich beim weiteren suchen nicht.
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Das Standardwerk: Ich hasse Dich- verlass mich nicht, habe ich vor Jahren gelesen. War allerdings nur ausgeliehen. Und ich war an sich eher enttäuscht, weil das Buch sich halt auf amerikanische Verhältnisse bezieht. Und Psychiatrie in Amerika ist ganz anders als hier. Was wirklich hilfreiches konnte ich aus dem Buch nicht raus ziehen.
Das Nachfolgewerk: Zerrissen zwischen den Extremen- Leben mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung, habe ich mir irgendwann mal gekauft. War eher ein Frustkauf. Das Buch habe ich recht bald bei Seite gelegt, weil mich die Zukunftsprognosen so runter gezogen haben. Auf Anraten einer Therapeutin habe ich es wieder mal in die Finger genommen und auch zum Großteil studiert. Ist halt eher ein Fachbuch, mit Bezug zu "realen" Fällen. Leider bezieht sich auch das Buch auf amerikanische Verhältnisse. Und ich habe das Buch leider verliehen und nie wieder bekommen.
Ich suche auch weniger was in Richtung: Wie hilft man Borderline Erkrankten? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? und so weiter. Mich interessieren eher Erfahrungsberichte von Betroffenen und wie sie damit umgegangen sind. Mir geht es auch nicht darum, wie Angehörige damit umgegangen sind. Mag nun zwar herzlos und empathielos klingen, aber das hat zur Zeit für mich keine Priorität. Und meine Angehörigen würden wohl solche Bücher auch nicht lesen.
Vielleicht hat jemand von euch schon mal was in die Richtung gelesen und kann mir was empfehlen? Ganz besonders würden mich natürlich auch speziell Erfahrungsberichte die Klinikerfahrungen betreffen, interessieren. Aber auch hier halt wenn über deutsche Kliniken.
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:: LittleSister
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